Gesellschaft & Politik
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North Korean leader Kim Jong Un looks through a pair of binoculars as he organizes and guides a combined joint drill of the units under KPA Combined Units 572 and 630 in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang November 23, 2014. REUTERS/KCNA (NORTH KOREA - Tags: POLITICS MILITARY MARITIME) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO THIRD PARTY SALES. NOT FOR USE BY REUTERS THIRD PARTY DISTRIBUTORS. SOUTH KOREA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN SOUTH KOREA

US-Soldaten hätten Spass am Abschlachten, so Kim Jong Un bei einem Museumsbesuch (Archivbild). Bild: KCNA/REUTERS

Propagandatermin

Kim Jong Un bezeichnet US-Soldaten als «Kannibalen»

Mit den USA kann Kim Jong Un bekanntlich wenig anfangen. Jetzt nutzte Nordkoreas Diktator einen Museumsbesuch, um mit dem Feind abzurechnen. 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Kim Jong Un scheint wieder einigermassen genesen zu sein. Der nordkoreanische Diktator hatte eine Zeit lang angeblich mit Fussproblemen zu kämpfen. Er liess sich deshalb sehr selten in der Öffentlichkeit blicken. Jetzt ist er wieder da, und zwar so, wie man ihn kennt: im Kampf gegen den Feind. 

Kim nutzte jetzt eine kulturelle Einrichtung, um mit den Amerikanern abzurechnen. In Sinchon besuchte er ein Museum über US-Kriegsverbrechen während des Koreakriegs. Die Ausstellung zu einem Massaker in der Gemeinde Sinchon zeige, dass die US-Armee aus «Kannibalen» bestehe, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA den Diktator. Die Soldaten hätten «Spass am Abschlachten». Nordkorea wirft den USA vor, in Sinchon im Jahr 1950 mehr als 35'000 Zivilisten getötet zu haben. 

Es spricht einiges dafür, dass es sich bei dem Propagandabesuch um eine Retourkutsche handelt. Der Menschenrechtsausschuss der UNO-Vollversammlung hatte am Dienstag vergangener Woche eine Resolution verabschiedet, die Nordkorea vor den Internationalen Strafgerichtshof bringen könnte. Der Sicherheitsrat wird in dem Text aufgerufen, das in Den Haag ansässige Tribunal mit einem Verfahren gegen Pjöngjang zu beauftragen. 

Die Resolution muss im Dezember noch das Plenum der UNO-Vollversammlung passieren, was als Formalität gilt. Im Sicherheitsrat könnten dann aber Russland und China ihr Vetorecht nutzen. 

Grundlage der Resolution ist ein UNO-Bericht, der detailliert das System von Nordkoreas Gefangenenlagern mit Folter, Hinrichtungen und Vergewaltigungen beschreibt. Am Sonntag bezeichnete Nordkoreas oberstes militärisches Gremium das Vorgehen der Vereinten Nationen als «Kriegserklärung». Unterstützern der Resolution drohte Pjöngjang «katastrophale Folgen» an. (vme/AFP) 

Kim Jong-uns Gefolgsleute machen Notizen



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