Gesellschaft & Politik
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Bild 13 Überseehafen, Stückgutpier am Kai Hafen A
Die Stückgutpiers sind mit modernen Blocksäulenkränen ausgestattet, die ein schnelles Ent- und Beladen der Schiffe ermöglichen. Im Überseehafen können Stückgüter aller Art sowie Schüttgut und flüssige Ladung umgeschlagen werden.

(Originalbeschreibung der Dia-Serie von 1966, weitere Angaben: siehe Albumbeschreibung)

Damen flanieren 1966 unter dem Hafenkran, der dereinst das Zürcher Limmatquai zieren soll. Bild: flickr.com/dimot_hal

Sozialisten-KRAN

Die ersten Bilder des Zürcher Hafenkrans

Der Initiator des Zürcher Hafenkran-Projekts hält Details zu seinem Hafenkran zurück. Aussehen tut er folgendermassen: grün, dreibeinig und 40 Meter hoch. 



Wie der Landbote berichtet, importiert die Zürcher Künstlergruppe Zürich Transit Maritim um Jan Morgenthaler ihren umstrittenen Hafenkran aus Rostock. Details zur Herkunft und Geschichte des Krans erhielt watson weder von Morgenthaler («Der Hafenkran wird erst ausgegraben. Ich bestätige und dementiere nichts.») noch von der Pächterin des Rostocker Hafengrundstücks («Nur Herr Morgenthaler darf über den Hafenkran sprechen»). Auch eine Zugangs- oder Fotografier-Erlaubnis zum baugleichen, zweiten Hafenkran am Rostocker Hansa-Quai ist nicht erhältlich.  

Die Drehplattform-Krane der Marke Takraf aus DDR-Produktion standen 1966 im Rostocker Hafen dicht an dicht.  Bild: flickr.com/dimot_hal

Aufgrund eines Schattenbildes, das Morgenthaler selbst veröffentlicht hat, ist es jedoch gelungen, den Hafenkran, der diesen Frühling am Zürcher Limmatquai aufgestellt wird, zweifelsfrei zu identifizieren. Luftaufnahmen von Bing zeigen, dass die Gleisstruktur und die Gebäude am Hansa-Quai sowie dessen Länge mit den Gegebenheiten auf Morgenthalers Schattenbild übereinstimmen. Bilder aus einem Privatblog und aus einer DDR-Touristen-Diashow aus dem Jahr 1966 zeigen den zukünftigen Zürcher Hafenkran. Dieser ist grün, hat drei Beine und ist rund 40 Meter hoch. 

Ein ursozialistischer Hafenkran 

«Takraf» ist die Abkürzung für «Tagebau-Ausrüstungen, Krane und Förderanlagen» und bezeichnete eine integrierte industrielle Betriebsgruppe der ehemaligen DDR. Zu ihr gehörten fast alle «Volkseigenen Betriebe» der Branche. Vorläufer dieses sogenannten Kombinates war die VVB Takraf, die bis 1980 bestand und bis 1965 den Namen VVB Bergbau-Ausrüstungen und Förderanlagen trug. Die Takraf-Produkte wurden unter einem Einheitslogo auch in anderen Ländern vermarktet. Die Takraf ist 1990 reprivatisiert worden und ist heute einer der führenden Anbieter und Monteure von Verlade- und Tagbauvorrichtungen. 

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