Gesellschaft & Politik
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Auf offener See

Es ist vollbracht: US-Marine hat alle syrischen Chemiewaffen zerstört



epa04293214 The US chemical laboratory ship 'MV Cape Ray' docks at Gioia Tauro harbour, 01 July 2014. The US chemical laboratory ship will take over Syrian chemical weapons which were transported from Syria aboard the Danish ship 'Ark Futura' at Gioia Tauro harbour. The US vessel is equipped to neutralize and destroy the hazardous materials in special chemical reactors.  EPA/FRANCO CUFARI

Auf dem Marineschiff «Cape Ray» wurden die Giftstoffe neutralisiert. Bild: EPA/ANSA

Die gesamten syrischen Chemiewaffenbestände sind nach Angaben der US-Regierung im Mittelmeer unschädlich gemacht worden. Die Beseitigung der gefährlichen Chemikalien mittels des Hydrolyse-Verfahrens hatte Anfang Juli begonnen.

«Die gefährlichsten chemischen Bestandteile des syrischen Arsenals», die zur Herstellung von Senfgas und Sarin benötigt würden, seien «auf offener See neutralisiert» worden, sagte Verteidigungsminister Chuck Hagel am Montag nach einem Telefongespräch mit dem Kommandanten des US-Marineschiffes «Cape Ray».

U.S. Secretary of Defense Chuck Hagel speaks to the media during a press conference at the conclusion of the AUSMIN talks at Admiralty House in Sydney, Tuesday, Aug. 12, 2014. Hagel and U.S. Secretary of State John Kerry are meeting with their Australian counterparts at the annual Australia-U.S. Ministerial Consultations (AUSMIN), which will focus on regional security and enhanced military co-operation. (AP Photo/Dan Himbrechts, Pool)

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel. Bild: AP/Pool AAP

«Keine Giftstoffe ins Meer gelangt»

Beim angewandten Hydrolyse-Verfahren, für das zwei Spezialanlagen auf dem Frachtschiff installiert worden waren, wurden die chemischen Kampfstoffe mit Wasser und verschiedenen Zusatzstoffen unschädlich gemacht. Die nur noch leicht toxischen Reste wurden anschliessend in Tanks gefüllt und in zwei Spezialanlagen in Deutschland und in Finnland beseitigt.

Die US-Streitkräfte hatten versichert, dass bei dem Prozess auf der «Cape Ray» keine Giftstoffe ins Mittelmeer gelangen.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hatte im Oktober 2013 der Vernichtung sämtlicher chemischer Kampfstoffe unter Aufsicht der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) zugestimmt, nachdem die USA wegen eines Giftgasangriffs mit bis zu 1400 Toten nahe Damaskus mit einem Militärangriff gedroht hatten.

Wegen der Kämpfe im syrischen Bürgerkrieg verzögerte sich der Einsatz zur Verschiffung und Zerstörung der Chemiewaffen immer wieder. (sda/afp)

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