DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Finnische Regierung 
schreibt 900'000 Reservisten an

«Wir müssen mit Ihnen reden»: Mit einem Brief bereitet Finnlands Verteidigungsministerium die Reservisten des Landes für den Fall einer militärischen Krise vor.
02.05.2015, 21:27
Ein Artikel von
Spiegel Online

900'000 finnische Reservisten werden Anfang Mai Post vom Verteidigungsministerium in Helsinki erhalten. Der Brief soll jeden von ihnen über seine Rolle im Kriegsfall informieren. Ausserdem sollen die Reservisten ihre persönlichen Daten auf den aktuellen Stand bringen. Das berichtet das US-Nachrichtenmagazin Newsweek in seiner Online-Ausgabe. Die Aktion wird zusätzlich von TV-Spots begleitet. «Wir müssen mit Ihnen reden», heisst es darin.

Das Verteidigungsministerium in Helsinki bestritt den Verdacht, dass die Kampagne mit einer möglichen Bedrohung durch Russland zusammenhängen könnte. «Die Briefe haben keine Verbindung zur Sicherheitslage rund um Finnland», zitiert Newsweek einen Ministeriumssprecher.

Russisches U-Boot vor Helsinki vermutet

Finnland hat eine 1300 Kilometer lange Landgrenze mit Russland. Das finnische Militär hatte Ende April ein unbekanntes Unterwasserobjekt in den Hoheitsgewässern vor Helsinki beobachtet. Ein finnisches Marineschiff warf daraufhin mehrere sogenannte Warn-Wasserbomben ab. Verteidigungsminister Carl Haglund sagte finnischen Medien, es könne sich um ein U-Boot handeln, das das Gebiet nun verlassen habe. Es komme nur sehr selten vor, dass Finnland solche Warngranaten einsetze.

Im Oktober 2014 hatte die finnische Luftwaffe angekündigt, ihre Präsenz im Norden und Osten des Landes zu erhöhen. Dort sollen russische Flugzeuge wiederholt in den finnischen Luftraum eingedrungen sein.

Jetzt auf

Finnland ist nicht Mitglied des Verteidigungsbündnisses NATO, allerdings gibt es dort wie auch im benachbarten Schweden eine Debatte über einen möglichen Nato-Beitritt. Russland ist gegen einen solchen Schritt.

ric

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Diese Schweizer Firmen wollen Angestellte im Büro impfen

Firmen wie die SBB, Emmi und Roche bieten Kantonen an, Angestellte bei sich zu impfen.

Der Schweizer Impfturbo ist noch nicht gezündet. Während Länder wie Israel, die USA oder England bereits hohe Covid-Impfquoten vorweisen können, liegt die Schweiz deutlich im Rückstand. Erst 13 Prozent der Bevölkerung hat bisher einen Piks erhalten.

Bund und Kantone setzen auf ein breites Netzwerk: Apotheken, Hausärzte und Impfzentren sollen eine möglichst effiziente Umsetzung garantieren. Doch ginge es noch schneller? Bekannte Grosskonzerne finden offenbar: ja. Dies zeigt eine Umfrage von CH …

Artikel lesen
Link zum Artikel