Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Unfallstelle. Screenshot: watson

Bezirksgericht Lenzburg

Gericht spricht Sohn frei – er hat seine Mutter nicht zum Suizid gedrängt

Ein Sohn fuhr seine 90-jährige Mutter zum Bahngleis, wo sie sich vor den Zug legte, aber überlebte. Gestern stand der Mann vor dem Bezirksgericht Lenzburg. Heute folgte das Urteil: Das Gericht sprach den Mann frei.



Das Bezirksgericht Lenzburg hat einen 54-jährigen Mann vom Vorwurf freigesprochen, seine 90-jährige Mutter wiederholt zum Selbstmord gedrängt zu haben (die AZ berichtete). Das Urteil wird vom Gericht nicht öffentlich begründet. Die Kosten des Verfahrens übernimmt der Staat.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten zur Last gelegt, massiv auf seine Mutter eingewirkt zu haben, sich selbst zu töten. Er habe ihr Tipps gegeben, wie man Drähte in die Steckdose halte und wie man ein Seil aufhängt. Auch warf die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vor, er habe seiner Mutter Gift organisieren wollen und sie dazu gedrängt, sich vom Zug überfahren zu lassen. Fest steht, dass sich die 90-Jährige aufs Bahngleis legte und vom Zug überrollen liess. Sie überlebte, verlor aber einen Arm.

Als Motiv nannte die Anklage, der Mann habe seine Mutter als grosse Belastung empfunden und sie deshalb loswerden wollen. Er sei darauf aus gewesen, an das Vermögen seiner betagten Mutter zu kommen. (ZA)

Ein Artikel der Aargauer Zeitung

Hier finden Sie das Video zum Gerichtsurteil

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Sie sind Experten in Sachen Isolation – und sagen uns, wie wir die Quarantäne überstehen

Ein Astronaut, ein ehemaliger Häftling, eine Sennin und zwei Forscher erzählen, was es braucht, um die Zeit in der Abgeschiedenheit gut zu überstehen.

Der Mensch ist nicht für die Einsamkeit geschaffen. «Nichts ist so unerträglich für den Menschen, als sich in einer vollkommenen Ruhe zu befinden, ohne Leidenschaft, ohne Geschäfte, ohne Zerstreuung, ohne Beschäftigung», schreibt der französische Philosoph Blaise Pascal im 17. Jahrhundert. Das Abwenden der Langeweile steht am Ursprung des sozialen Lebens und treibt die Wirtschaft an. Theater, Kino, Buchhandlungen, Vergnügungsparks – all das bietet dem Menschen Zerstreuung.

Unser Gehirn braucht …

Artikel lesen
Link zum Artikel