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Homeless encampment occupants cross the polluted Coyote Creek as authorities break down a massive homeless encampment known as

Die Behörden begründeten die Räumung des «Jungle» (Dschungel) unter anderem mit prekären hygienischen Bedingungen. Bild: BECK DIEFENBACH/REUTERS

«The Jungle» geräumt

Für ein Obdachlosen-Camp hat es im Silicon Valley keinen Platz

Im Silicon Valley haben zweihundert Obdachlose ihr provisorisches Zuhause verloren. Die Polizei räumte den «Dschungel», wie das Camp genannt wurde. Zuvor war den Bewohnern mit einer Strafanzeige gedroht worden.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Das Silicon Valley in Kalifornien ist einer der wichtigsten IT-Standorte weltweit. Weltkonzerne wie Google, Apple und Intel haben sich hier niedergelassen und tüfteln an der digitalen Zukunft. An Geld mangelt es hier schon lange nicht mehr, viele Mitarbeiter der grossen Konzerne führen ein luxuriöses Leben. Da passt ein großes verwahrlostes Obdachlosen-Camp nicht so recht ins Bild.

Doch ein solches Camp gibt es im Silicon Valley, beziehungsweise gab es. Denn die Stadt San José hat das etwa zweieinhalb Quadratkilometer grosse Areal namens «Der Dschungel» am Donnerstag räumen lassen. Die Polizei rückte zusammen mit Bauunternehmern, Sozialarbeitern und Tierschützern an, das Camp wurde abgebaut. Gegenwehr vonseiten der Obdachlosen gab es nicht.

Police officers help Bobby Labow (L) push his cart out of a muddy hill as authorities break down a massive homeless encampment known as

Polizisten unterstützen einen Obdachlosen dabei, sein in einem Einkaufswagen gesammelten Hab und Gut aus dem Camp zu räumen. Bild: BECK DIEFENBACH/REUTERS

Durch den Abbau des Camps verlieren etwa 200 Menschen ihr - wenn auch nur provisorisches - Zuhause. Bereits am Montag hatten die Behörden die Bewohner aufgefordert, das Gelände bis Donnerstag zu verlassen. Andernfalls drohe eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs.

A tree house hangs in a tree as authorities break down a massive homeless encampment known as

Auch der oder die Bewohner dieses Baumhauses im «Jungle» waren vom Räumungsbefehl betroffen. Bild: BECK DIEFENBACH/REUTERS

Die Stadtverwaltung begründete die Räumung mit steigender Gewalt und unhygienischen Zuständen in dem Camp. In den vergangenen Monaten hatte ein Bewohner des Camps ihr zufolge versucht, einen anderen zu erwürgen. In einem anderen Fall wurde ein Obdachloser mit einem Hammer fast zu Tode geschlagen. (trs/jbe/AP)

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