DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Das steht in der Sonntagspresse

Tausende Sex-Sklavinnen in der Schweiz, die Armee soll doch neue Flugzeuge erhalten und Beamte entdecken das Streikrecht 

Mit diesen Schlagzeilen und Geschichten versuchen heute die Printmedien zu punkten.
07.12.2014, 05:4107.12.2014, 12:14

Staatsanwältin Steiner stellt internationalen Bericht zu Sklaven in Frage

aus: SonntagsBlick

Die jüngst veröffentlichten Zahlen des Global Slavery Index für die Schweiz sind laut der Zürcher Staatsanwältin Silvia Steiner zu tief angesetzt. Im Bericht war von 1100 Sklaven landesweit die Rede. Doch allein im Zürcher Sexmilieu wurden laut Steiner in den letzten drei Jahren mindestens 1500 Frauen zur Prostitution gezwungen. 

Sexsklavinnen seien vor allem auf dem Strassenstrich anzutreffen. Mindestens 80 Prozent der Frauen würden dort fremdbestimmt. In Salons dürfte mindestens die Hälfte der Frauen unfreiwillig anschaffen. Ihre Schätzungen der Dunkelziffern stützt sie auf Erfahrung in der Praxis. Fälle mit 80 bis 100 Zwangsprostituierten hat sie schon vor Gericht gebracht.

Staatanwältin Silvia Steiner: Sie will im kommenden Jahr für die CVP in den Zürcher Regierungsrat einziehen.
Staatanwältin Silvia Steiner: Sie will im kommenden Jahr für die CVP in den Zürcher Regierungsrat einziehen.Bild: KEYSTONE

Russland verlangt Swiss-Passagierdaten

SonntagsZeitung, «Le Matin Dimanche»:

Wer ab kommendem April in einem Flugzeug der Swiss über Russland fliegt, dessen Passagierdaten landen künftig beim Transportministerium in Moskau. Bereits seit Ende 2013 gilt diese Praxis bei Flügen nach Russland für sogenannte Advance Passenger Information (API) – diese beinhalten etwa Name, Geschlecht, Passnummer oder Aufenthaltsadresse am Zielort. Die Daten werden fünf Jahre gespeichert und angeblich mit Polizei- und Geheimdienstdatenbanken abgeglichen. Nun macht Russland Druck, auch jene Angaben zu erhalten, die bei der Buchung anfallen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL hat den russischen Behörden Verhandlungen über ein Abkommen zum Austausch dieser sogenannten PNR-Daten angeboten. Schweizer Airlines liefern diese – gestützt auf Spezialabkommen – schon heute an die USA, Kanada und Grossbritannien.

Der stellvertretende Direktor des SECO: Eric Scheidegger.
Der stellvertretende Direktor des SECO: Eric Scheidegger.Bild: KEYSTONE

SECO will Wertschöpfung pro Arbeitsstunde steigern

aus: «NZZ am Sonntag»

Trotz deutlichem Nein zur Ecopop-Initiative ist die Wachstumskritik in den Augen des Vizedirektors des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, Eric Scheidegger, nicht vom Tisch. Doch ein Verzicht auf Wachstum hält er für eine Illusion. Denn «Nullwachstum würde bedeuten, Innovation zu verbieten». Im Rahmen des SECO-Wachstumspakets 2016 bis 2019 soll die Wertschöpfung pro Arbeitsstunde und die Widerstandskraft der Volkswirtschaft gesteigert werden. Einen dritten Pfeiler bilden die Nebenwirkungen des Wachstums. Dabei gehe es um die Belastung der Verkehrsinfrastruktur oder den Kampf gegen die Zersiedelung. Konkrete Massnahmen sollen im nächsten Herbst vorgestellt werden.

Armee soll Transportflugzeuge erhalten

aus: «Le Matin Dimanche», «SonntagsBlick», «Zentralschweiz am Sonntag», «Ostschweiz am Sonntag»

Transportmaschinen des Typs CASA C-295M wollte die Schweiz einst kaufen. Das Parlament war dagegen. 
Transportmaschinen des Typs CASA C-295M wollte die Schweiz einst kaufen. Das Parlament war dagegen. Bild: EPA/PAP

Nach dem Nein des Schweizer Stimmvolkes zum Kauf des Kampfjets Gripen bildet sich offenbar eine Allianz für die Beschaffung militärischer Transportflugzeuge. Aussenminister Didier Burkhalter hatte bereits vergeblich versucht, ein solches Unterfangen in der Bundesratssitzung in die Wege zu leiten. Nun schaltet sich der Ständerat ein. Der Zuger CVP-Ständerat Peter Bieri und die Waadtländer SP-Vertreterin Géraldine Savary reichten zwei entsprechende Vorstösse ein. Laut Savary hätten in diesem Jahr zwei Auslandseinsätze abgelehnt werden müssen wegen fehlender Transportmöglichkeiten. Auch in der Armeeführung ist das Anliegen offenbar verbreitet. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift «Military Power Revue» äussert sich ein Schweizer Luftwaffenplaner über Transportflieger.

Kantonsbeamte entdecken Streikrecht

aus: «Le Matin Dimanche»

Der Sieg der Angestellten der Genfer Verkehrsbetriebe (TPG) in den Verhandlungen nach ihrem Streik ruft auch weitere Beamten auf den Plan. Sie sehen im Vorgehen ein Erfolgsmodell, das sie ebenfalls anwenden könnten. So planen die anderen Kantonsangestellten in Genf bereits ähnliche Aktionen und auch in Neuenburg steigt die Mobilisierung. «Die Fronten verhärten sich und die Diskussionen werden rarer», beurteilt Yves Defferrard von der Gewerkschaft Unia die Situation. So hätte etwa im Kanton Waadt in den letzten zehn Jahren keines der neu angesiedelten Unternehmen einen Gesamtarbeitsvertrag unterschrieben. (trs/sda)

Aus der «Schweiz am Sonntag» auf watson:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Maurer, Keller-Sutter und Amherd: Gleich drei Bundesräte ringen um ein neues Bundesamt
Cyber betrifft alle, der Bund will dazu 25 neue Stellen schaffen – aber wer trägt künftig die Verantwortung für das jüngste Bundesamt? Drei Bundesräte melden Interesse an.

Ein bisschen vereine Florian Schütz alles in seiner Position. Als Leiter des Nationalen Zentrums für Cybersicherheit (NCSC) sei er «Nachrichtendienst und IT, Militär und Polizei, Politik, Wirtschaft und Infrastruktur» in Personalunion, schrieb die «Handelszeitung» kürzlich in einem Porträt. Damit ist auch schon klar, weshalb sich aktuell drei Bundesrätinnen und -räte darum streiten, wer dereinst Schütz vorstehen soll. Ein Mann mit einem solch breit gefächerten Aufgabenportfolio kommt für verschiedene Departemente infrage.

Zur Story