Gesellschaft & Politik
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«Keinerlei Beweise»

Nigerias Regierung bestreitet Entführung von über 60 Mädchen

26.06.14, 03:20 26.06.14, 09:40
Boko Haram leader Abubakar Shekau speaks at an unknown location in this still image taken from an undated video released by Nigerian Islamist rebel group Boko Haram. The leader of the Nigerian Islamist rebel group Boko Haram has offered to release more than 200 schoolgirls abducted by his fighters last month in exchange for prisoners, according to a video seen on YouTube. About 100 girls wearing full veils and praying are shown in an undisclosed location in the 17-minute video in which Shekau speaks. MANDATORY CREDIT. REUTERS/Boko Haram handout via Reuters TV (CONFLICT POLITICS CRIME LAW) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO SALES. NO ARCHIVES. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. MANDATORY CREDIT

Bild: REUTERS TV/REUTERS

Nigerias Regierung hat Berichte über die Entführung von mehr als 60 Frauen und Mädchen aus einem Dorf im Nordosten des Landes zurückgewiesen. Es gebe «keinerlei Beweise» für eine solche Tat, sagte Regierungssprecher Mike Omeri am Mittwoch vor Journalisten in Abuja. 

Die Regierung wolle daher klarstellen, «dass es den vorliegenden Fakten zufolge keine Entführung von 60 Menschen im Bundesstaat Borno gegeben hat». 

Die Frauen und Mädchen waren nach Angaben von Augenzeugen, eines örtlichen Behördenvertreters und eines Abgeordneten aus der Region in der vergangenen Woche bei Angriffen auf das Dorf Kummabza in Borno verschleppt worden. Ein Anführer einer dortigen Bürgerwehr bestätigte die Angaben am Mittwoch erneut. 

Das Militär in der Hauptstadt Abuja wollte sich zunächst nicht zu dem Fall äussern, Bornos Gouverneur Kashim Shettima kündigte eine Untersuchung an. 

«Ich kann nicht verstehen, warum sie so etwas sagen» 

Bewohner von Kummabza und umliegender Dörfer, die in der vergangenen Woche ebenfalls von mutmasslichen Kämpfern der Extremistengruppe Boko Haram angegriffen worden waren, beharrten am Mittwoch auf ihrer Darstellung und reagierten mit Unverständnis auf die Erklärung der Regierung. «Das ist hier passiert», sagte ein Mann, der namentlich nicht genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP. «Ich kann nicht verstehen, warum sie so etwas sagen.» 

Boko Haram kämpft im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für einen islamistischen Staat. Allein in diesem Jahr wurden mehr als 2000 Menschen bei Angriffen der Islamisten getötet. Mitte April überfielen die Extremisten eine Schule in der Stadt Chibok in Borno und verschleppten 276 Schülerinnen. Mehr als 200 von ihnen werden noch immer an einem unbekannten Ort festgehalten. (sda/afp) 



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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Adonis 26.06.2014 15:35
    Highlight Sagens wir deutsch: Das sind ver-rückte religiöse Fanatiker. Dagegen ist praktisch kein Kraut gewachsen. Es gäbe eines, aber das darf Watson nicht schreiben... NDB und BND, aufgepasst auf unsere Jungen ver-rückten und deren Rückkehrer.
    1 0 Melden
  • zombie1969 26.06.2014 11:38
    Highlight "One child, one teacher, one pen and one book can change the world"
    So der Abschlusssatz von Malala Yousafzai bei der Rede vor der UN, in der sie sich für Bildung einsetzt. Neun Monate zuvor haben ihr die Taliban eine Kugel in den Kopf gejagt mit dem Versuch, sie zum Schweigen zu bringen. Alle Terrororganisationen haben Angst vor Büchern und Stiften. Die Macht der Bildung ängstigt sie!
    1 0 Melden

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