Gesellschaft & Politik
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Nach Krawallen in Ferguson

Obama stellt Militärausrüstung für Polizei auf den Prüfstand



FILE - In this Aug. 11, 2014 file photo, police wearing riot gear walk toward a man with his hands raised in Ferguson, Mo. The response to Brown’s death turned violent because of a convergence of factors, observers said. (AP Photo/Jeff Roberson, File)

Szene aus Ferguson: Das sind Polizisten, keine Soldaten. Bild: Jeff Roberson/AP/KEYSTONE

US-Präsident Barack Obama prüft nach den Krawallen in Ferguson im Bundesstaat Missouri die Abgabe militärischer Ausrüstung an die Polizei. Die entsprechenden Bundesgesetze und -mittel sollten hinterfragt werden, teilte am Samstag das Präsidialamt mit.

Die Programme, auf deren Basis staatliche und kommunale Ordnungskräfte militärische Ausrüstung erwerben können, waren nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ausgeweitet worden. Nun soll den Angaben zufolge geklärt werden, ob die Programme angemessen sind und ob die Polizei ausreichend trainiert ist im Umgang mit Armeewaffen.

Abgeordnete und Bürger sind schockiert

Immer mehr Abgeordnete kritisieren die Militarisierung der Polizei. Auch viele US-Bürger reagierten schockiert darauf, dass Polizisten mit Armeewaffen bei den Krawallen in Ferguson im Einsatz waren.

Auslöser der Auseinandersetzungen war, dass am 9. August ein weisser Polizist unter ungeklärten Umständen den 18-jährigen Schwarzen Michael Brown erschossen hatte. Medienberichten zufolge wurde der unbewaffnete junge Mann von sechs Kugeln getroffen.

Der Fall hat eine erneute Rassismusdebatte ausgelöst. Auch am Samstag protestierten in Ferguson Hunderte Amerikaner friedlich gegen den gewaltsamen Tod Browns. (sda/reu)

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