DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Tötungsdelikt in Flaach

Drohungen gegen Winterthurer KESB – 48-Jähriger verhaftet



Logo der Kindes- und Erwachsenenschutzbehoerde (KESB) in Winterthur am Samstag, 3. Januar 2015. Eine 27-jaehrige Frau steht unter dem dringenden Verdacht, am Neujahrsabend in Flaach ihre zwei Kinder getoetet zu haben. Nach Medienberichten hatte die Kinderschutzbehoerde (KSEB) in Winterthur den Eltern die Obhut entzogen. Die Kinder waren bis zum 19. Dezember in einem Heim und konnten nur ueber die Feiertage nach Hause. Seit 1. Januar 2013 gibt es in der Schweiz keine Vormundschaftsbehoerden mehr. Deren Aufgaben wurden von den regionalen Kindes- und Erwachsenenschutzbehoerden (KESB) übernommen. (KEYSTONE/Walter Bieri )

Bild: KEYSTONE

Ein 48-jähriger Mann soll im Internet Morddrohungen gegen die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Winterthur-Andelfingen ausgestossen haben. Er wurde am Mittwochmorgen verhaftet, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. Auch gegen andere Personen wird ermittelt. 

Auf einer Internet-Plattform wurde mehrfach zum Mord an KESB-Mitarbeitenden aufgerufen. Die Ermittlungen führten auf die Spur eines Schweizers, der im Kanton Aargau wohnt. Er wurde an seinem Wohnort verhaftet. 

Er werde sich mutmasslich wegen mehrfacher öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen oder Gewalttätigkeit zu verantworten haben, heisst es in der Mitteilung. Der Verhaftete ist nicht der einzige, der die Tragödie von Flaach ZH zum Anlass nimmt, die zuständige KESB massiv zu bedrohen. Die Ermittlungen werden deshalb weitergeführt. 

Die Kantonspolizei und die Stadtpolizei Winterthur ergriffen Massnahmen zum Schutz der KESB-Mitarbeitenden. Diese würden bis auf weiteres aufrechterhalten. Auf dringendes Anraten der Polizei sagte die KESB eine für heute Mittwoch vorgesehene Medienkonferenz ab. 

Auslöser der Drohungen und Beschimpfungen war das zweifache Tötungsdelikt an zwei Kindern am Neujahrstag in Flaach. Die Mutter hat die Tötungen gestanden. Gemäss ersten Erkenntnissen der Rechtsmedizin hat sie den fünfjährigen Sohn und die zweijährige Tochter erstickt. Die Tat hängt mit einer Verfügung der KESB zusammen, welche die Kinder vorübergehend in einem Heim platzierte.(aeg/sda)

Bild

Tatort des Tötungsdelikts von Flaach. Bild: newspictures.ch

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Keine Masken, dafür Jodelgesänge: Polizei leitet Untersuchung wegen Berner SVP-DV ein

Für so viel Aufmerksamkeit hat die DV der Berner SVP noch nie gesorgt. Was ist geschehen? Die Parteiversammlung der kantonalbernischen SVP lief total aus dem Ruder: Statt wie geplant 180 drängten sich am Dienstagabend über 430 Personen in den Kreuzsaal in Belp BE. Die geltenden Covid-Schutzmassnahmen wurden kaum beachtet. Praktisch niemand trug eine Maske, Abstände wurden nicht eingehalten.

Stattdessen sangen und jodelten die Delegierten mit voller Kehle, wie neue Videoaufnahmen zeigen.

Auch …

Artikel lesen
Link zum Artikel