Gesellschaft & Politik
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Members of a group of international experts inspect wreckage at the site where the downed Malaysia Airlines flight MH17 crashed, near the village of Hrabove (Grabovo) in Donetsk region, eastern Ukraine August 1, 2014. International experts started recovery work at the wreckage site of a downed Malaysian airliner in east Ukraine on Friday despite clashes nearby between government forces and pro-Russian rebels. REUTERS/Sergei Karpukhin (UKRAINE - Tags: TRANSPORT DISASTER)

MH17 wurde laut BND mit einer Rakete vom Himmel geholt. Bild: SERGEI KARPUKHIN/REUTERS

Ostukraine

BND macht Separatisten für MH17-Absturz verantwortlich

Wer steckt hinter dem Abschuss von MH17 mit 298 Toten in der Ostukraine? Der deutsche Bundesnachrichtendienst legt sich laut «Spiegel» fest: Verantwortlich sind prorussische Rebellen. Diese feuerten demnach mit einer Luftabwehrrakete auf den Jet.

19.10.14, 11:34 19.10.14, 11:55

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Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) kommt in einer detaillierten Analyse zu dem Schluss, dass prorussische Rebellen für den Absturz der malaysischen Passagiermaschine, Flug MH17, in der Ostukraine verantwortlich seien.

In einem Vortrag vor den Mitgliedern des Parlamentarischen Kontrollgremiums präsentierte BND-Präsident Gerhard Schindler am 8. Oktober umfangreiche Belege, darunter eine Auswertung von Satellitenaufnahmen und verschiedenen Fotos. Demnach erbeuteten prorussische Separatisten ein russisches Buk-Luftabwehrraketensystem von einem ukrainischen Stützpunkt und feuerten damit am 17. Juli eine Rakete ab, die direkt neben der malaysischen Maschine mit 298 Menschen an Bord explodierte.

Bereits unmittelbar nach dem Unglück hatten Indizien auf einen Abschuss durch prorussische Milizen hingedeutet. Seitdem beschuldigen die russische und die ukrainische Regierung sich gegenseitig, für den Absturz verantwortlich zu sein. Eine niederländische Untersuchungskommission vermied nach Auswertung des Flugschreibers Schuldzuweisungen.

Der BND kam zu eindeutigen Ergebnissen: Ukrainische Aufnahmen seien gefälscht, sagte Schindler, das lasse sich anhand von Details erkennen. Auch russische Darstellungen, wonach die Rakete von ukrainischen Soldaten abgefeuert wurde und ein ukrainischer Jagdbomber in der Nähe der Passagiermaschine geflogen sei, seien falsch.

Schindler: «Es waren prorussische Separatisten.» Vier Deutsche starben in der Maschine. Wie ein Sprecher bestätigte, hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe Ermittlungen gegen unbekannt eingeleitet, da es sich bei dem Absturz um ein Kriegsverbrechen handeln könnte.

Die Meldung lesen Sie auch hier im neuen Spiegel



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Brikne, 20.7.2017
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