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Geplante Pufferzone

Amnesty kritisiert Ägypten für Zwangsräumungen auf dem Sinai scharf

28.11.2014, 04:1228.11.2014, 09:57

Amnesty International hat Ägypten für die Zerstörung hunderter Häuser und Zwangsräumungen an der Grenze zum Gazastreifen scharf kritisiert. Die ägyptischen Behörden müssten dieses «willkürliche» Vorgehen in Rafah im Norden des Sinai sofort beenden.

Von der ägyptischen Armee zerstört: Häuser in Rafah.
Von der ägyptischen Armee zerstört: Häuser in Rafah.
Bild: STR/EPA/KEYSTONE

Ägypten ignoriere und verletze damit internationale Sicherheitsvorgaben, teilte die Menschenrechtsorganisation mit. Kairo hatte nach einem schweren Anschlag auf ägyptische Soldaten mit 30 Toten Ende Oktober entschieden, an der Grenze zum Gazastreifen eine Pufferzone einzurichten.

Adieu Rafah: Palästinenser auf dem Weg in den Gazastreifen.
Adieu Rafah: Palästinenser auf dem Weg in den Gazastreifen.
Bild: IBRAHEEM ABU MUSTAFA/REUTERS

Dazu begannen die Behörden damit, insgesamt 800 Häuser abzureissen und etwa 1100 Familien zwangsumzusiedeln. Die Zone soll 13,5 Kilometer lang und einen halben Kilometer breit sein. Ägypten beschuldigt die im Gazastreifen herrschende palästinensische Hamas-Bewegung, in Angriffe auf dem Sinai verwickelt zu sein.

800 Häuser werden abgerissen.
800 Häuser werden abgerissen.
Bild: IBRAHEEM ABU MUSTAFA/REUTERS

Amnesty kritisierte, die Behörden missachteten bei ihrem Vorgehen grundsätzliche Regeln - nämlich die Konsultation der Anwohner, ausreichend frühe Ankündigungen sowie adäquate Schadenersatzleistungen und alternative Wohnungen.

1100 Familien werden umgesiedelt.
1100 Familien werden umgesiedelt.
Bild: Adel Hana/AP/KEYSTONE

«Damit sind die Zwangsräumungen rechtswidrig», erklärte Amnesty. Ägypten hingegen sieht in der Pufferzone eine «wichtige» Massnahme für die Sicherheit des eigenen Landes und der gesamten Region. (kad/sda/afp)

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