Gesellschaft & Politik
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Former U.S. Secretary of State Hillary Clinton checks her PDA upon her departure in a military C-17 plane from Malta bound for Tripoli, Libya, in this October 18, 2011, file photo. An investigative committee in the U.S. House of Representatives will subpoena Clinton's personal emails regarding the 2012 attack on the U.S. consulate in Benghazi, Libya, the Washington Post reported on March 4, 2015. 
REUTERS/Kevin Lamarque/Files  (LIBYA - Tags: POLITICS)

Bild: KEVIN LAMARQUE/REUTERS

Hillary Clinton hat nichts zu verbergen: «Ich will, dass die Öffentlichkeit meine E-Mails sieht»

Als Aussenministerin nutzte Hillary Clinton ein privates E-Mail-Konto, dafür geriet sie in die Kritik. Nun verspricht die voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin: Die Öffentlichkeit soll ihre Korrespondenz lesen können.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Hillary Clinton geht in der E-Mail-Affäre in die Offensive: Die frühere US-Aussenministerin will ihre Korrespondenz offenlegen. «Ich will, dass die Öffentlichkeit meine E-Mails sieht», twitterte die Demokratin am Donnerstag. «Ich habe das Aussenministerium gebeten, sie zu veröffentlichen.» Die Behörde habe angekündigt, dies schnellstmöglich zu prüfen.

Clintons digitale Kommunikation während ihrer Amtszeit als US-Aussenministerin hatte jüngst Kritik hervorgerufen: Entgegen der üblichen Gepflogenheiten habe sie keine amtliche E-Mail-Adresse benutzt, sondern ihre private, hatte die New York Times am Mittwoch berichtet.

Experten kritisierten dieses Vorgehen. Einerseits sei es aus Sicherheitsgründen unglücklich – gerade bei sensiblen Themen. So hätten Clintons E-Mails nicht auf dem Server des Ministeriums gelegen und seien deshalb anfälliger gegenüber Hackerangriffen gewesen.

55'000 Seiten E-Mail-Korrespondenz

Zudem entzog sich Clinton durch ihr Verhalten der öffentlichen Kontrolle: Das US-Bundesarchivgesetz, der sogenannte Federal Records Act, sieht vor, dass Briefe und Mails, die amerikanische Bundesbeamten geschrieben oder erhalten haben, als Regierungsunterlagen einzustufen sind. Als solche müssen sie archiviert werden, so dass Kongressausschüsse, Historiker und Medien sie im Regelfall – ausser bei hochsensiblen Vorgängen – einsehen können.

Aber erst vor zwei Monaten, so schreibt die «New York Times», seien 55'000 Seiten von Clintons offizieller E-Mail-Korrespondenz den zuständigen Stellen wie vorgeschrieben überlassen worden. Clintons Mitarbeiter gaben jedoch nicht bekannt, unter welchen Kriterien die Auswahl erfolgte.

Clinton war von 2009 bis 2013 Aussenministerin. Die ehemalige New Yorker Senatorin gilt als wahrscheinliche Kandidatin für die US-Präsidentschaftswahl 2016. Noch hat sie ihre offizielle Bewerbung für die Demokraten allerdings nicht bekannt gegeben.

Clintons Nachfolger im Aussenministerium, John Kerry, kommuniziere korrekt über eine amtliche Adresse des State Department, berichtet die «New York Times». (bka/Reuters)



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