DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this March 8, 2014 file picture publicly provided by the Charite hospital in Berlin, former Ukrainian Prime Minister Yulia Tymoshenko, center,  poses with her doctors Professor Karl Max Einhaeupl, left, CEO of the Charite Hospital and doctors from left: Dr. Anett Reisshauer, Professor Nobert Haas, Professor Matthias Endres, and Professor Peter Vajkoczy in the Charite Hospital in Berlin, Germany. The Charite hospital said in a statement Wednesday, Mrch 19, 2014, the 53-year-old received two injections into her spinal column as part of treatment for three slipped discs she suffered while imprisoned. It says the injections have “drastically reduced” her pain and improved function in her right leg. She has also undergone “intensive” physiotherapy, which doctors are recommending she continues in Ukraine. (AP Photo/ho/Charite Universitaetsmedizin Berlin, File) MANDATORY CREDIT

Julia Timoschenko liess sich wegen ihres Rückenleidens in der Berliner Charité behandeln, Bild: AP/Charite

Ticker zur Krise in der Ukraine

Obama beleidigt Russland als Regionalmacht



Liveticker: Krise in der Ukraine 23.3.2014

Schicke uns deinen Input
19:46: Medwedew: Sanktionen wegen Krim werden nicht schmerzhaft
Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew erwartet keine grossen Auswirkungen durch westliche Sanktionen wegen der Eingliederung der Krim. Selbst wenn der Westen schärfere Strafmassnahmen verhängen sollte, würden Unternehmen, die in Russland arbeiten wollten, sich dadurch nicht abschrecken lassen.

Dies sagte Medwedew am Dienstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. «Alles wird gut», sagte er auf die Frage, wie die Zusammenarbeit mit ausländischen Öl- und Gasfirmen durch eine Ausweitung von Sanktionen beeinträchtigt werden könnte.

«Diejenigen, die mit uns auf einem Gebiet zusammenarbeiten wollen, sei es in der Wissenschaft, in der Produktion oder bei Investitionen in unserem Land, werden nicht woanders hingehen», sagte der Regierungschef. Wenn Firmen von Russland abrückten, bedeute das nur, dass sie nicht wirklich in erster Linie in Russland hätten aktiv werden wollen.
18:04: Obama: Russland ist nur eine Regionalmacht
US-Präsident Barack Obama schiesst gegen Russland: Er hat das Land als «Regionalmacht»bezeichnet. Russland bedrohe seine unmittelbaren Nachbarn, sagte er im niederländischen Den Haag beim Gipfel zur Atomsicherheit. Das Verhalten Moskaus resultiere jedoch "nicht aus Stärke, sondern aus Schwäche".

"Wir müssen sie aber in der Regel nicht überfallen, um eine starke kooperative Beziehung zu ihnen zu haben", fügte er hinzu. Mit dem "militärischen Vordringen" auf die Krim und der Abtrennung der Schwarzmeerhalbinsel von der Ukraine habe Moskau das Völkerrecht gebrochen. Dies zeige, dass Moskau inzwischen "weniger und nicht mehr Einfluss" habe.

Russland stelle keine höchste Bedrohung für die Sicherheit der USA dar, ergänzte der Präsident. Er mache sich mehr Sorgen darüber, dass in Manhattan eine Atombombe hochgehen könnte, sagte Obama. Der republikanische Ex-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hatte Russland als "Amerikas geopolitischen Feind Nummer eins" bezeichnet.

Washington sei besorgt, dass Russland weiter in die Ukraine vordringen könnte. "Es liegt an Russland, verantwortungsvoll zu handeln, und seinen Willen zu zeigen, die internationale Normen zu respektieren." Anderenfalls müsse Russland einen entsprechenden Preis zahlen, sagte Obama und drohte mit weiteren Sanktionen.(Spiegel Online)
U.S. President Barack Obama addresses during the closing news conference of the Nuclear Security Summit in The Hague March 25, 2014. Obama said on Tuesday that Russia's annexation of Crimea was not a "done deal" as it has not been recognized by the international community. REUTERS/Francois Lenoir (NETHERLANDS  - Tags: POLITICS)
Bild: FRANCOIS LENOIR/REUTERS
17:50: Europa könnte Gasboykott nur kurz durchhalten
Politiker und Ökonomen behaupten, Europa sei nicht allzu abhängig von russischem Gas. Das könnte sich schnell als Wunschdenken erweisen. Eine Marktanalyse zeigt: Manche EU-Länder würden einen Lieferstopp nur wenige Tage überstehen. Den kompletten Spiegel-Artikel lesen Sie hier
17:42: Obama: Krim-Anschluss an Russland keine ausgemachte Sache
Der Anschluss der Krim an die Russische Föderation ist für US-Präsident Barack Obama keine ausgemachte Sache. Die internationale Gemeinschaft habe diesen Schritt nicht anerkannt, sagte Obama am Dienstag in Den Haag, wo er am Atom-Gipfel teilnahm.

Die USA seien besorgt, dass Russland weiter in die Ukraine vordringen könnte. «Es liegt an Russland, verantwortungsvoll zu handeln, und seinen Willen zu zeigen, die internationale Normen zu respektieren.» Anderenfalls müsse Russland einen entsprechenden Preis zahlen, sagte Obama und drohte mit weiteren Sanktionen.

Es gebe keine einfache Lösung der Krise in der Ukraine, räumte der US-Präsident ein. Er ziehe die Diplomatie vor. Sollte es zu weiteren Strafmassnahmen gegen Russland kommen, wären sie nicht nur dort, sondern auch in anderen Ländern zu spüren.
15.25 Trotz Ukraine-Krise: Manifesta-Kunstbiennale kommt nach Petersburg
Trotz der Krise zwischen Russland und dem Westen soll die europäische Kunstbiennale Manifesta wie geplant in der russischen Stadt St. Petersburg veranstaltet werden. Die Ausstellung findet vom 28. Juni bis 31. Oktober statt.

In der Eremitage würden Werke von aktuellen Künstlern aus Russland, der Ukraine und dem Westen ausgestellt, teilten Chefkurator Kasper König, der frühere Direktor des Kölner Museums Ludwig, und Eremitage-Direktor Michail Piotrowski am Dienstag mit.

«Brücken und kulturelle Verbindungen zu erhalten, ist heute sehr wichtig, besonders weil die Lage nicht gerade förderlich ist», wurde Piotrowski in einer Medienmitteilung der Organisatoren zitiert. Die Manifesta angesichts der eskalierenden Krise um die Ukraine abzusagen, wäre ein «Zeichen der Resignation», sagte König. (sda/dpa)
14:38 Uhr Russland sagt vierte Anleiheauktion in Folge ab
Die Krim-Krise erschwert Russland die Kapitalaufnahme. Der Kreml hat am Dienstag die vierte Auktion von Staatsanleihen in Serie abgesagt. In einer auf der Internetseite veröffentlichten Mitteilung begründet das Finanzministerium die Entscheidung mit «unvorteilhaften Marktbedingungen». Investoren ziehen massiv Kapital aus Russland ab, das treibt die Zinsen in die Höhe. Russische Experten sagen jedoch, dass das Land derzeit nicht auf frische Mittel angewiesen sei. Dmitry Dudkin, der die Anleihenanalyse des Finanzunternehmens UralSib in Moskau leitet, erklärte, die Regierung könne bis zur Jahresmitte ohne Anleiheauktionen auskommen. (sda/dpa)
11:44 Uhr Ukrainischer Verteidigungsminister nach Krim-Annexion abgelöst
Nach der Übernahme der Krim durch Russland hat das ukrainische Parlament den Rücktritt von Verteidigungsminister Igor Tenjuch angenommen. Zum Nachfolger bestimmten die Abgeordneten am Dienstag Michailo Kowal. Das Parlament hatte das Rücktrittsgesuch Tenjuchs am Dienstag zunächst abgelehnt, in einer weiteren Abstimmung kam die notwendige Mehrheit aber zusammen.

228 Abgeordnete stimmten dabei für die Ablösung, der Nachfolger Kowal wurde mit 251 Stimmen ins Amt gehoben. Tenjuch hatte sein Amt wegen der Kritik an seinem Umgang mit der Krim-Krise zur Verfügung gestellt. Der bisherige Verteidigungsminister hatte am Montag den Rückzug aller ukrainischen Truppen von der Krim angeordnet, nachdem russische Soldaten faktisch die Kontrolle über die Halbinsel übernommen hatten. Kowal war zuvor auf der Krim stationiert und im März kurzzeitig von prorussischen Kräften gefangenen genommen worden. (sda/afp)
11:39 Uhr Menschenrechtler erheben Foltervorwürfe gegen Krim-Milizen
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat Foltervorwürfe gegen prorussische Milizen auf der Krim erhoben. Zwei ukrainische Aktivisten seien von moskautreuen Einheiten verschleppt und misshandelt worden, teilte HRW am Dienstag mit. «Seit Wochen dürfen irreguläre bewaffnete Einheiten auf der Halbinsel Amok laufen ohne offensichtliche legale Befugnis», sagte HRW-Experte Hugh Williamson der Mitteilung zufolge. Dies habe auf der von der Ukraine abtrünnigen Krim zu «Unsicherheit, mutwilligen Festnahmen, Verschleppungen sowie Folter» geführt.

HRW nannte die Fälle der proukranischen Aktivisten Andrej Schtschekun und Anatoli Kowalski, die nach eigenen Angaben am 9. März verschleppt und elf Tage lang festgehalten und verprügelt worden waren. Danach seien sie der ukrainischen Militärpolizei übergeben worden - die prorussischen Kräfte hätten ihnen aber zuvor Dokumente, Geld und Computer abgenommen. Ukrainische Medien berichteten, auch der Aktivist Juri Schewtschenko sei von Mitgliedern der moskautreuen Bürgerwehr gequält worden. Die Männer hätten einen Teil von Schewtschenkos rechtem Ohr abgeschnitten und ihm in die Beine geschossen, schrieb die Internetzeitung «Ukrainskaja Prawda».
8:25 Julia Timoschenko rastet aus
von PeterBlunschi
Ein Telefonmitschnitt bringt die ukrainische Präsidentschaftskandidatin Julia Timoschenko in Erklärungsnot. In dem Telefonat, welches auf YouTube veröffentlicht wurde, schimpfte sie in drastischer Sprache über Russlands Präsident Wladmir Putin: «Ich bin bereit, eine Maschinenpistole zu nehmen und diesem Bastard in den Kopf zu schiessen», sagte Timoschenko im Gespräch mit Nestor Schufrytsch, dem Ex-Vizesekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine.

Das Telefonat soll vor etwa einer Woche kurz nach der offiziellen Annektierung der Krim durch Russland stattgefunden haben. «Es ist Zeit, dass wir unsere Gewehre nehmen und diese verdammten Russen abknallen, gemeinsam mit ihrem Führer», wetterte Timoschenko. Auf die Frage Schufrytschs, was nun mit den «acht Millionen Russen, die in der Ukraine geblieben sind» zu tun sei, antwortete sie: «Man sollte sie mit Nuklearwaffen erledigen.» Timoschenko hat sich inzwischen auf Twitter für ihre Wortwahl entschuldigt.
3:21: Ukraine will in der UNO Krim-Anschluss für ungültig erklären lassen
Die Ukraine hat der UNO-Vollversammlung einen Resolutionsentwurf vorgelegt, der das Referendum über den Anschluss der Krim an Russland für ungültig erklärt. Die Abstimmung soll nicht die Basis für eine Statusänderung der Krim oder der Stadt Sewastopol bilden dürfen.

Selbst wenn die Erklärung von der Vollversammlung angenommen wird, ist sie nicht bindend und hat somit kaum praktische Auswirkungen. Sie würde jedoch ein deutliches politisches Signal dafür sein, dass die russische Politik nur wenig Rückhalt in der Staatengemeinschaft hat, erklärten westliche Diplomaten.
1:07: US-Kongress stimmt Hilfen für Ukraine zu
Der US-Senat hat mit den Stimmen der Demokraten eine Milliarde Dollar Hilfen für die finanziell angeschlagene Ukraine gebilligt. 78 Senatoren stimmten dem Kredit am Montag zu, 17 votierten dagegen.

Im republikanisch beherrschten Repräsentantenhaus dürfte es aber Widerstand geben, da der Senat mit dem Entwurf zugleich Zustimmung zu Reformen des Internationalen Währungsfonds (IWF) verbindet, die insgesamt mehr Hilfen für Dritte-Welt-Staaten vorsehen.
21:45: Beunruhigende Töne aus Russland

20:55: Lawrow unbeeindruckt
Russlands Aussenminister Sergej Lawrow zeigte sich unbeeindruckt. Wenn die Partner die G8 nicht mehr wollten, werde man gerne in der grösseren G20 - der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer - oder in anderen Gremien weiterreden. Man könne ja mal ein paar Jahre sehen, wie der Westen ohne Russland funktioniere.
20:24: Definitiv kein G8-Gipfel im Juni in Sotschi
Der G8-Gipfel in Sotschi im Juni findet definitiv nicht statt. Stattdessen werden sich die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen (G7) im Juni ohne Russland in Brüssel treffen. Dies beschloss die Runde am Montagabend in Den Haag.
18:04: "Wir wollen alle Kommunikationskanäle offen halten"
Die Ukraine-Krise hat die Gespräche am Atom-Gipfel in Den Haag dominiert. «Wir haben zu 95 Prozent über die Ukraine gesprochen», sagte Bundespräsident Didier Burkhalter am Montag vor den Medien.

Er habe mit vielen Vertretern der OSZE sprechen können und habe viele positiven Reaktionen erhalten, sagte der Bundespräsident, der für die Vertreter auch Ansprechpartner für die OSZE war. Denn zurzeit hat die Schweiz den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) inne.

Schwierig sei gewesen, sich auf ein Mandat für die OSZE-Beobachtermission zu einigen. «Nun besteht Konsens» und es herrsche vor allem Erleichterung, sagte er.
ZUM INTERVIEW VON BUNDESRAT DIDIER BURKHALTER UEBER DAS SCHWEIZER OSZE ENGAGEMENT DER SCHWEIZ MIT DER SONNTAGSZEITUNG VOM 23. MAERZ 2014 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Swiss President Didier Burkhalter speaks to the media, after having addressed at the Human Rights Council, during a press conference at the Geneva Press Club, in Geneva, Switzerland, Monday, March 3, 2014. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
Bild: KEYSTONE
17:52: Russische Truppen stürmen ukrainisches Marineschiff
Russische Truppen haben am Dienstag ein ukrainisches Marineschiff auf dem Donuslaw-See im Nordwesten der Halbinsel Krim angegriffen. Wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, waren Schüsse zu hören, als sich ein russisches Schiff der «Kostjantyn Olschanskiy» näherte. Ausserdem stieg eine Rauchwolke auf.

Der ukrainische Militärsprecher auf der Krim, Wladislaw Selesnew, sagte, die Besatzung des Landungschiffes habe Rauchgranaten abgefeuert, um sich zu verteidigen. Seinen Angaben zufolge gingen die Angreifer trotzdem an Bord, die Besatzung schloss sich im Inneren des Schiffes ein. Die «Kostjantyn Olschanskiy» war eines der letzten ukrainischen Kriegsschiffe auf der Krim, die noch nicht unter russischer Kontrolle waren.
17:32: Budapester Memorandum garantierte Integrität der Ukraine
Im Budapester Memorandum haben die USA, Grossbritannien und Russland die Unabhängigkeit und politische Integrität der Ukraine garantiert - im Gegenzug für Kiews Beitritt zum Atomwaffensperrvertrag. Das Dokument wurde am 5. Dezember 1994 am Rande des KSZE-Gipfels in der ungarischen Hauptstadt unterzeichnet.

Die Regierung in Kiew erhoffte sich von den Sicherheitsgarantien der Atommächte, die auch Weissrussland und Kasachstan erhielten, einen besseren Schutz vor möglichen Gebietsansprüchen.

Schon damals waren in Russland immer wieder Rufe laut geworden, die Ukraine solle die 1954 erhaltene Krim zurückgeben. Die Ukraine habe mit all ihren Nachbarn Freundschaftsverträge geschlossen, sagte deren damaliger Aussenminister Gennadij Udowenko. Aber in all diesen Ländern gebe es verantwortungslose Politiker, die Gebietsansprüche stellen. Das Memorandum werde sie zurückhalten.
17:08: 50 Prozent der ukrainischen Krim-Soldaten übergelaufen
Auf der Krim ist nach ukrainischen Angaben etwa die Hälfte der Soldaten zu den russischen Truppen übergelaufen. Nach russischen Angaben waren zu Beginn des Konflikts gut 18'000 ukrainische Soldaten auf der Halbinsel.

Weiterhin befänden sich aber ukrainische Kräfte innerhalb des «besetzten Territoriums», sagte der stellvertretende Oberkommandierende Alexander Rosmasin am Montag in Kiew.
17:04: US-Sanktionen wegen Krim-Krise treffen russische Banken
Die US-Sanktionen im Gefolge der Krim-Krise beeinträchtigen zunehmend die Geschäfte russischer Banken. Bei der SMP-Bank wurden bereits Einlagen von umgerechnet rund 220 Millionen Franken abgezogen, wie das Institut am Montag mitteilte.

Eigentümer des Geldhauses stehen auf der Liste der amerikanischen Strafmassnahmen. Die Gelder seien sowohl von Privatpersonen als auch von Organisationen zurückverlangt worden.

Auch die Bank Rossija, gegen die die USA Sanktionen verhängt haben, warnte ihre Kunden vor negativen Auswirkungen. Diese sollten vorerst keine Zahlungen mehr in Fremdwährungen auf Konten bei dem Institut vornehmen. Überweisungen in Rubel seien dagegen unproblematisch, erklärte das 17.-grösste Geldhaus des Landes.
16:26: Früher war alles besser
Früher wäre die Krise in der Ukraine nicht passiert, meint dieser Twitter User:


16:18: Sanktionen gegen Kanada
Nach Angaben der Nachrichtenagenturen Reuters und AP hat die russische Regierung Sanktionen gegen 13 Personen aus Kanada verhängt. Sie dürften als Konsequenz aus entsprechenden Massnahmen Kanadas fürs Erste nicht mehr nach Russland einreisen, heisst es.
Die Liste der kanadischen Personen enthält Mitarbeiter von Regierungschef Stephen Harper, mehrere Abgeordnete und den Chef des ukrainisch-kanadischen Kongresses, Paul Grod, teilte das russische Aussenministerium demnach mit. (spiegel online)
13:47 Uhr Russischer Verteidigungsminister besucht Krim
Nach dem international kritisierten Anschluss der Krim hat der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu als erstes Moskauer Regierungsmitglied die Halbinsel besucht. Er machte sich am Montag ein Bild von den militärischen Einrichtungen vor Ort. Der Minister habe mehrere Militäreinrichtungen inspiziert, meldete die Agentur Interfax am Montag. Demonstrativ ernannte Schoigu den übergelaufenen ukrainischen Marinechef Denis Beresowski zum Vizekommandanten der russischen Schwarzmeerflotte. Schoigu ordnete zudem an, alle Waffen und sonstige Militärgüter in den ehemals ukrainischen Stützpunkten zu sichern. Mit der moskautreuen Führung der Krim besprach er den Ausbau der Infrastruktur der Flotte.
11:06 Uhr Auch die Familien der Soldaten werden in Sicherheit gebracht
Ausserdem habe das Gremium beschlossen, die Angehörigen der Soldaten in Sicherheit zu bringen. Dies gelte für «alle, die heute unter Druck ihre Häuser verlassen müssen», sagte Turtschinow laut örtlichen Medien.
10:30 Uhr Ukraine ordnet Rückzug von der Krim an
Nach der russischen Annexion der Krim zieht die Ukraine ihr Militär komplett von der Schwarzmeer-Halbinsel ab. Die Truppen würden ins Kernland verlegt, sagte der ukrainische Übergangs-Präsident Alexander Turtschinow am Montag nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Kiew. Ausserdem habe das Gremium beschlossen, die Angehörigen der Soldaten in Sicherheit zu bringen. Dies gelte für «alle, die heute unter Druck ihre Häuser verlassen müssen», sagte Turtschinow laut örtlichen Medien.

Nach dem international nicht anerkannten Anschluss der Krim hatte Russland die Ukrainer zum Abzug von der Krim aufgefordert. Zudem versuchten Bewaffnete, das Minensuchschiff «Tscherkassy» in ihre Gewalt zu bekommen", wie Selesnjow berichtete. Bereits in den vergangenen Tagen hatten russische Truppen Dutzende ukrainische Schiffe, darunter das einzige U-Boot, aufgebracht sowie zahlreiche Militäreinrichtungen auf der Krim übernommen. (sda/dpa/afp/reu)
5:38 Russland besetzt ukrainische Marine-Basis auf der Krim
Russische Soldaten haben am Montag auf der Krim nach Angaben des ukrainischen Militärs den Marine-Stützpunkt in Feodosia besetzt. Die Russen sollen Helikopter eingesetzt und Schüsse abgefeuert haben.

Die ukrainischen Soldaten seien dabei unbewaffnet gewesen, sagte Leutnant Anatoli Mosgowoi der Nachrichtenagentur Reuters. Die Marinebasis in Feodosia war eine der letzten Stützpunkte auf der Krim in der Hand des ukrainischen Militärs. (sda/reu)
23:49 Stromausfall in mehreren Teilen der Krim
In mehreren Regionen der Krim ist am Sonntagabend der Strom ausgefallen. Bewohner der Bezirke Feodosija und Dshankoj berichteten von Stromausfällen, in der Hauptstadt Simferopol blieb die zentral gelegene Karl-Marx-Strasse sowie eines der grossen Hotels im Dunkeln. Der pro-russische Regierungschef Serkej Aksjonow bestätigte über Twitter Probleme mit der Stromversorgung in Teilen von Simferopol, Jalta, Kertsch und Feodosija. Die Gründe dafür kenne er aber nicht.

Für die Strom- und Wasserversorgung der Halbinsel ist die Ukraine zuständig. Nach einem Referendum über eine Abspaltung hat jedoch Russland die Krim inzwischen in sein Staatsgebiet aufgenommen. Aksjonow hatte am Sonntag den Bau von Kraftwerken angekündigt, um die Krim unabhängig von der ukrainischen Stromversorgung zu machen. (sda/afp)
22:39 Wolfgang Schäuble warnt Russland
Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat Wirtschaftssanktionen der EU angekündigt, sollte die Situation in der Ukraine eskalieren. Europa sei in seiner Bereitschaft vereint, Russland in diesem Fall mit wirtschaftlichen Zwangsmassnahmen zu begegnen, sagte Schäuble im Interview mit dem ZDF. «Russland hat mittelfristig sehr viel mehr zu verlieren als der Westen, als Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika», sagte der Finanzminister. «Wir wollen keine Konfrontation.» Aber Moskau müsse sich an die Regeln halten: «Wenn Russland einseitig die Dinge verändert, dann muss es wissen, dass wir das nicht akzeptieren und dass dann auch die Beziehungen schlecht sein werden», sagte Schäuble.
21:42 Russland übernimmt vor G-7-Treffen militärische Kontrolle auf Krim
Vor dem Krisentreffen der G7-Staaten zur Lage in der Ukraine hat Russland am Wochenende weitestgehend die militärische Kontrolle über die Krim übernommen. Nun wachsen Befürchtungen, russische Truppen könnten in weiteren Gebieten einmarschieren. Auf der Krim rückten russische Soldaten am Wochenende in weitere ukrainische Militäreinrichtungen ein. Als eine der letzten Stützpunkte übernahmen sie die Luftwaffenbasis Belbek bei Sewastopol, wo die russische Schwarzmeer-Flotte stationiert ist, und den Marinestützpunkt Nowofedorowka im Nordwesten der Halbinsel, die 60 Jahre lang ukrainisches Staatsgebiet war. In Belbek gaben sie Schüsse ab und setzten Blendgranaten ein.

Das russische Militär hatte bereits zu Beginn der Krim-Krise die Landebahn und die Kampfflugzeuge in Belbek unter ihre Kontrolle gebracht. Am Samstag übernahmen sie auch das Waffendepot, die Kasernen und eine Leitstelle. Über 189 ukrainischen Militärstützpunkten wehe nun die russische Fahne, teilte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag mit. Im Hafen von Sewastopol wurde auch eines der letzten ukrainischen Marineschiffe erobert. Die Kapitäne der ukrainischen Kriegsschiffe hatten Schiessbefehl. Dieser sei aber nicht befolgt worden, sagte Verteidigungsminister Igor Tenjuch.
20:06 Putin und Merkel bleiben im Gespräch
Der russische Präsident Wladimir Putin und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel haben sich für weitere Kontakte im Ukraine-Konflikt ausgesprochen. Sie hätten sich bei dem Telefonat auf Merkels Initiative zufrieden gezeigt, dass die OSZE ihre Beobachtermission in der Ukraine begonnen habe. In dem Gespräch sei es zudem um die Situation nach der Eingliederung der Schwarzmeerhalbinsel Krim in russisches Staatsgebiet gegangen, hiess es in der Erklärung der russischen Präsidentschaft weiter.
19:29 Ukraine sieht steigende Kriegsgefahr
Der ukrainische Aussenminister Andrej Deschtschyzja, warnt vor einer wachsenden Gefahr eines Krieges mit Russland. Die Lage sei explosiver als noch vor einer Woche, das Risiko eines Krieges steige an und keiner wisse, was Russlands Präsident Wladimir Putin im Sinn habe, sagte Deschtschyzja dem US-Sender ABC. Auch der Chef des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrats sagte am Sonntag, die russischen Truppen an der Ostgrenze seien eine akute Bedrohung, die Soldaten seien «jederzeit zu einem Angriff bereit».
15:40 Aufmarsch russischer Truppen an ukrainischer Grenze
Die Nato beobachtet den russischen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine mit grosser Sorge. Die Streitkräfte seien so zahlreich und einsatzbereit, dass sie auch eine Bedrohung für die Republik Moldavien darstellen könnten, sagte Nato-Oberkommandeur Philip Breedlove am Sonntag in Brüssel.

Das russische Militär könne bis in die moldavische Separatistenregion Transnistrien vorstossen, wenn Moskau den Befehl dazu gebe. Dies sei sehr besorgniserregend. Moldaviens Ostregion Transnistrien hatte sich bereits kurz nach der Unabhängigkeit des Landes 1991 losgesagt. In diesem Teil der Ex-Sowjetrepublik leben viele ethnische Russen. Auch russische Soldaten sind dort noch stationiert.



Weiterlesen auf Spiegel Online
14:37 Tausende bei prorussischer Kundgebung in Donezk
In Donezk im Osten der Ukraine fordern tausende Menschen ein Referendum über den Anschluss an Russland. Auf dem Lenin-Platz skandierten sie am Sonntag «Russland, Russland!» und verlangten, die Europäische Union und USA sollten sich aus der Ukraine heraushalten.

Weil der neuen Regierung in Kiew auch Rechtsradikale angehören, sprachen die Demonstranten davon, dass dort Faschisten die Macht übernommen hätten. «Wir Donezker werden um Schutz der Russen bitten!», rief ein uniformierter Offizier des Katastrophenschutzes am Mikrofon.
A pro-Russian activist waves a Russian flag during a protest in central Donetsk March 22, 2014. Several thousands of pro-Russian protesters marched from Lenin square to the regional administration building calling for the return of the pro-Moscow President Yanukovich. REUTERS/Yannis Behrakis (UKRAINE - Tags: CIVIL UNREST POLITICS)
Bild: YANNIS BEHRAKIS/REUTERS
13:39: Angst vor Sanktionen
Die Deutsche Wirtschaft fürchtet die Folgen härterer Sanktionen gegen Russland. Doch die Sorge ist übertrieben. Die heimische Konjunktur läuft so gut, dass sie kleine Rückschläge verkraftet. Die neue Ost-West-Konfrontation könnte sich sogar positiv auswirken. Mehr dazu hier
11:02: Botschafter werden abgezogen
Der ukrainische Botschafter in der Schweiz, Ihor Dir, wurde am Samstag von der neuen Regierung in Kiew abgesetzt.
Bild: switzerland.mfa.gov.ua

Neben Dir verlor auch der ukrainische Botschafter in Saudi-Arabien sein Amt. Bereits am Donnerstag waren sechs weitere Vertreter der Ukraine im Ausland abgesetzt worden.
10:17: Am Montag rollt der Rubel
An diesem Montag soll auf der Krim neben der ukrainischen Währung Griwna offiziell der Rubel als Zahlungsmittel eingeführt werden. Medien am Sitz der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol berichteten, dass auf dem ukrainischen Kriegsschiff «Slawutitsch» bereits die neue Staatsflagge gehisst worden sei.
10:15: Putin verordnet Krim neue Verwaltung nach russischem Recht
Kremlchef Wladimir Putin hat für die Krim die Einführung neuer Verwaltungsstrukturen bis zum 29. März angeordnet. Die Polizei und der Zivilschutz, aber auch der Inlandsgeheimdienst FSB und andere Staatsorgane müssen nach russischem Recht errichtet werden.

Das geht aus einer am Sonntag vom Kreml veröffentlichten Anordnung hervor. Putin hatte den Vertrag über die Aufnahme der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel in die Russische Föderation am Freitag besiegelt.
In der Nacht: Letzte Ukraine-Stützpunkte auf der Krim fallen in russische Hand
Auf der Krim nehmen russische Soldaten letzte Stützpunkte ein, die noch in ukrainischer Hand waren. So rückten sie im Luftwaffenstützpunkt Belbek ein. Mit gepanzerten Fahrzeugen und automatischen Waffen im Anschlag betraten sie die Basis bei Sewastopol, wo die russische Schwarzmeer-Flotte stationiert ist. Belbek war eine der letzten Militäreinrichtungen auf der Krim, die sich noch unter ukrainischer Kontrolle befanden.
A Russian machine gunner controls the gate of the Belbek airbase, outside Sevastopol, Crimea, on Saturday, March 22, 2014. Russian forces used at least four armored vehicles to break into an air base here, seizing control of one of the last Ukrainian military outposts in Crimea. After an hours-long tense standoff between Russian and Ukrainian forces, gunfire and explosions could be heard as the vehicles broke down the gate at the air base located just outside Sevastopol.  (AP Photo/Andrew Lubimov)
Bild: AP
Bild: AP/ANDREW LUBIMOV

Prorussische Milizen haben auch eines der letzten ukrainischen Marineschiffe auf der Krim gestürmt. «Informanten in Simferopol geben an, dass Milizionäre und russische Spezialkräfte die Slawutitsch unter ihre Kontrolle gebracht haben», schrieb ein Sprecher des Kiewer Verteidigungsministeriums auf seiner Facebook-Seite. Das Schiff war tagelang blockiert gewesen.

«Russland, hilf uns!»

In der ostukrainischen Stadt Donezk, wo der deutsche Aussenminister Steinmeier weilte, wurden erneut Rufe nach einer Abstimmung laut. «Russland, hilf uns!» und «Referendum!» riefen die Demonstranten und schwenkten russische Flaggen.

Auf Schildern war zu lesen: «Janukowitsch, komm wieder!» Der pro-russische Staatschef war im Februar abgesetzt worden und nach Russland geflohen. In Donezk leben wie auf der Krim viele russischstämmige Bürger.

epa04136213 Pro-Russian protesters hold posters with portraits of Viktor Yanukovych and slogans 'Yanukovych is our President' in Donetsk, Ukraine, 22 March 2014. More than one thousand people gathered in the city's center calling former President Yanukovych to return to Ukraine and to hold a referendum on the status of the Donetsk region similar to the recently held referendum in Crimea.  EPA/PHOTOMIG

Bild: EPA

OSZE entsendet erste Beobachter in die Ukraine

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) entsandte am Samstag ein erstes Voraus-Team mit 40 Experten in die Ukraine. Moskau hatte am Freitagabend seinen Widerstand gegen die Mission aufgegeben. Auf die Krim dürfen die Beobachter jedoch vorerst nicht. 

Anfangs sollen der Mission rund 100 Beobachter angehören, insgesamt können bis zu 500 Experten entsandt werden. Die Beobachter sollen Informationen über die Sicherheitslage und den Schutz von Minderheiten in der Ukraine sammeln. 

Russen übernehmen einziges ukrainisches U-Boot 

Die russische Marine hat auf der Krim das einzige ukrainische U-Boot in ihren Besitz gebracht. Die «Saporoschje» sei offiziell in die Schwarzmeerflotte aufgenommen worden, sagte der Kommandant der russischen U-Boot-Kräfte, Anatoli Warotschkin, am Samstag. Etwa die Hälfte der 78-Mann-Besatzung wolle in der russischen Marine dienen. Die übrigen Soldaten hätten das U-Boot verlassen, sagte der Offizier zur Staatsagentur Ria Nowosti. 

Der ukrainische 5. Kanal hatte zuvor berichtet, russische Schiffe hätten die «Saporoschje» in der Strelezki-Bucht bei Sewastopol umzingelt und mit dem Abwurf von Blendgranaten zur Aufgabe gezwungen. Bereits am Donnerstag hatten russische Marinekräfte drei ukrainische Korvetten auf der Krim besetzt.

Ban Ki Moon zeigt sich mit Kiew solidarisch

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich in der Krim-Krise mit der Ukraine solidarisch gezeigt. «Das ukrainische Volk durchlebt derzeit ein Trauma, das kein Land durchmachen sollte», sagte Ban bei einem Treffen mit Regierungschef Arsenij Jazenjuk am Samstag in Kiew. 

«Ich bin sicher, dass Sie mit der Hilfe der internationalen Gemeinschaft sowie unter Ihrer Führung und dank des Mutes des Volkes diese schwierigen Zeiten überwinden können», sagte Ban der Agentur Unian zufolge. Der UNO-Generalsekretär lobte die Unterzeichnung des Abkommens zur politischen Zusammenarbeit mit der EU. Dies sei ein Zeichen einer unabhängigen Entscheidung der Ukraine.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Neuer Bericht zeigt: So steht es um das Gesundheitspersonal

Der neue Bericht zur Situation des Gesundheitspersonals hat in der gegenwärtigen Pandemie besonders Gewicht. Er zeigt nun: Es braucht mehr Nachwuchs. Doch der Berufsverband bemängelt den Bericht.

Die Pandemie hat verdeutlicht: Das Gesundheitspersonal ist systemrelevant. Und es ist unzufrieden: Die Arbeitsbedingungen vertreiben das Personal aus dem Job. Der nationale Versorgungsbericht über die Situation des Schweizer Gesundheitspersonals, der bisher zweimal erschien, ist deshalb wichtiger denn je. Am Montag wurde er in Bern vorgestellt.

Der Bericht kommt zum Schluss: Die Gesundheitsbranche sei auf dem richtigen Weg. Trotzdem bestehe Handlungsbedarf. «Zwischen Angebot und Bedarf an …

Artikel lesen
Link zum Artikel