Gesellschaft & Politik
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«Sein Zustand wird immer schlechter»

Die Ehefrau des saudischen Bloggers Badawi sorgt sich um dessen Gesundheit



Ensaf Haidar (C) takes part in a demonstration calling for the release of her husband, Raif Badawi, on Parliament Hill in Ottawa January 29, 2015. Ensaf Haidar, the wife of a Saudi rights activist, who was sentenced to 1,000 lashes last year, said Thursday her husband's health had worsened after the first round of flogging and that he could not possibly survive the full punishment. REUTERS/Chris Wattie (CANADA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST CRIME LAW)

Ensaf Haidar mit Demonstranten in Ottawa. Bild: CHRIS WATTIE/REUTERS

Der Gesundheitszustand des zu tausend Peitschenhieben verurteilten saudiarabischen Bloggers Raef Badawi gibt nach Angaben seiner Frau Anlass zur Sorge. Ihr Mann leide an Bluthochdruck und eine weitere Runde der Strafe könne ihn noch weiter schwächen, sagte sie.

«Sein Zustand ist schlecht und er wird immer schlechter», sagte Ensaf Haidar am Donnerstag im kanadischen Ottawa an der Seite von kanadischen Abgeordneten und Vertretern von Amnesty International.

«Kein Mensch kann jede Woche 50 Hiebe ertragen.»

Ensaf Haidar

Badawi war wegen Beleidigung des Islam zu der Auspeitschung sowie zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Am Freitag könnten ihm erneut 50 Peitschenhiebe drohen, nachdem sie zuvor wegen gesundheitlicher Bedenken ausgesetzt worden waren. «Kein Mensch kann jede Woche 50 Hiebe ertragen», sagte Badawis Frau, die mit ihren drei Kindern nach Kanada geflohen war.

Unterstützung für den Blogger auch in der Schweiz.

Der Blogger hatte sich für eine Diskussion über das Verhältnis zwischen Staat und Religion in Saudi-Arabien eingesetzt. Dafür wurde ihm Beleidigung des Islam vorgeworfen. Sein Schicksal sorgt derzeit international für Bestürzung und Anteilnahme. (kad/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 30.01.2015 14:14
    Highlight Highlight Der Fall Badawi ( und andere: http://www.zeit.de/1997/12/Sarahs_Story ) macht die westliche Doppelmoral wieder sehr deutlich. Es ist unbegreiflich, wie man ein offensichtlich autokratisches Schreckensregime auch noch mit Militärgütern versorgen kann.
    Das Eintreten für Menschenrechte ist also nur dann und dort opportun, wo es nichts kostet. Also am Montag Charlie sein und am Dienstag wieder zurück zu business as usual.

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