Gesellschaft & Politik
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Kriege treiben Menschen in Industrienationen

Flüchtlingsstrom reisst nicht ab: UNHCR befürchtet Rekordzahlen 



Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) verzeichnet besonders in den Industrienationen eine weiter steigende Zahl von Asylsuchenden. Wenn dieser Trend anhalte, werde in diesen Staaten 2014 die höchste Flüchtlingszahl seit zwei Jahrzehnten erreicht, heisst es in einem am Freitag veröffentlichten UNHCR-Bericht. 

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk erfasste die Zahlen von 44 Regierungen in Europa, Nordamerika und Teilen des asiatisch-pazifischen Raums. In diesen Ländern ersuchten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 330'700 Menschen um Anerkennung als Flüchtlinge. Das sei ein Anstieg um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und eine leichte Zunahme zum zweiten Halbjahr 2013 mit 328'100 Anträgen. 

Kurdish Syrian refugees carry their belongings after crossing the Turkish-Syrian border near the southeastern town of Suruc in Sanliurfa province September 25, 2014. Nearly 140,000 Syrian Kurds have fled into Turkey since last week, the fastest exodus of the entire three-year civil war.       REUTERS/Murad Sezer (TURKEY  - Tags: POLITICS SOCIETY IMMIGRATION CONFLICT)

Kurden flüchten aus Syrien vor der IS. Bild: MURAD SEZER/REUTERS

«Wir sind in einer Ära wachsender Konflikte»

Im Bericht warnt die UNO-Organisation davor, dass die Gesamtzahl der Asylsuchenden - vor allem getrieben von den Konflikten im Irak und in Syrien - auf 700'000 steigen könne. Dies wäre ein Niveau, das es in Industrienationen zuletzt während der Balkankriege in den 1990er Jahren gegeben habe. 

«Wir sind in einer Ära wachsender Konflikte», sagte UNO-Hochkommissar António Guterres. «Die internationale Gemeinschaft muss ihre Bevölkerungen darauf vorbereiten, dass in den kommenden Monaten mehr und mehr Menschen kommen werden, die Zuflucht und Hilfe brauchen.» (sda/dpa/meg) 

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