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Diese vier Ukrainer haben Janukowitsch zu Fall gebracht

Bild: Reuters
In der ukrainischen Staatskrise hat die bisherige Opposition die Macht an sich gerissen. Die Lage in Kiew ist aber weiter instabil. Vier derzeit tonangebende Personen im Kurzporträt.
23.02.2014, 18:38

JULIA TIMOSCHENKO

Bild: AP/AP
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Mit einem emotionalen Auftritt im Rollstuhl vor mehr als 100'000 Regierungsgegnern in Kiew feierte Julia Timoschenko ein furioses Comeback. Bereits aus der zweieinhalbjährigen Haft heraus führte die wegen Amtsmissbrauchs verurteilte Politikerin mit flammenden Appellen die Opposition gegen Präsident Viktor Janukowitsch.

Die in Dnjepropetrowsk geborene Timoschenko stieg nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 zur «Gasprinzessin» auf. Politische Gegner werfen der Ex-Regierungschefin mit Blick auf ihr Vermögen vor, keine saubere Weste zu haben. Für viele ist die 53-Jährige aber noch ein Symbol der prowestlichen Orangenen Revolution von 2004.

ALEXANDER TURTSCHINOW

Bild: Reuters
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Der Wirtschaftswissenschafter Alexander Turtschinow steht als Parlamentschef und Übergangspräsident auf dem Höhepunkt seiner bisherigen Karriere. Der 49-Jährige stammt wie Julia Timoschenko aus Dnjepropetrowsk und gilt als Vertrauter der Oppositionsführerin.

Turtschinow war bereits während der Orangenen Revolution 2004 einer der Organisatoren der Proteste. Nach dem Sieg der demokratischen Kräfte wurde er Geheimdienstchef. Bei der Stadtpräsidentenwahl in Kiew kandidierte er 2008 für die Partei von Timoschenko, scheiterte aber. Seine Gegner werfen dem früheren Vizeregierungschef Korruption vor, ohne aber Beweise zu präsentieren.

ARSENI JAZENJUK

Bild: EPA/EPA
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Als Fraktionschef der Vaterlandspartei galt der 39-jährige Arseni Jazenjuk vielen Ukrainern lange nur als «Platzhalter» für die inhaftierte Julia Timoschenko. Medien in Kiew bezeichnen ihn oft als blassen Technokraten. Mit seinen mitreissenden Reden bei den Protesten auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan) hat es der Jurist aber geschafft, aus dem Schatten der übermächtigen und jetzt aus der Haft entlassenen Parteikollegin zu treten. Beobachter schliessen nicht aus, dass es in der Partei nun zu einer Zerreissprobe kommen könnte. Politische Erfahrung besitzt Jazenjuk als ehemaliger Wirtschafts- und Aussenminister reichlich.

VITALI KLITSCHKO

Bild: Reuters
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Der 42-jährige Vitali Klitschko ist international vor allem als erfolgreicher Boxer bekannt. Seit 2012 sitzt er als Fraktionschef der Partei Udar (Schlag) im Parlament in Kiew. In seiner Heimat Ukraine verbinden viele Menschen mit «Dr. Eisenfaust» die Hoffnung auf eine weitere Westanbindung der Ex-Sowjetrepublik.

Der 2,02-Meter-Hüne hatte erklärt, sogar Präsident des zweitgrössten Flächenstaats Europas werden zu wollen. Nach dem jüngsten Machtwechsel wird er in den Medien auch als möglicher Aussenminister gehandelt. Kritiker werfen ihm vor, er habe kein Konzept. Beobachter halten Klitschkos Einfluss für begrenzt. (whr/sda)

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