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Representatives from the OSCE (Organization for Security and Co-operation in Europe) delegation arrive, centre, as Pro-Russia fighters provide security, at the crash site of a Malaysia Airlines passenger jet near the village of Hrabove, eastern Ukraine, Friday, July 18, 2014.  Representatives from OSCE and four Ukrainian experts have traveled into rebel-controlled areas to begin an investigation into the downing of the Malaysia Airlines plane on Wednesday and the deaths of all its passengers and crew.  (AP Photo/Dmitry Lovetsky)

OSZE-Mitarbeiter klagen über Behinderungen durch Separatisten. Bild: Dmitry Lovetsky/AP/KEYSTONE

Ukraine

OSZE-Mitarbeiter werden an der Arbeit behindert – USA beschuldigt Separatisten 



Liveticker: Nach dem Absturz der #MH17

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23:36
Das war der Liveticker
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Zur Lektüre empfehlen wir Ihnen:
Verschwörungstheorien statt Antworten
Greift Obama zum «Big Stick»?
«Und, wie sieht es bei euch aus?» – «Kurz gefasst, es ist eindeutig ein Zivilflugzeug»
23:28
Die wichtigsten Fakten im Überblick
Der Absturz von Passagierflug der Malaysia Airlines MH17 erschüttert die Welt: 298 Menschen waren an Bord, niemand überlebte. Aber wer ist für das Unglück verantwortlich? Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:

– An Bord der Maschine waren Passagiere aus mindestens zehn Staaten – darunter mehr als 180 Niederländer und vier Deutsche.
– Die Boeing 777 ist im Osten der Ukraine abgestürzt, etwa 50 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
– Die Trümmerteile der Maschine wurden in einem Umkreis von 15 Kilometern gefunden. Die Flugschreiber wollen Rebellen geborgen haben, nun beginnt die Debatte um die Auswertung.
– Der Flieger war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur.
– Die ukrainische Regierung gibt den prorussischen Separatisten die Verantwortung, sie sollen die Maschine abgeschossen haben. Auch die USA gehen offenbar von einem Angriff der Milizen aus.
– Die meisten Fluggesellschaften meiden inzwischen den Luftraum über der Ukraine.
– Russische Rebellen streuen Gerüchte
22:39
Neue Nationalitätenliste der Opfer veröffentlicht
Die Nachrichteagentur AP schickt gerade neue Zahlen. Mindestens der Passagier aus den USA hatte zwei Staatsbürgerschaften.
Niederlande: 192
Malaysien: 44 (darunter 15 Crewmitglieder und zwei Kinder)
Australien: 28
Indonesien: 12 (darunter ein Kind)
Grossbritannien: 10
Deutschland und Belgien je 4
Vietnam und Philippinen je 3
USA, Kanada, Neuseeland und Hong Kong je 1
22:20
Int. Zivilluftfahrtorganisation soll schon im April vor Gefahren gewarnt haben
Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) will schon im April vor dem ukrainischen Luftraum gewarnt haben. Das meldet soeben die Nachrichtenagentur Reuters. Es sei jedoch nicht der Job der ICAO, vor Gefahren von Raketen zu warnen.
22:00
Berichten zufolge wurden Leichen ausgeraubt
Ein ukrainisches Nachrichtenportal berichtet, Militante der Gruppierung «Volksrepublik Donezk» hätten die Toten ausgeraubt sowie 36 Leichen nach Donezk gebracht.
21:50
Cameron: Separatisten sind für Absturz «zunehmend wahrscheinlich» verantwortlich
Der britischer Premierminister Cameron lässt über seinen Sprecher kommunizieren, dass es «zunehmend wahrscheinlich» sei, dass russische Separatisten den Flug MH17 abgeschossen haben. Es gebe Hinweise, dass das Flugzeug aus Torez im Westen der Ukraine abgeschossen wurde.
21:44
Chaos an der Absturzstelle
Der Reporter Max Seddon twittert live von der OSZE-Pressekonferenz. «Die OSZE hat keine Ahnung, wer die Absturzstelle kontrolliert. Es scheint sich um verschiedene kleinere Rebellengruppen zu handeln, ohne Anführer. Das Schicksal der Flugschreiber ist unbekannt.» Und: «Einige (Rebellen) wirkten leicht berauscht.»

21:32
Europäische Flugsicherung warnt vor Flügen über die Ukraine
Auch die europäische Flugsicherung warnt nun vor Flügen über die Ukraine. Insbesondere die Lufträume über den Regionen Simferopol und Dnepropetrovsk seien Gefahrengebiet.
20:32
Ukraine fordert «modernere Waffen»
Der Absturz bietet Futter für politische Forderungen: Der ukrainische Parlamentspräsident Alexander Turtschinow fordert Hilfe im Kampf gegen die russischen Separatisten. «Dafür sollen moderne Waffen und Kampftechnik an uns geliefert werden.» Mit Präzisionswaffen könnte das Kriegsgerät der Aufständischen binnen Tagen zerstört werden. «Sie hätten auch den Absturz der Boeing verhindert.»
19:55
Warnschüsse – OSZE-Beobachter wieder abgereist
Es gibt Gerüchte, nach denen Rebellen Warnschüsse abfeuerten, als die OSZE-Beobachter ankamen. 17 Experten hatten das Wrack etwa 75 Minuten lang inspiziert, waren dann jedoch wieder abgereist. Sie hatten sich vor Ort nicht frei bewegen können.
19:45
OSZE-Beobachter sprechen von Behinderungen an der Arbeit
OSZE-Beobachter können sich nicht uneingeschränkt an der Absturzstelle bewegen, heisst es von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien. Die Organisation hat etwa 20 Vertreter zu der Absturzstelle nahe Hrabowe geschickt. Sie sollten über die Situation vor Ort berichten. Die Führung der Separatisten hatten ihnen zuvor freien Zugang zum Unglücksort zugesichert.
19:41
Wer bekommt die Blackbox?
Wer bekommt die Blackbox? Der ukrainische Botschafter in Genf, Yurii Klymenko, sagt: «Es ist sehr wichtig, dass unvoreingenommene internationale Experten die Ersten sind, die Zugang zu den Blackboxes bekommen.» Fraglich ist allerdings, wie wertvoll die Informationen der Flugschreiber eigentlich sind. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet mit Bezug auf Experten, dass die Blackboxes im Moment des Einschlages unbrauchbar geworden sein könnten.
19:10
Holländisches Königshaus unterschreibt einen Kondolenzbrief
Ein Tag der Trauer in den Niederlanden: König Willem-Alexander und Königin Máxima unterzeichnen einen Kondolenzbrief. (Foto: AFP)
Dutch Queen Maxima, right, signs a condolence register as King Willem-Alexander looks on at the Ministry of Security and Justice in The Hague, Netherlands, Friday, July 18, 2014. The attack on a Malaysian jetliner Thursday afternoon killed 298 people from nearly a dozen nations, more than half being Dutch, including vacationers, students and a large contingent of scientists heading to an AIDS conference in Australia. (AP Photo/Phil Nijhuis)
18:19
Russland weist Vorwürfe der USA zurück und beschuldigt Ukraine
Russland selbst weist die Vorwürfe der USA, in den Abschuss von MH17 verwickelt gewesen zu sein, scharf zurück. Im Uno-Sicherheitsrat machte Russland stattdessen erneut die ukrainische Regierung dafür haftbar. Der Staat, in dessen Luftraum sich der Absturz ereignet habe, trage die Verantwortung, sagte der russische Uno-Botschafter Witali Tschurkin bei einer Sondersitzung des Gremiums in New York.
18:16
Obama nimmt Putin persönlich in die Pflicht
Barack Obama hat sein Statement beendet. Zum Schluss nahm er Wladimir Putin persönlich in die Pflicht. Der russische Präsident trage am meisten Verantwortung für die Gewalt in der Ostukraine. «Das ist ein Weckruf für alle», mahnte Obama.
18:15
Malaysian Airlines will Familien Soforthilfe zahlen
Malaysian Airlines kündigte an, den Familien der Opfer 5000 Dollar Soforthilfe zahlen zu wollen. Dies sagte Huib Gorter, Vize-Präsident von Malaysia Airlines an einer Pressekonferenz am Flughafen in Amsterdam.
18:13
Obama: «Das war kein Unfall»
Obama räumt ein, dass auch die USA noch nicht über alle Fakten im Bilde sein können. «Wir können nicht mit Bestimmtheit sagen, was passiert ist. Aber eines ist klar: Das war kein Unfall». Der US-Präsident erhebt schwere Vorwürfe gegen Russland. Die russische Führung habe es wieder und wieder versäumt, zu einer Beruhigung der Lage beizutragen.
18:07
Obama vermutet pro-russische Separatisten hinter der Abschuss
In seiner Erklärung sagte US-Präsident Obama, dass die Rakete von pro-russisch kontrolliertem Boden abgefeuert wurde. Pro-Russische Separatisten würden über solche Raketen vermögen.
18:05
Obama fordert Untersuchung
«Die Untersuchungen dürfen nicht aufgehalten werden, Experten müssen ungehinderten Zutritt zur Absturzstelle bekommen», fordert Obama in seinem ersten ausführlichen Statement zum Unglück.
17:59
Obama: «Putin unterstützt gewalttätige Separatisten»
In seiner Erklärung kritisierte US-Präsident Barack Obama den russischen Präsidenten Putin, dass er nicht gegen die Krise in der Ostukraine deeskalativ vorgeht. Er unterstütze damit «gewalttätige Separatisten».
17:56
Obama: «Opfer hatten nichts mit der Krise in Ukraine zu tun»
Der US-Präsident Barack Obama hat gegen 17:55 Uhr eine Erklärung zum Flugzeugunglück abgegeben. Er bezeichnete angesichts der vielen Opfer das Unglück als «weltweite Tragödie». Es seien Menschen ums Leben gekommen, die «nichts mit der Krise in der Ukraine zu tun» hätten.
17:46
Der ukrainischer Botschafter spricht vor UN-Sicherheitsrat
Der ukrainischer Botschafter Yuriy Sergejev spricht vor dem UN-Sicherheitsrat: Russland soll «Terroristen» in der Ostukraine unterstützen.
17:16
Bill Clinton: «Das ist hart»
Ex-US-Präsident Bill Clinton findet einige wenige, erschütterte Worte über das Unglück. «Wenn ich an diese Menschen denke, die einfach so aus dem Himmel geschossen wurden – das ist hart», sagte er CNN. Clinton befindet sich derzeit in Vietnam.
17:02
Ein Video soll Absturz zeigen
Ein Video, das heute auf der Facebook-Seite «Friends of BN» gepostet wurde, soll angeblich das abstürzende Flugzeug zeigen.
16:53
An Bord waren 80 Kinder
Eine erschütternde Nachricht erreicht uns aus New York. An Bord der MH17 waren 80 Kinder. Das bestätigte der Uno-Untergeneralsekretär für politische Angelegenheiten, Jeffrey Feltman, in der Sondersitzung des Sicherheitsrats.
16:50
Burkhalter zeigt sich bestürzt
Bundespräsident Didier Burkhalter zeigt sich bestürzt nach dem Flugzeugabsturz in der Ostukraine mit 298 Toten. Er drückte im Namen der Schweiz denjenigen Staaten gegenüber sein Beileid aus, die Opfer zu beklagen haben.

Die Schweiz habe den ukrainischen Behörden ausserdem angeboten, Expertinnen und Experten zu schicken, die bei der Suche nach der Absturzursache und bei der Identifizierung der Opfer helfen können, heisst es in einer Mitteilung des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vom Freitag.

Bis Freitagnachmittag hatte das EDA keine Kenntnis von Schweizer Opfern des Flugzeugabsturzes. (sda)
16:24
UN-Sicherheitsrat fordert internationales Ermittlungsverfahren
Der UN-Sicherheitsrat verlangt ein internationales Ermittlungsverfahren zum mutmasslichen Abschuss von MH17. «Die Mitglieder des Sicherheitsrats fordern eine volle, umfassende und unabhängige internationale Untersuchung des Vorfalls», hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der Mitgliedsstaaten. Mit ähnlichen Worten hatte zuvor das Weisse Haus geäussert. Das Gremium sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und appellierte an die Krisenparteien in der Ukraine, die Ermittlungen mit einer Waffenruhe zu ermöglichen.
16:19
Viele Tote bei Gefechten in Ukraine
Auch nach dem Flugzeugabsturz in der Ostukraine haben sich Regierungseinheiten und prorussische Separatisten in dem Konfliktgebiet heftige Gefechte geliefert. Bei Kämpfen in Lugansk seien allein am Freitag mehr als 20 Zivilisten getötet worden, teilte die Stadtverwaltung mit.

Die Regierungstruppen würden den Ring um die Stadt immer enger ziehen, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Andrej Lyssenko. In Marinowka nahe Donezk versuchten Regierungstruppen, zu eingeschlossenen Einheiten vorzudringen. Die Sicherheitskräfte sollen nahe der Grenze zu Russland von Aufständischen eingekesselt sein. (sda/dpa)
16:11
UN-Sicherheitsrat hält Gedenkminute
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat bei seiner heutigen Sitzung eine Gedenkminute für die Opfer des MH17-Flugunglücks abgehalten.



16:09
Immer mehr Blumen vor holländischen Botschaft
Immer mehr Kerzen und Blumen werden von Trauernden vor der niederländischen Botschaft in Kiew niedergelegt. In einer Kirche in Kuala Lumpur haben Trauernde derweil eine Gedenkstätte für die 289 Opfer des MH17-Unglücks eingerichtet.
Employees walk into the Embassy of the Netherlands in Kiev on July 18, 2014 where people have placed flowers and lit candles in tribute to the 298 people who died after flight MH17 of Malaysia Airlines crashed in rebel-held east Ukraine. The Boeing 777 came down in cornfields in the separatist-held region yesterday, spraying debris and body parts for kilometres around, with the United States claiming it was shot down in a missile attack. AFP PHOTO/ SERGEI SUPINSKY
15:44
30 internationale Beobachter der OSZE an Unglücksstelle angekommen
Wie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) berichtet, sind 30 ihrer internationaler Beobachter an der Unglücksstelle angekommen. Zuvor traf sich die OSZE in Wien zu einer Sondersitzung. Sie forderten einen «humanitären Korridor» um das Gebiet in Donezk.
15:40
Die wichtigsten Facts in Kürze
– An Bord der Maschine waren Passagiere aus mindestens zehn Staaten – darunter mehr als 180 Niederländer und vier Deutsche. Von weiteren vier Passagieren ist die Nationalität noch nicht bekannt.
– Die Trümmerteile der Maschine wurden in einem Umkreis von 15 Kilometern gefunden.
– Die ukrainische Regierung gibt den prorussischen Separatisten die Verantwortung, sie sollen die Maschine abgeschossen haben. Auch die USA gehen offenbar von einem Angriff der Milizen aus.
– Die meisten Fluggesellschaften meiden inzwischen den Luftraum über der Ukraine.
– Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) soll bei den Ermittlungen nach der Absturzursache eine wichtige Rolle einnehmen. Heute Mittag gab es in Wien eine Sonderkonferenz dazu.
15:30
USA: Rakete sei von Ukraine aus abgeschossen worden
Wie «Sky News» berichtet, sei die Rakete von ukrainischem Boden aus abgeschossen worden sein. Sky News bezieht sich auf Quellen aus dem US-Geheimdienst.
14:40
Black Box könnte in die Schweiz kommen
Der Flugzeugabsturz in der Ostukraine sollte von einem neutralen Land untersucht werden, meint der Chef der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (SUST), Daniel Knecht. Die SUST sei bereit, dabei zu helfen – falls sie angefragt würde.

«Wir würden jedenfalls als technische Fachleute bereitstehen», sagte Knecht in einem Interview mit der Onlineplattform Newsnet.ch. Die SUST könnte technische Aspekte abklären; dazu gehört auch die Auswertung der Blackbox. Die SUST bietet ihre Hilfe jedoch nicht aktiv an. Das mache man grundsätzlich nicht, sagte Knecht. «Es ist ein politischer Entscheid zu bestimmen, wer den Flugunfall untersucht», sagte der SUST-Chef.
14:39
OSZE will humanitären Korridor zur Absturzstelle
Didier Burkhalter, Bundespräsident und aktueller Vorsteher der OSZE, hat eine «seriöse, unabhängige und objektive» Untersuchung des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine verlangt. Man dürfe keine voreiligen Schlüsse der Vorfälle im Himmel über der Ukraine schliessen, sagte er am Freitag im Westschweizer Fernsehen RTS.

Rund 30 Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) würden zur Absturzstelle gehen, angeführt von einem Schweizer, so der Schweizer Aussenminister. Sie würden versuchen, die Ermittlungsarbeiten zu erleichtern.

Die Ermittler hätten aber zunächst noch keinen Zugang zur Absturzstelle erhalten. Ziel sei es, einen «humanitären Korridor zum Unglücksort» einzurichten, sagte Burkhalter: «Wir hätten gerne eine Gefechtspause, einen humanitären Waffenstillstand, aber für den Moment konzentrieren wir uns auf auf den humanitären Korridor.»
14:33
Putin ruft zur Waffenruhe auf
Gemäss der Nachrichtenagentur AP soll Russlands Präsident Wladimir Putin die verfeindeten Seiten in der Ostukraine zur Waffenruhe aufgerufen haben.

Zuvor hatte der selbsternannte Führers der Republik Donezk, Sergej Kawtaradse eine Waffenpause abgelehnt.
14:28
Vorerst keine neuen Sanktionen gegen Russland
Die EU-Aussenminister werden am Dienstag trotz Eskalation in der Ukraine voraussichtlich keine zusätzlichen Sanktionen gegen Russland ergreifen. Vielmehr müssen sie nun die am vergangenen Mittwoch von den EU-Staats- und Regierungschefs bereits beschlossenen, verschärften Sanktionen umsetzen.

Konkret will die EU weitere Namen von Leuten aus dem Umfeld Putins und von Unterstützern der prorussischen Separatisten auf ihre Sanktionsliste setzen. Bis anhin sind rund 70 Personen von Einreise- und Kontensperrungen betroffen. Neu soll zudem die Liste mit Unternehmen, staatliche Stellen oder Organisationen erweitert werden.
14:16
Offenbar keine Schweizer unter den Opfern
Das Aussendepartement in Bern hat keine Kenntnis von Schweizer Bürgern an Bord der Unglücksmaschine.
14:12
OSZE und UNO-Sicherheitsrat halten Sondersitzungen ab
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sowie der UNO-Sicherheitsrat befassen sich in Sondersitzungen mit der Tragödie.

Die Separatisten hätten «sicheren Zugang und Sicherheitsgarantien für die nationale Untersuchung sowie für internationale Ermittler» zugesagt, teilte die OSZE nach einer Videokonferenz der Ukraine-Kontaktruppe mit, der auch Kiew, Moskau und die Separatisten angehören. Die Rebellen würden die Absturzstelle überdies abriegeln, um die Bergung der Leichen zu ermöglichen.
13:52
Das letzte Video aus der Boeing 777
Im Internet macht ein Video die Runde, das die letzten Blicke ins Innere der abgestürzten Boeing 777 zeigen soll. Im 15-sekündigen Video sind Passagiere zu sehen, die ihr Gepäck verstauen.
13:36
Ukraine: «Das Flugzeug war ausserhalb unserer Reichweite»
Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück, die malaysische Passagiermaschine abgeschossen zu haben. Das Flugzeug habe sich ausserhalb der Reichweite ukrainischer Luftabwehrsysteme befunden, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Kiew.
A piece of wreckage of the Malaysia Airlines flight MH17 is pictured on July 18, 2014 in Shaktarsk, the day after it crashed. Flight MH17 from Amsterdam to Kuala Lumpur, which US officials believe was hit by a surface-to-air missile over Ukraine, killing all 298 people on board.  AFP PHOTO / DOMINIQUE FAGET
Präsident Obama warnt derweil die Wrackteile der Boeing ausser Landes zu bringen, so könne Beweismaterial verschwinden.
13:31
Nato besorgt über Aufrüstung der Separatisten
Die Nato äusserte sich mit Sorge über die wachsende Schlagkraft der Separatisten: «Wir sind besorgt über die wachsende Zahl schwerer Waffen, die von den Separatisten in der Ostukraine genutzt werden, und über die zunehmende Komplexität dieser Waffensysteme», sagte ein Nato-Vertreter in Brüssel der Nachrichtenagentur AFP. «Wir haben beobachtet, dass Russland es weiter zulässt, dass Söldner und schwere Waffen über seine Grenzen in die Ukraine gelangen.»
13:19
Trauer vor der niederländischen Botschaft in Moskau
Auch die Menschen in Russland reagieren schockiert: Eine Frau legt Blumen vor der niederländischen Botschaft in Moskau nieder.
epa04320793 A woman grieves for victims of the Malaysia Arilines Boeing 777 crash near the floral tributes placed at the the Dutch embassy in Moscow, Russia, 18 July 2014. The Malaysia Arilines Boeing 777, flight MH17, with 298 people aboard was en route from Amsterdam to Kuala Lumpur when it is believed to be shot down over the rebel eastern Ukraine region near Donetsk on 17 July 2014.  EPA/YURI KOCHETKOV
13:15
Geschossspuren an Flügelteil
Die Theorie, dass die Boeing 777 abgeschossen worden ist, erhärtet sich: An einem Flügelteil der Flugzeugüberreste wurden Schrapnellspuren gesichtet. Welche Waffe tatsächlich für den Absturz verantwortlich war, ist jedoch noch unbekannt, dies berichtete die russische Nachrichtenagentur RiaNovosti
12:52
Zahl gefundener Leichen steigt auf 181
Gemäss der Nachrichtenagentur AP wurden inzwischen 181 Leichen auf dem Absturzgelände geborgen. Der Radius, indem die Leichen verstreut sind, ist mehrere Kilometer gross. Alle Passagiere der Boeing 777 kamen ums Leben.
12:32
Aids-Konferenz findet trotz Verlusten statt
An Bord der in der Ukraine abgestürzten Maschine waren zahlreiche Aktivisten und Forscher auf dem Weg zur internationalen Aids-Konferenz in Australien. Die Veranstalter reagierten am Freitag mit Schock und Trauer auf die Nachricht. Im Gedenken an die Hingabe der verunglückten Kollegen im Kampf gegen Aids habe man beschlossen, die Konferenz trotzdem abzuhalten, teilte die Internationale Aids-Gesellschaft mit. Wie viele der 283 Passagiere an Bord zu der Konferenz wollten, war zunächst unklar
12:11
Auch die WHO verliert einen Kollegen auf MH17
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat einen ihrer Kollegen auf dem Flug MH17 verloren. Der 49-jährige Glenn Thomas war im WHO-Hauptsitz in Genf als Kommunikationsbeauftragter tätig und mit mehreren anderen, darunter viele Wissenschaftler auf dem Weg an die internationale Aids Konferenz in Australien.
epa04320487 A handout by the United Nations dated 07 May 2013 and made avaiable on 18 July 2014 shows World Health Organization (WHO) spokesperson Glenn Thomas, who is understood to be on the Malaysian Airlines flight MH17 that crashed in eastern Ukraine, on 17 July 2014.  The Malaysia Airlines jetliner that crashed in eastern Ukraine with 298 people aboard made no distress call, Malaysian Prime Minister Najib Razak said, adding to suspicions that the plane was shot down.  EPA/United Nations  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

11:51
Wieso änderten nicht alle Airlines ihre Routen?
Airlines wie Qantas Airways und Air Berlin fliegen seit Monaten nicht mehr über das Konfliktgebiet in der Ukraine. Wieso taten das nicht alle? Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) hatte gemäss der Nachrichtenagentur Reuters keine Einschränkungen für den Luftraum über der Ostukraine festgelegt. So haben die Mehrheit der Airlines die für Langstreckenflüge beliebte Route von Europa nach Asien weiter benutzt.

Dennoch wirft die Tatsache, dass einige Airlines trotz Mehrkosten und Umweg darauf verzichteten, Fragen über den Umgang mit Passagier-Sicherheit auf.
11:35
Jazenjuk will Täter vor den Internationalen Strafgerichtshof stellen
«Die schreckliche Tragödie hat unser Leben verändert, die Russen sind zu weit gegangen», sagte der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk laut der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine. Die Täter hätten sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu verantworten.
11:32
Ukraine macht Russland zum Hauptverantwortlichen
Die ukrainische Regierung macht nicht die Separatisten sondern Russland verantwortlich für den Abschuss der Boeing 777. Nach Kenntnis der Ukraine sind die prorussischen Separatisten nicht in den Besitz eines Raketenflugabwehrsystems des Typs «Buk» gekommen. Damit dementiert die ukrainische Armee die Meldung der Separatisten, sie hätten einsatzfähige Boden-Luft-Raketen von der ukrainischen Armee erobert. Waren die Separatisten in der Lage, eine in zehn Kilometern Höhe fliegende Maschine abzuschiessen?
BUK Flugabwehrraketensystem MH17 Ukraine
Mit «Buk» können Raketen abgeschossen werden.
11:22
Separatisten übergeben Black Box an russische Behörden
Die prorussischen Separatisten sollen die Black Box der abgestürzten Boeing an russische Behörden übergeben haben, wie die britische BBC berichtet. Die Flugzeugschreiber, die wichtige Hinweise auf den Absturzhergang liefern könnten, sollen nun in Moskau untersucht werden.
11:08
Die Räumung im Absturzgebiet läuft
Das Absturzgebiet in Donezk wird geräumt.

Hier sammelt sich das Gepäck der abgestürzten Passagiere.
Luggage and belongings are seen near the site of Thursday's Malaysia Airlines Boeing 777 plane crash, near the settlement of Grabovo in the Donetsk region July 18, 2014.  World leaders demanded an international investigation into the shooting down of Malaysia Airlines Flight MH17 with 298 people on board over eastern Ukraine, as Kiev and Moscow blamed each other for a tragedy that stoked tensions between Russia and the West.   REUTERS/Maxim Zmeyev (UKRAINE - Tags: POLITICS TRANSPORT DISASTER CIVIL UNREST)
In einem Radius von fast neun Kilometern werden Leichen geborgen.
A member of the Ukrainian Emergency Ministry searches for bodies close to the site of Thursday's Malaysia Airlines Boeing 777 plane crash near the settlement of Grabovo, in the Donetsk region July 18, 2014. World leaders demanded an international investigation into the shooting down of Malaysia Airlines Flight MH17 with 298 people on board over eastern Ukraine, as Kiev and Moscow blamed each other for a tragedy that stoked tensions between Russia and the West.    REUTERS/Maxim Zmeyev (UKRAINE - Tags: POLITICS TRANSPORT DISASTER CIVIL UNREST)
Die Überreste zeugen von den Urlaubsplänen.
A picture taken on July 18, 2014 shows belongings of passengers on the site of the crash of the Malaysia Airlines jet carrying 298 people from Amsterdam to Kuala Lumpur a day after it crashed, near the town of Shaktarsk, in rebel-held east Ukraine. Pro-Russian rebels fighting central Kiev authorities claimed on July 17 that the Malaysian airline that crashed in Ukraine had been shot down by a Ukrainian jet. All 298 people on board Flight MH17 died when the plane crashed. AFP PHOTO /DOMINIQUE FAGET
10:53
Rebellen sollen im Besitz der Black Box sein
Die prorussischen Separatisten sollen im Besitz des Flugschreibers der abgestürzten Boeing sein, dies berichtete die Nachrichtenagentur AP. Sie hätten «das Meiste» der Daten der Blackbox sichergestellt, teilten die Separatisten mit, acht der 12 Aufnahmegeräte seien in ihrem Besitz.
10:46
OSZE beruft Sondersitzung ein
Der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) könnte bei der Aufklärung des Unglücks eine tragende Rolle zukommen. Die OSZE hat für heute Mittag in Wien eine Sondersitzung ihres ständigen Rats einberufen.
10:35
Malaysische Regierung fordert Bestrafung von Verantwortlichen
«Wir müssen und werden genau herausfinden, was mit diesem Flug geschehen ist. Wenn sich herausstellt, dass das Flugzeug tatsächlich abgeschossen wurde, bestehen wir darauf, dass die Täter schnell vor Gericht gestellt werden», sagte Premier Najib Razak in Kuala Lumpur.
10:09
Malaysia Airlines passt ihre Flugrouten an
«Ab sofort werden alle europäischen Flüge alternative Routen fliegen», teilte die Airline per Twitter mit.




Die meisten Airlines vermeiden es inzwischen, die Ukraine zu überfliegen:
10:02
Putin für «objektive Untersuchung» nach Flugzeugabsturz
Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach dem Absturz des Passagierflugzeugs in der Ostukraine eine «umfassende und objektive Untersuchung» gefordert. Die Tragödie werfe ein neues Schlaglicht darauf, dass die Ukraine-Krise «dringend friedlich überwunden werden muss», hiess es in einer Erklärung des Kremls.

Putin telefonierte gemäss der Mitteilung vom Freitag mit dem niederländischen Regierungschef Mark Rutte. Der russische Präsident kondolierte ihm angesichts der 154 niederländischen Absturzopfer.
People search for bodies on July 18, 2014 at the site of the crash of a Malaysian airliner carrying 298 people from Amsterdam to Kuala Lumpur, near the town of Shaktarsk, in rebel-held east Ukraine. Pro-Russian separatists in the region and officials in Kiev blamed each other for the crash, after the plane was apparently hit by a surface-to-air missile. All 298 people on board Flight MH17 died when the plane crashed. Rescue workers at the crash site said that they had found one of the black boxes from the passenger liner. AFP PHOTO/DOMINIQUE FAGET
Menschen suchen im Absturzgebiet nach Leichen.
8:57 Uhr: Leserinput: «Schlimm! Eine Unglücksstelle mitten in der Kriegszone»
Für die Betroffenen muss das schlimm sein, es kann quasi keine Sofort-Information über den derzeitigen Zustand der Unglücksstelle gemacht werden, da es in einer Kriegszone ist. Auch wenn keine Chance von Überlebenden existiert, will man trotzdem irgendetwas wissen ...
8:49
Niederländer trauern um ihre Toten
Die Flagge am niederländischen Parlament in Den Haag hängt auf Halbmast: «Ich bin tief traurig über diese schreckliche Nachricht», erklärt König Willem-Alexander. «Unsere Gedanken sind bei den Familien, Freunden und Kollegen der Opfer und bei all denen, die noch nicht wissen, ob ihre Freunde an Bord waren.»

Die Niederlande trauern um 154 Opfer aus ihrem Land. Nach dem Absturz eilten am Donnerstagnachmittag viele Familienmitglieder der Passagiere am Flughafen bei Amsterdam ein, wo Flug MH17 um 12.15 Uhr nach Kuala Lumpur gestartet war. Sie wurden zunächst in ein Restaurant im oberen Stockwerk des Flughafens begleitet, abgeschirmt vor den Medien. Dann wurden sie in Bussen zu nicht genannten Orten gebracht.
A Dutch national flag flies at half mast on the Dutch parliament in The Hague, early on July 18, 2014, after a Malaysia Airlines Boeing 777 carrying 298 people, mostly Dutch citizens, that departed from Amsterdam to Kuala Lumpur crashed in the Ukraine near the Russian border. Flight MH17 went down in strife-torn eastern Ukraine on Thursday. US officials said MH17 was shot down by a surface-to-air missile, a possible casualty of a violent rebellion by pro-Russian insurgents.  AFP PHOTO / ANP   MARTIJN BEEKMAN ***Netherlands out***
Parlament in Den Haag.
REFILE CLARIFYING CAPTION

People place candles and flowers at the Dutch embassy for victims of Malaysia Airlines MH17, which crashed in eastern Ukraine, in Kiev July 17, 2014. The Malaysia Airlines Boeing 777, flying from Amsterdam to Kuala Lumpur, was brought down in eastern Ukraine on Thursday, killing all 295 people aboard and sharply raising the stakes in a conflict between Kiev and pro-Moscow rebels. REUTERS/Valentyn Ogirenko (UKRAINE - Tags: TRANSPORT DISASTER)
Schon gestern legten die Menschen in Kiev Blumen vor die niederländische Botschaft.
8:18
Rettungskräfte finden zweite Blackbox
Nach Angaben eines Reuters-Kameramanns haben Rettungskräfte einen zweiten Flugschreiber gefunden. Dies nachdem Prorussische Separatisten nach eigenen Angaben am Donnerstag ebenfalls eine sogenannte Black Box gefunden hatten.

Tote seien bislang 121 geborgen worden. Dies teilte der ukrainische Zivilschutz am Freitagmorgen nach Angaben der Agentur Interfax mit. Alle 283 Passagiere und die 15-köpfige Besatzung kamen bei dem Absturz ums Leben. Die meisten von ihnen waren holländische Urlauber.
8:07
Im selben Gebiet wurden kürzlich andere Flugzeuge abgeschossen
Im selben Gebiet, in dem die Boeing 777-200 abstürzte, schossen russische Separatisten in den letzten Tagen zwei ukrainische Flugzeuge ab:


7:56
Karte zeigt Absturzgebiet
Trümmer- und Leichenteile der abgestürzten Boeing sollen in einem Radius von bis zu vier Kilometern um die Absturzstelle verteilt sein.


7:38
Separatisten weisen Audiomitschnitte als Falschinformation zurück
Die prorussischen Separatisten weisen mutmassliche Belege des ukrainischen Geheimdiensts für ihre Schuld an dem Absturz zurück. Es sei eine Falschinformationen, dass sie in zwei Telefonaten den Abschuss der Maschine eingestanden hätten, sagt ein Sondergesandte des selbst ernannten Führers der Republik Donezk, Sergej Kawtaradse, laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax.
7:28
Einige Fluggesellschaften meiden die Ostukraine schon seit Monaten
Schon Monate vor dem Absturz der malaysischen Passagiermaschine in der Ostukraine haben andere Fluggesellschaften das Gebiet aus Sicherheitsgründen weiträumig umflogen. Dazu gehören etwa die Koreas Airlines Korean Air und Asiana sowie die australische Qantas.

Malaysias Regierungschef Najib Razak hatte nach dem Absturz betont, die Flugroute von Malaysia Airlines MH17 sei von der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) vorab für sicher erklärt worden. Der Luftraum sei nicht gesperrt gewesen.
6:53
Chef der ukrainischen Staatssicherheit präsentiert Gespräch von Rebellen über Absturz
Walentyn Naliwaischenko, Chef der sogenannten Staatssicherheit, präsentierte auf einer Pressekonferenz Audiomitschnitte und Videomaterial. Diese sollten eine Kommunikation zwischen den Rebellen in der Ukraine und russischen Geheimdienstmitarbeitern dokumentieren. Sie sollen sich rund um den Abschuss der Maschine drehen. Demnach sprechen die Stimmen darüber, dass ein Passagierjet abgeschossen worden sei.
6:01
Nikkei deutlich im Minus nach Flugzeugabsturz
Der japanische Aktienmarkt hat wohl als Folge des mutmasslichen Flugzeugabschusses im Osten der Ukraine deutliche Kursverluste erlitten. Die Nachricht des Vorfalls hat die Anleger nach Angaben von Händlern verunsichert. Der Nikkei-Index verlor bis zum Mittag 1,7 Prozent auf 15'110 Punkte, was der stärkste Rückgang an einem Tag seit zwei Monaten war. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,1 Prozent auf 1259 Zähler ab. Zu den Verlieren zählten japanische Exportfirmen.
5:42
US-Regierung fordert «sofortige Waffenruhe» in der Ostukraine
Nach dem Absturz einer Passagiermaschine in der Ostukraine haben die USA eine «sofortige Waffenruhe» in dem umkämpften Gebiet gefordert. Die US-Regierung bittet laut dem Präsidentensprecher Josh Earnest alle Konfliktparteien darum, eine Feuerpause zu unterstützen.

In einem Telefonat mit Poroschenko sagte US-Präsident Obama, am Ort des Absturzes dürfe nichts verändert werden, bis internationale Experten «alle Aspekte der Tragödie» untersuchen können.
epaselect epa04320262 Debris of the Boeing 777, Malaysia Arilines flight MH17, which crashed during flying over the eastern Ukraine region near Donetsk, Ukraine, 17 July 2014.  A Malaysia Airlines plane with 295 people on board crashed in eastern Ukraine, and both the government and separatist rebels fighting in the area denied shooting it down. All passengers on board Flight MH17 from Amsterdam to Kuala Lumpur are feared dead. Malaysia Airlines said that it lost contact with Flight MH17 at 1415 GMT, about 50 kilometres from the Russia-Ukraine border. The plane was carrying 280 passengers and 15 crew members, the airline said.  EPA/ALYONA ZYKINA  EPA/ALYONA ZYKINA
5:29
Luftraum über der Ostukraine gesperrt
Nach dem mutmasslichen Abschuss der Boeing der Fluggesellschaft Malaysia Airlines ist der Luftraum über der Ostukraine gesperrt worden. Das beschlossen die ukrainischen Behörden laut der Luftverkehrskontrolle Eurocontrol kurz nach dem Absturz nahe Donezk. Die Massnahme gelte vorerst unbefristet, teilte die europäische Organisation in Brüssel mit.
5:27
Versehen der ukrainischen Armee?
Laut einem Luftraumüberwacher sollen ukrainische Kampfjets das Passagierflugzeug bis drei Minuten vor seinem Verschwinden eskortiert haben. Demnach deute alles auf ein Missverständnis bei der ukrainischen Armee hin.

4:06
Für Australiens Regierungschef sind Rebellen schuld
Der australische Ministerpräsident Tony Abbott macht prorussische Separatisten für den Absturz verantwortlich. Es sehe so aus, dass «von Russland unterstützte Rebellen» hinter dem Abschuss des Flugzeugs stünden, sagte er am Freitag. Nach US-Angaben wurde das Flugzeug wahrscheinlich abgeschossen. Allerdings legte sich beispielsweise US-Vizepräsident Joe Biden nicht fest, welche Seite verantwortlich ist.
3:30
AIDS-Forscher unter Absturzopfern
Offenbar sind unter den Opfern des Flugzeugabsturzes Forscher, die sich auf dem Weg zur AIDS-Konferenz befanden, die nächste Woche in Melbourne stattfindet.


3:06
UNO-Sicherheitsrat berät nun einmal mehr über Ukraine
Nach dem mutmasslichen Abschuss einer Passagiermaschine über der Ukraine kommt der UNO-Sicherheitsrat heute 16.00 Uhr MESZ zu einer Sondersitzung zusammen. Diskutiert wird über die Forderung nach einer «vollständigen, sorgfältigen und unabhängigen internationalen Untersuchung». Die Erklärung brachte Grossbritannien in das höchste UNO-Gremium ein. Der UNO-Sicherheitsrat hat mehr als ein Dutzend mal über die Krise in der Ukraine beraten.
2:54
Separatisten zeigen sich zu Kooperation bei Untersuchung bereit
Vertreter der prorussischen Separatisten haben sich nach dem möglichen Flugzeugabschuss im Osten der Ukraine bereit erklärt, internationalen Ermittlern sicheren Zugang zur Absturzstelle zu gewähren. Nach dem Absturz der Passagiermaschine der Malaysia Airlines diskutierte die Kontaktgruppe aus Ukraine, Russland und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit Vertretern der Separatistengruppen in Donezk am Donnerstag per Videokonferenz. Das Wrack liegt in einem von den Separatisten kontrollierten Gebiet. Im Sinne von Sofortmassnahmen hätten sich die Separatistenvertreter verpflichtet, die Absturzstelle abzuriegeln, damit «lokale Behörden» die Bergung der Leichen vorbereiten könnten.
2:39
Nach dem Absturz kommen die Gerüchte auf

Eine Passagiermaschine der Malaysia Airlines mit 298 Menschen an Bord ist über der Ukraine abgestürzt. Nach westlichen Erkenntnissen wurde sie wohl abgeschossen. Amerikanische Geheimdienste gehen von einer Rakete russischer Bauart aus. Wer verantwortlich ist – prorussische Kämpfer oder Truppen der Ukraine – bleibt offen. 

Ukraines Präsident Poroschenko beschuldigt die Separatisten, der russische Präsident Putin gab der Ukraine die Verantwortung. Gemäss welt.de sollen sich prorussische Separatisten kurz zuvor im Internet mit dem Abschuss einer Transportmaschine der ukrainischen Armee gebrüstet haben. Die Einträge sind inzwischen verschwunden. Später stellte ein Luftraumüberwacher in Kiew fest, dass das Flugzeug von zwei ukrainischen Kampfjets begleitet worden sein soll. Könnte es trotzdem ein Versehen der ukrainischen Armee gewesen sein? 

Niemand der 283 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder überlebte den Absturz. Von den Opfern kamen 154 aus den Niederlanden. An Bord waren auch 27 Australier, 23 Malaysier, 11 Indonesier, 6 Briten, 4 Belgier, 4 Deutsche, 3 Philippiner und ein Kanadier, wie der Vizepräsident der Malaysia Airlines Europe, Huib Gorter, am Abend am Amsterdamer Flughafen Schiphol sagte.

Von den anderen Passagieren stehe die Nationalität noch nicht fest, hiess es weiter. Dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) lagen bis am Abend keine Angaben über Schweizer Opfer vor. 

Die Maschine war als Flug MH 017 um 12.15 Uhr von Amsterdam mit dem Ziel Kuala Lumpur gestartet. Nach Angaben des malaysischen Regierungschefs sandte das Flugzeug keinen Notruf ab. Mehrere Fluggesellschaften – darunter Swiss und Lufthansa – reagierten umgehend auf das Unglück und änderten ihre Flugrouten nach Asien.

Biden: «Kein Unfall»

US-Vizepräsident Joe Biden sprach von einem Abschuss der Maschine. Der Absturz sei «kein Unfall», die Maschine sei «vom Himmel geholt worden», sagte Biden in Detroit. Das entspricht der Einschätzung des US-Geheimdienstes, der von einem Raketenbeschuss ausgeht. Die «Washington Post» zitierte einen namentlich nicht genannten Geheimdienstbeamten.

Ukrainian President Petro Poroshenko speaks at the Security Council meeting in Kiev, Ukraine, Thursday, July 17, 2014. Ukrainian President Petro Poroshenko called the downing of a Malaysia Airlines passenger plane an act of terrorism and called for an international investigation into the crash. He insisted that his forces did not shoot down the plane. (AP Photo/Presidential Press Service, Mykola Lazarenko)

Schwere Stunde für Präsident Poroschenko. Bild: AP/Presidential Press Service

Ukraines Präsident Poroschenko sprach von einem «terroristischen Akt». Er warf den Separatisten vor, die Boeing abgeschossen zu haben – wie zuletzt mehrere ukrainische Militärflugzeuge. Die ukrainische Luftwaffe habe mit der Tragödie nichts zu tun, sagte der Präsident.

Die Separatisten beriefen sich ihrerseits auf angebliche Augenzeugenberichte, denen zufolge ein Kampfjet der ukrainischen Luftwaffe die Boeing 777 angegriffen habe.

Russlands Präsident Wladimir Putin gab der Ukraine die Verantwortung. Die schreckliche Tragödie wäre nicht passiert, wenn es in der Ostukraine keinen Krieg gebe, sagte er am späten Donnerstagabend bei Moskau. «Diese Tragödie wäre nicht passiert, (...) wenn nicht die Kampfhandlungen im Südosten der Ukraine wieder aufgenommen worden wären.»

Internationale Untersuchung gefordert

Rettungskräfte erreichten am Abend das Wrack des Flugzeugs in der Nähe der Ortschaft Grabowo. Dort bot sich ein Bild des Grauens aus weit verstreuten Leichen- und Trümmerteilen. «Die Arbeiten werden davon erschwert, dass die Trümmer in grossem Umkreis verstreut sind», sagte der Sprecher des ukrainischen Notfalldienstes, Sergej Botschkowski. Zudem seien bewaffnete Separatisten in der Nähe.

Die Separatisten gaben an, sie hätten den Flugschreiber der Boeing gefunden. «Die Black Box wurde sichergestellt», sagte einer der Sprecher, Konstantin Knyrik.

Auch Experten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) machten sich auf den Weg zum Wrack. Die Separatisten boten am Abend eine befristete Feuerpause während der Bergungsarbeiten an.

Die Europäische Union und die NATO verlangten von den Konfliktparteien in der Ostukraine, dass diese internationalen Ermittlern Zugang zur Absturzstelle geben müssten.

Von Abschuss einer Transportmaschine berichtet

Die Separatisten hatten zuletzt mehrfach zugegeben, ukrainische Kampfjets, Transportmaschinen und mehrere Hubschrauber abgeschossen zu haben. Nach unbestätigten Twitter-Berichten haben die Separatisten behauptet, ein BUK-Flugabwehrsystem im Verlauf der Kämpfe erbeutet zu haben.

Das in den 80er-Jahren von sowjetischen Militärs entwickelte Lenkwaffensystem BUK (Buche) kann Ziele in Höhen von bis zu 25'000 Metern treffen.

Separatistenführer Igor Strelkow schrieb auf der Facebook-Seite der «Volksrepublik Donezk», dass seine Gefolgsleute eine Transportmaschine des ukrainischen Militärs vom Typ AN-26 abgeschossen hätten. Von ihm veröffentlichte Videoaufnahmen ähnelten jedoch den Bildern vom Absturzort der Boeing 777. Auch der von Strelkow genannte Absturzort liegt in derselben Gegend. (kad/sda/dpa)

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