Gesellschaft & Politik
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PEREVALNE, UKRAINE - MARCH 03:  A Ukrainian soldier stands inside the gate of a Ukrainian military base as unidentified heavily-armed soldiers stand outside in Crimea on March 3, 2014 in Perevalne, Ukraine. Scores of heavily-armed soldiers not displaying any idenifying insignia have taken up positions outside the base and parked several dozen vehicles, mostly trucks and patrol cars, nearby. Their commander has reportedly told the Ukrainian unit to hand over the base and come out without any weapons, though the Ukrainians have thus far refused. Soldiers have surrounded several Ukrainian military bases across Crimea in recent days as pro-Russian forces are cementing their seizure of authority in the peninsula.  (Photo by Sean Gallup/Getty Images)

Kräftemessen auf der Krim: Ukrainische Soldaten sehen sich russischen Paramilitärs gegenüber. Bild: Getty Images Europe

Ungleiche Gegner

Warum die russische Armee der ukrainischen überlegen ist

Sollte es in der Ukraine einen Krieg geben, wären Kiews Streitkräfte den Russen hoffnungslos unterlegen. Dies zeigt ein Bericht des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS). Macht die Moral die Truppenstärke wett? 



845'000 gegen 130'000 Mann

Während die Russen mit 845'000 kampferfahrenen Soldaten aufmarschieren, stellt die Ukraine nur 130'000 Mann. Die Hälfte von ihnen sind Wehrpflichtige ohne Kampferfahrung. 

MOSCOW, RUSSIA - MARCH 11: Russian guard of honour during the Opening ceremony of the Russian Football League Championship before match between FC Dynamo Moscow and FC Spartak Moscow starts on March 11, 2007 in Moscow, Russia.  (Photo by Dima Korotayev/Epsilon/Getty Images)

Russische Soldaten bei der Eröffnung der «russischen Champions League». Bild: Getty Images Europe

Moderne Helikopter und Kampfjets gegen veraltete Ausrüstung aus den Sowjetzeiten

Die Ausrüstung der ukrainischen Streitkräfte stammt überwiegend aus Sowjetzeiten, ihre Wartung ist mangelhaft und die Kampfjets haben kaum Flugzeiten absolviert. Die Russen warten mit modernen Helikoptern und Kampfjets auf. 

epa01514011 Russian soldiers leave the check-point at the security zone near the village of Nadarbazevi some 70 km ot Tbilisi, Georgia, 08 October 2008. Russian forces quit posts in buffer zones around rebel regions of Georgia on 08 October  in their final withdrawal from positions held since Russia's war with Tbilisi two months ago. The Georgian Interior Ministry confirmed the complete pull-out from outside South Ossetia, ministry spokesman Shota Utyashvili said on 08 October. He did not mention whether Russian troops had left posts around Georgia's other separatist region of Abkhazia.  EPA/ZURAB KURTSIKIDZE

Gut ausgerüstete russische Soldaten kommen 2008 aus Georgien zurück. Bild: EPA

25'000 gegen 15'000 Mann auf der Krim

Auf der südukrainischen Halbinsel ist die russische Militärpräsenz schon jetzt frappierend. In der Hafenstadt Sewastopol ist die Schwarzmeerflotte stationiert, die über 25'000 Mann verfügt. Nach ukrainischen Regierungsangaben wurden am Wochenende noch 6000 zusätzliche russische Soldaten dorthin verlegt. Auf dem Papier stehen ihnen 15'000 ukrainische Soldaten auf der Krim gegenüber. Die meisten von ihnen befanden sich aber offenkundig nicht in ihren Kasernen, als davor prorussische Paramilitärs aufzogen.

PEREVALNE, UKRAINE - MARCH 03:  Ukrainian soldiers stand inside the gate of a Ukrainian military base as unidentified heavily-armed soldiers stand outside in Crimea on March 3, 2014 in Perevalne, Ukraine. Scores of heavily-armed soldiers not displaying any idenifying insignia have taken up positions outside the base and parked several dozen vehicles, mostly trucks and patrol cars, nearby. Their commander has reportedly told the Ukrainian unit to hand over the base and come out without any weapons, though the Ukrainians have thus far refused. Soldiers have surrounded several Ukrainian military bases across Crimea in recent days as pro-Russian forces are cementing their seizure of authority in the peninsula.  (Photo by Sean Gallup/Getty Images)

So stehen sich ukrainische und russische Streitkräfte auf der Krim gegenüber. Bild: Getty Images Europe

388 Kriegsschiffe und 161 Kampfjets

388 Kriegsschiffe und 161 Kampfjets haben die Russen in Sewastopol in Stellung gebracht. 

epaselect epa04106569 The Ukrianian flag flies left of Russian Navy Black Sea Fleet's Grisha V type corvette 'Suzdalets' patroling off the coast of Sevastopol, Crimea, Ukraine, 02 March 2014. Russia ratcheted up the tension over Ukraine on 01 March when its upper house of parliament authorised the use of armed forces inside Europe's second largest country by territory.  EPA/MAXIM SHIPENKOV

388 russische Kriegsschiffe im Hafen von Sewastopol auf der Krim. Bild: EPA/EPA

«Die Moral kann die Truppenstärke wettmachen»

Das ukrainische Militär sei jedoch genau für einen konventionellen Landkrieg aufgestellt, der bei einem russischen Einmarsch bevorstünde, gibt Matthew Clements vom Fachblatt «Jane's Intelligence Review» zu bedenken. «Wenn die Truppen geschlossen bleiben, können sie eine russische Invasion eine ganze Weile aufhalten.» Das Kräfteungleichgewicht sei nicht so gross wie im Georgienkrieg 2008. 

«Die Moral kann die Truppenstärke wettmachen», meint auch Valentin Badrak, Direktor des Zentrums für Militärstudien, Demilitarisierung und Abrüstung in Kiew. «Wenn die ukrainischen Soldaten Widerstandswillen zeigen, können sie Russland zurückdrängen.»

Ex-Verteidigungsminister Anatoli Grizenko weist darauf hin, dass jedoch bald präzise Befehle aus Kiew kommen müssten, denn sonst «wird ihre Moral zusammenbrechen, weil sie glauben, sie seien aufgegeben worden.» (rar/sda)

BERLIN, GERMANY - FEBRUARY 17:  Ukrainian opposition politician Arseniy Yatsenyuk  speaks at a press conference along with Vitali Klitschko, Chairman of the UDAR Ukrainian opposition party, at the Reichstag on February 17, 2014 in Berlin, Germany. Klitschko and Yatsensuk met with Chancellor Merkel earlier in the day and are in Berlin in an effort to convince the European Union to impose sanctions on Ukraine.  (Photo by Sean Gallup/Getty Images)

Ukrainische Soldaten auf der Krim warten auf Anweisungen aus Kiew. Übergangspräsident Arsenij Jazenjuk schweigt bisher.  Bild: Getty Images Europe

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