Gesellschaft & Politik
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Armed pro-Russian activists check a car at checkpoint on the outskirts of Luhansk, eastern Ukraine, May 4, 2014.  Pro-Russian activists are monitoring checkpoints on all roads leading to Luhansk, according to representative of activists.    REUTERS/Vasily Fedosenko (UKRAINE - Tags: POLITICS CIVIL UNREST)

Checkpoint bei Luhansk (4. Mai 2014) Bild: Keystone

Einsatz gegen Separatisten

Ukrainische Armee bekommt offenbar unterstützung von US-Söldnern

400 US-Söldner sollen in der Ostukraine gegen die Separatisten kämpfen. Das berichtet «Bild am Sonntag» und beruft sich dabei auf Geheimdienstinformationen. Die Kämpfer kommen demnach vom Militärdienstleister Academi, früher bekannt als Blackwater.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Es war ein eindeutig formuliertes Dementi. «Unverantwortliche Blogger und ein Onlinereporter» hätten «Gerüchte» verbreitet, wonach Angestellte des der Firma Academi in der Ukraine im Einsatz seien. Das sei falsch und nichts mehr als ein «sensationalistischer Versuch, eine Hysterie zu kreieren». So äusserte sich der US-Militärdienstleister, ehemals unter dem Namen Blackwater zu unrühmlicher Bekanntheit gelangt, am 17. März auf seiner Webseite.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur «Ria Novosti» legte freilich am 7. April nach: Blackwater-Kämpfer agierten in der Ostukraine - und zwar in der Uniform der ukrainischen Sonderpolizei «Sokol». Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es nicht.

Ein Zeitungsbericht legt nun nahe, dass an der Sache womöglich doch etwas dran sein könnte: Laut «Bild am Sonntag» werden die ukrainischen Sicherheitskräfte von 400 Academi-Elitesoldaten unterstützt. Sie sollen Einsätze gegen prorussische Rebellen rund um die ost-ukrainische Stadt Slowjansk geführt haben. Demnach setzte der Bundesnachrichtendienst (BND) die Bundesregierung am 29. April darüber in Kenntnis. Wer die Söldner beauftragt habe, sei noch unklar.

Die Informationen sollen vom US-Geheimdienst stammen und seien während der sogenannten Nachrichtendienstlichen Lage, einer regelmässigen Besprechung unter Leitung von Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU), vorgetragen worden. An dem Treffen hätten auch die Präsidenten der Nachrichtendienste und des Bundeskriminalamts, der Geheimdienstkoordinator des Kanzleramts und hochrangige Ministeriumsbeamte teilgenommen.

Angeblich Luftraum gezielt verletzt

Die Zeitung berichtet aus der Runde weiterhin, dass die US-Geheimdienstler auch über Informationen verfügten, wonach russische Flugzeuge absichtlich den Luftraum der Ukraine verletzt hätten. Die Regierung in Moskau hatte das dementiert. Der BND habe aber Informationen der Amerikaner, dass Moskaus Militärpiloten den Einsatzbefehl bekommen hätten, gezielt in ukrainischen Luftraum einzudringen.

Eine Bestätigung für den Bericht gibt es bisher nicht. Der BND habe eine Stellungnahme abgelehnt, so «Bild am Sonntag». Private Sicherheitsfirmen wie Academi gerieten insbesondere während des Irak-Kriegs in die Kritik. In den USA stehen mehrere ehemalige Blackwater-Angestellte im Zusammenhang mit der Tötung von irakischen Zivilisten vor Gericht. Academi hat sich mit einer Millionenzahlung von Ermittlungen in den USA freigekauft. (chs/reuters)



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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 11.05.2014 10:57
    Highlight Highlight Die Minenarbeiter verhalten sich noch ruhig. Aber wenn die losschlagen, dann wird es sehr gefährlich. Sollte es zu Übergriffen auf die Bergleute kommen, explodiert der gesamte Donbass. Durch das Massaker von Odessa ist eine Empörung entstanden, die jederzeit explodieren kann.
    Wenn die Junta in Kiew weiter die Übergriffe auf die russische Bevölkerung befördert, kommt es wohl zwangsläufig zum Krieg.
  • Horny 11.05.2014 09:49
    Highlight Highlight Wen dem wirklich so ist, dann zeigt dies erstmals Öffentlich, welche Taktiken der Westen gegen die Russische Föderation fährt. Dem Anderen Provokation und kriegerisches Handeln unterstellen, um seine eigene Sauereien zu überspielen.
    Mit Sanktionswut und Irreführung, gepaart mit Rücksichtsloser Arroganz und Egoismus, Vorverurteilungen schüren, aber Russland unterstellen, es tue zu wenig für die Deeskalation. Und da spielt die Deutsche Bundeskanzlerin Merkel mit, im Wissen der Tatsachen. Tja, nun wissen wir ja, was der Westen von Demokratie hält.
    Das die USA dem selbstdefinierten Schurkenstaat sehr nahe kommt, war eigentlich bekannt. Dass sich aber die EU und NATO damit Identifizieren und dies somit Mittragen, entlarvt den Westen der Korruption! Was muss eigentlich auf dieser Kugel noch alles geschehen, bevor mal jemand diese amerikanische Idiotie anprangert?
    • Jonasn 11.05.2014 10:34
      Highlight Highlight @horny: Die letzten 7-8 Nachrichten zu Greueltaten der Separatisten oder bewiesene Lügen seitens Putin oder Entführungen und Gewalt und Misshandlungen an Mitarbeitern des Roten Kreuzes lässt Du geflissentlich weg.
      Dass diese Separatisten bewiesenermassen Kriminelle sind, die gestoppt werden müssen hindert Dich nicht daran, beim Stichwort "Ex-Blackwater" sofort Deinen Anti-Amerikanismus zu zünden und in eine Hasstirade umzuwandeln.
      Manchmal muss man sich schon fragen wie selektiv die Wahrnehmung sein kann und ob es richtig ist, Kommentatoren die Stimmungslage beeinflussen zu lassen...
    • Horny 11.05.2014 12:06
      Highlight Highlight Jonasn, ich danke für Deinen Kommentar, doch machst Du nichts anderes, als was Du mir vorwirfst.

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