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Justiz verpasst Journalisten einen Maulkorb

Medien in der Türkei dürfen nicht über Korruptionsvorwürfe berichten

27.11.2014, 02:08

Türkische Medien dürfen nicht über die Arbeit einer parlamentarischen Untersuchungskommission berichten. In der Arbeit wird Korruptionsvorwürfen gegen vier frühere Minister nachgegangen. Der Maulkorb soll laut Justiz dazu beitragen, dass die Unschuldsvermutung respektiert wird.

Die Rundfunkaufsichtsbehörde übermittelte am Mittwoch das Berichtverbot, bei einer Verletzung müssen die Medien Strafe zahlen. Die Restriktion gilt für alle Zeitungen, Sender und Nachrichtenagenturen. Zur Begründung erklärte die Behörde, einige Medien hätten die Vertraulichkeit der Ermittlungen sowie das Prinzip der Unschuldsvermutung verletzt.

Recep Erdogan, Präsident der Türkei. Die Medien in seinem Land dürfen nicht über alles berichten. 
Recep Erdogan, Präsident der Türkei. Die Medien in seinem Land dürfen nicht über alles berichten. 
Bild: /AP/KEYSTONE

Das Parlament hatte nur unter dem Druck der Opposition eine Untersuchungskommission eingesetzt, die den gewaltigen Korruptionsskandal durchleuchten soll, der im vergangenen Dezember die Regierung des damaligen Ministerpräsidenten und heutigen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan erschüttert hatte. 

Der Europaminister wurde gefeuert und die Minister für Inneres, Wirtschaft und Umwelt traten selbst zurück, nachdem ihre Söhne festgenommen worden waren.

Die damalige Erdogan-Regierung reagierte auf den Skandal mit einer massiven Versetzungs- und Entlassungswelle bei Polizei und Justiz. Sämtliche Verfahren, die sich gegen die Regierung richteten, wurden zu den Akten gelegt. (feb/sda/afp)

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