Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Starke Vorwürfe des estnischen Aussenministers

Wer befehligte die Scharfschützen auf dem Maidan? Verwirrung um abgehörtes Telefongespräch



Video: YouTube/Michael Bergmann

Ein brisantes Video macht die Runde auf YouTube: Ein Mitschnitt soll ein vertrauliches Telefongespräch zwischen der EU-Aussenbeauftragten Catherine Ashton und dem estnischen Aussenminister Urmas Paet von Ende Februar beinhalten.

Paet berichtet darin, eine Vertreterin der ukrainischen Zivilgesellschaft, («Olga»), habe ihm auf dem Maidan gesagt, dass die Opfer auf Seiten von Polizei und Demonstranten von denselben Tätern erschossen worden seien und dass die neue Regierung die Vorfälle bislang nicht untersuche (ab 08.15). Paet sagt, die Einschätzung verbreite sich, dass nicht Janukowitsch dahinter stecke, sondern «jemand aus der neuen Koalition.» Ashton entgegnet, man müsse das untersuchen.

Aussenministerium bestätigt Echtheit

Kreml-nahe Medien berichten jetzt unter Berufung auf das geleakte Telefonat, dass die Scharfschützen auf dem Maidan nicht von Präsident Janukowitsch, sondern im Auftrag von Mitgliedern der neuen Regierung gehandelt hätten und wahllos auf Demonstranten und regierungstreue Sicherheitskräfte geschossen haben. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Opposition die Gewalt absichtlich anheizte, um schliesslich die Macht zu übernehmen.

Russia Today berichtet, Paet habe das Telefongespräch bestätigt.

Tatsächlich bestätigte jetzt das estnische Aussenministerium die Echtheit des Videos. Paet habe im Gespräch eine Übersicht über die Lage in Kiew gegeben. Er habe darin aber nicht eine Beteiligung der Opposition an gewaltsamen Interventionen beurteilt. «Es ist bedauerlich, dass Telefonate abgehört werden», teilte Paet mit. Dass dieses Gespräch geleakt worden sei, sei kein Zufall.

Die Gegenstimmen

Trotz der Mitteilung des Aussenministeriums, bleibt einiges unklar. Woher genau stammt das geleakte Telefonat? Man weiss einzig, dass es zuerst auf dem Account eines Michael Bergman aufgetaucht ist. Der Verdacht, der bereits beim Video der US-Diplomatin Victoria Nuland («Fuck the EU») laut wurde, ein russischer Geheimdienst habe die Gespräche mitgeschnitten und veröffentlicht, wird auch jetzt wieder erhoben. 

Das geleakte Telefon ist die jüngste Episode in der Propaganda-Schlacht um die Krim, schreibt Spiegel Online. Vor allem die staatlich gelenkten russischen Medien würden die eigene Bevölkerung aufwiegeln.

Zudem macht ein Dementi von Olga Bogomolets die Runde: Wie The Telegraph berichtet, habe die Ärztin, bei der es sich offenbar um die von Paet zitierte «Vertreterin der ukrainischen Zivilgesellschaft» handelt, nicht behauptet, dass Zivilisten und Polizisten von denselben Scharfschützen getötet worden seien. Sie habe die Wunden nicht beurteilen können – erst recht nicht jene der Opfer auf Seiten des Militärs. Sie habe aber um eine forensische Untersuchung der Opfer gebeten.

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

47
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

157
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

47
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

157
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 05.03.2014 23:05
    Highlight Highlight RUS und seine Aussenposten werden aufgrund der Veränderungen der Gesellschaften immer instabiler, nicht nur in der UA. Syrien ist gegenwärtig aus dem Blickwinkel, aber dort läuft weiterhin eine grosse humanitäre Katastrophe ab, auch weil RUS Assad nicht fallen lassen möchte.
    In Venezuela hat bereits der nächste Aufstand im Einflussgebiet von RUS begonnen.
    Und bald dürfte es auch im Innern des grossen russischen Reiches sehr ernst werden.

In der SRF-«Arena» lügen sie wohl alle – nur einer bleibt dem Geschehen ganz fern

«Ich bin bereit» – mit diesen Worten kündete die Grünen-Präsidentin Regula Rytz am Donnerstag ihre Bundesratskandiatur an. In der SRF-«Arena» versuchte Moderator Sandro Brotz herauszufinden, wie gut ihre Chancen tatsächlich stehen. Viel schlauer ist er dabei nicht geworden – aber gelernt hat er Eines: Lügen tun sie wohl alle.

Die Grünen erheben Anspruch auf einen Bundesratssitz und unterstützen die Kandidatur ihrer Präsidentin Regula Rytz für die Bundesratswahlen vom 11. Dezember. Dies gab die Partei am Donnerstag an einer Medienkonferenz bekannt.

Der Angriff gilt dem FDP-Sitz von Aussenminister Ignazio Cassis. «Seit Einführung des Proporzsystems hat noch nie eine Partei so stark zugelegt wie die Grünen. Die Zeit ist reif für einen grünen Bundesrat», beginnt auch Balthasar Glättlis Pamphlet in der …

Artikel lesen
Link zum Artikel