DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mann in Rotterdam inhaftiert – er soll Anschlag geplant haben

27.03.2016, 21:5828.03.2016, 08:42

Die niederländische Polizei hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Rotterdam einen Franzosen festgenommen, der einen Anschlag geplant haben soll. Die französischen Behörden hätten am Freitag um die Festnahme des 32-Jährigen gebeten, teilte die niederländische Staatsanwaltschaft am Sonntagabend in einer Erklärung mit.

Der 32-jährige Franzose werde der «Vorbereitung eines terroristischen Anschlags» verdächtigt. Der Mann sei von einer Anti-Terror-Einheit der niederländischen Polizei festgenommen worden. Auch der Geheimdienst AIVD und die Staatsanwaltschaft seien einbezogen gewesen. Der Franzose werde« in Kürze» an sein Heimatland überstellt, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Bild: EPA/ANP

Laut Staatsanwaltschaft wurden drei weitere Verdächtige festgenommen, darunter zwei algerischstämmige Männer im Alter von 43 und 47 Jahren. Zu dem dritten Festgenommen wurden keinerlei Angaben gemacht.

Nachbarhäuser evakuiert 

Die Festnahmen erfolgten in zwei Strassen im Westen der Hafenstadt Rotterdam. Einige Häuser in der Nachbarschaft seien zum Schutz der Bewohner evakuiert worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Ob die Festnahme des Franzosen im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen vom 13. November stand, wurde nicht mitgeteilt.

In Paris waren am 13. November Anschläge auf mehrere Lokale, den Konzertsaal Bataclan und das Stade de France verübt worden. 130 Menschen starben.

Zu den Taten bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die sich auch zu den Brüsseler Anschlägen vom Dienstag bekannte. Im Zuge der Ermittlungen waren personelle Verbindungen zwischen den Anschlägen in Belgien und Frankreich immer deutlicher geworden.

Bei den Selbstmordanschlägen auf den Brüsseler Flughafen Zaventem und eine U-Bahnstation im Brüsseler Europaviertel waren 28 Menschen getötet und 340 weitere verletzt worden. Als Reaktion auf die Taten wurde auch die niederländische Polizei in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Die Sicherheitsmassnahmen an Flughäfen und in Bahnhöfen sowie die Grenzkontrollen wurden verschärft. (sda/afp/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Rundumschlag statt Rücktritt? Johnson kämpft um politisches Überleben

Nach neuen Vorwürfen wegen des Bruchs von Corona-Regeln in seinem Regierungssitz ringt der britische Premierminister Boris Johnson um sein Amt. In seinem Regierungssitz in der Londoner Downing Street hat es während der Pandemie nicht nur vereinzelte, sondern regelmässige Zusammenkünfte gegeben, auf denen Alkohol floss, wie der in der «Partygate»-Affäre in der Regel gut informierte «Mirror» schrieb. Am Wochenende nahmen die Rücktrittsforderungen gegen den Premier weiter zu - auch aus seiner eigenen Tory-Partei.

Zur Story