Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Lenin Statue Kiew

Schon am 8. Dezember musste die Statue in Kiew dran glauben: Demonstranten holten den überlebensgrossen Lenin vom Podest.  Bild: Reuters/Levin

Goodbye Lenin

Lenin wird massenweise vom Sockel geholt

Wenn das der Begründer der Sowjetunion wüsste: Einst zierte sein Standbild jede Stadt von Königsberg bis Wladiwostok. Was in der Ukraine davon übrig war, wird jetzt endgültig gestürzt. 

Wenn Standbilder von Machthabern vom Sockel geholt werden, markiert das fast immer das Ende einer Ära. Das ist auch in der Ukraine so – obwohl der Machthaber, dessen Statuen nun gestürzt werden, schon seit neunzig Jahren in einem Mausoleum an der Kremlmauer liegt. 

Die Ära, die in der Ukraine endet, ist jene der prorussischen Herrschaft von Präsident Viktor Janukowitsch. Sein Sturz wird begleitet vom Sturz der Lenin-Statuen im ganzen Land: Seit Beginn der Massenproteste Ende November sollen es laut ukrainischen Medienberichten mindestens 40 Standbilder gewesen sein, die gekippt oder beschädigt worden sind. 

Wladimir Iljitsch Uljanow (genannt Lenin)

war ein russischer Revolutionär und Begründer der Sowjetunion. Er wurde 1870 in eine wohlhabende Familie geboren. Als junger Revolutionär wurde er verhaftet und nach Sibirien verbannt; später ging er ins Exil in die Schweiz. Seit 1903 führte er den radikalen Flügel der russischen Sozialdemokratie – die Bolschewiken – an. Nach dem Sturz des Zaren in der Februarrevolution kehrte er nach Russland zurück und übernahm in der Oktoberrevolution 1917 die Macht. 1922 gründete er die Sowjetunion. Er starb 1924. 

Zweigeteiltes Land

Noch weit mehr gestürzte Lenin-Standbilder finden sich auf einer Karte der Ukraine, die vom Twitter-Account @euromaidan gepostet wurde. Auch hier zeigt sich die auffällige Zweiteilung des Landes: Im russischsprachigen Osten und im Süden sind viel weniger Vorfälle verzeichnet. Dass auch im äussersten Westen nur wenig eingezeichnet ist, dürfte daran liegen, dass die Lenin-Statuen dort schon längst entfernt wurden. 

Eine interaktive Karte zeigt allein zehn gestürzte Standbilder in der Umgebung von Schitomir in der nordwestlichen Ukraine: zhitomir.info

Sturz der Lenin-Statuen in der Ukraine.  Video: Youtube/AssociatedPress

Die Standbilder des sowjetischen Revolutionsführers gelten in den eher nach Europa orientierten Gebieten der Ukraine als unerwünschte Symbole der russischen Herrschaft über das Land.  (dhr)

Lenin Standbild Kiew

Fusstritt für Lenin: Die gestürzte Statue in der Hauptstadt Kiew.  Bild: Reuters/Nenov



Das könnte dich auch interessieren:

Alle gegen Trump: Demokraten treten an zum ersten TV-Duell

Link zum Artikel

Wer in Europa am meisten Dreckstrom produziert – und wie die Schweiz dasteht

Link zum Artikel

25 Bilder von Sportstars, die Ferien machen

Link zum Artikel

Mit diesen 10 Apps pimpst du dein Smartphone zum Büro für unterwegs

Link zum Artikel

Holland ist aus dem Häuschen, weil diesem Schwimmer gerade Historisches gelang

Link zum Artikel

Schneider-Ammanns Topbeamter gab vertrauliche Infos an Privatindustrie weiter

Link zum Artikel

Weshalb die Ära Erdogan jetzt schneller vorübergehen könnte, als du denkst

Link zum Artikel

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

Christian Wasserfallen nicht mehr FDP-Vize – wegen der Klimafrage?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Venezuela öffnet Grenze zu Kolumbien wieder

Nach fast vier Monaten öffnet Venezuela die Grenze zu Kolumbien teilweise wieder. «In Ausübung unserer Souveränität habe ich die Öffnung der Grenzübergänge im Bundesstaat Táchira nach Kolumbien ab Samstag angeordnet», schrieb Präsident Nicolás Maduro am Freitag auf Twitter. «Wir sind ein Volk des Friedens, das seine Unabhängigkeit und Selbstbestimmung entschlossen verteidigt.»

Im Streit um humanitäre Hilfe für das krisengebeutelte Land hatte Maduro im Februar die Grenzen zu den Nachbarländern …

Artikel lesen
Link zum Artikel