Gesellschaft & Politik
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Explosions occur on the outskirts of Lugansk during shelling on August 26, 2014. Russia's President Vladimir Putin and Ukraine's Petro Poroshenko on Tuesday began a bilateral meeting in Minsk to discuss the conflict raging in eastern Ukraine, officials said.AFP PHOTO/ OLEKSANDR RATUSHNIAK

Die Stadt Lugansk ist seit längerer Zeit umkämpft Bild: AFP

Russen in der Ukraine

Ukraine meldet Kämpfe mit russischem Panzerbataillon am Flughafen Lugansk

Kiew wirft Russland erneut vor, militärisch direkt in der Ostukraine aktiv zu sein. Es gebe Kämpfe gegen ein russisches Panzerbataillon. Gleichzeitig geht in Minsk die Suche nach einer Lösung des Konflikts weiter. 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Die ukrainische Armee beschuldigt Russland ein weiteres Mal, sich direkt in die Kämpfe in der Ostukraine einzumischen. Angaben aus Kiew zufolge gab es Gefechte mit einem russischen Panzerbataillon am Flughafen der umkämpften ostukrainischen Stadt Luhansk. Ukrainische Fallschirmjäger seien im Einsatz, um den Flughafen gegen die russischen Panzer zu verteidigen, teilte der ukrainische Militärsprecher Leonid Matjuchin am Montag auf seiner Facebookseite mit.

Präsident Petro Poroschenko sprach von einer "direkten und offenen Aggression", die gegen sein Land begonnen habe. Dies zeigten die Ereignisse der vergangenen Tage. 

Im weissrussischen Minsk kommen am Montag erneut die Mitglieder der Ukraine-Kontaktgruppe zusammen. Knapp zwei Wochen nach dem letzten Gespräch der Vertreter Moskaus und Kiews und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) soll dieses Mal auch ein Angehöriger der Führung der Separatisten zu den Verhandlungen stossen. 

Pro-Russian separatists stand in front of destroyed trains at a railway station in the eastern Ukrainian town of Ilovaysk August 31, 2014. Russian President Vladimir Putin called on Sunday for immediate talks on

Russische Separatisten in der Ostukraine Bild: MAXIM SHEMETOV/REUTERS

Der ukrainische Präsident Poroschenko erhoffte sich von den Unterredungen in Minsk konkrete Ergebnisse, sowohl in Bezug auf eine OSZE-Beobachtermission in der Ostukraine als auch auf eine Feuerpause. Kreml-Chef Wladimir Putin sah das Treffen als Möglichkeit, "diese Tragödie so schnell wie möglich zu beenden", wie die Agentur Ria Nowosti meldete. 

Putin forderte die ukrainische Regierung am Sonntag auf, mit den Separatisten Gespräche über den staatlichen Status der umkämpften Ostukraine zu beginnen. Was genau Putin meinte, blieb zunächst unklar. Für Kiew und den Westen stehen die Grenzen der Ukraine nicht zur Diskussion. 

Schüsse auf ukrainisches Kriegsschiff 

Putin sagte im russischen Staatsfernsehen, Ziel der Gespräche müsse es sein, die Interessen der Menschen in der Ostukraine zu sichern. "Es müssen umgehend substanzielle inhaltliche Verhandlungen anfangen - nicht zu technischen Fragen, sondern zu Fragen der politischen Organisation der Gesellschaft und der Staatlichkeit im Südosten der Ukraine", sagte er. Putin hatte das Gebiet wiederholt als Noworossija (Neurussland) bezeichnet, ohne allerdings - wie von den Separatisten dort geplant - eine Staatsgründung unter diesem historischen Namen zu fordern. 

epa04377724 Ukrainian people enjoy good weather on the beach of Mariupol, Donetsk region, Ukraine, 31 August 2014. Russian President Vladimir Putin on 31 August 2014 called for talks between the Ukrainian government and pro-Russian separatists fighting in the east of the country, including on the issue of statehood.  EPA/ALEXANDER ERMOCHENKO

Bild: ALEXANDER ERMOCHENKO/EPA/KEYSTONE

Am Sonntag hatten prorussische Kämpfer ein ukrainisches Kriegsschiff auf dem Asowschen Meer beschossen. Der Angriff erfolgte von Land aus mit Artilleriegranaten. Nach Angaben eines ukrainischen Militärsprechers handelt es sich bei dem Schiff um einen Marinekutter, eine Rettungsmission sei unterwegs. Über mögliche Opfer machte er keine Angaben.  (ler/dpa/Reuters)



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