Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Jacqueline Fehr (SP/ZH) aeussert sich zum Risikoausgleich fuer Krankenkassen am Mittwoch, 4. Dezember 2013, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Die 51-Jährige Jacqueline Fehr aus Winterthur zieht an der Seite des amtierenden Sicherheitsdirektors Mario Fehr in den Zürcher Regierungsrats-Wahlkampf (KEYSTONE/Lukas Lehmann) Bild: KEYSTONE

Fehr will Aeppli beerben

Jacqueline Fehr zieht für die SP des Kantons Zürich in den Regierungs-Wahlkampf



Die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Fehr soll im Frühling 2015 für die SP den Sitz der nicht mehr antretenden Regierungsrätin Regine Aeppli verteidigen. Die 51-Jährige zieht damit an der Seite des amtierenden Sicherheitsdirektors Mario Fehr in den Regierungsrats-Wahlkampf.

Der SP-Delegiertenversammlung stellten sich am Samstag in Winterthur vier Politikerinnen zur Wahl. Zu Gunsten von Jacqueline Fehr wurde in der Diskussion unter anderem ihre grosse politische Erfahrung genannt. Zudem spreche sie auch Nicht-SP-Wähler an.

Die Delegierten entschieden sich gleich im ersten Wahlgang für Jacqueline Fehr als neue Regierungsratskandidatin. Bei einem absoluten Mehr von 85 Stimmen erzielte sie deren 95. Die Mitkandidierenden, Nationalrätin Chantal Galladé und Kantonsrätin Sabine Sieber Hirschi, kamen nur auf je 19 Stimmen, Kantonsrätin Priska Seiler erhielt 37 Stimmen.

Jacqueline Fehr hatte ihre politische Karriere 1990 als Mitglied des Winterthurer Stadtparlaments begonnen, wurde 1991 in den Kantonsrat gewählt und rückte 1998 in den Nationalrat nach. Sie gilt als politisch beschlagen, aber nicht immer einfach im Umgang. Die Gründerin und Inhaberin des atelier politique wohnt in Winterthur und ist Mutter zweier erwachsener Söhne.

Mario Fehr unbestritten

Mario Fehr seinerseits war nicht bestritten. Er wurde mit Akklamation für die erneute Kandidatur bestätigt. Mario Fehr ist seit 2011 Mitglied der Zürcher Kantonsregierung, wo er der Sicherheitsdirektion vorsteht.

Ausser der Verteidigung beider Regierungsratssitze strebt die SP ZH an, bei den Wahlen ins Kantonsparlament zuzulegen. Zudem sprach Parteipräsident Daniel Frei die nationalen Wahlen vom Herbst 2015 an. Hier kämpfe die SP für den Wiedereinzug in den Ständerat – «nach über 30 Jahren Abstinenz». Zudem strebe die Partei einen achten Nationalratssitz an.

Der Zuercher Regierungsrat Mario Fehr nimmt am Ratsherren-Schiessen teil, am Montag, 14. Juli 2014, in Uster. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr ist seit 2011 Mitglied der Zürcher Kantonsregierung, wo er der Sicherheitsdirektion vorsteht. Bild: KEYSTONE

Bisher drei neue Kandidierende

Zu den Wahlen am 12. April 2015 treten zwei amtierende Regierungsratsmitglieder nicht mehr an: SP-Bildungsdirektorin Regine Aeppli und die freisinnige Finanzdirektorin Ursula Gut. Wen die FDP im Kampf um ihren Sitz ins Rennen schickt, entscheiden die Delegierten am kommenden Donnerstag.

Die CVP ihrerseits will den 2011 an die Grünen verlorenen Sitz zurückerobern. Die Partei hob bereits Anfang April die 56-jährige Juristin und Kantonsrätin Silvia Steiner auf den Schild. Auch die EVP tritt zu den Wahlen an: Sie schickt den 44-jährigen Winterthurer Stadtparlamentarier Nik Gugger ins Rennen.

Die Zürcher Kantonsexekutive setzt sich gegenwärtig zusammen aus je zwei Vertretern von SP (Mario Fehr, Regine Aeppli), FDP (Thomas Heiniger, Ursula Gut) und SVP (Markus Kägi, Ernst Stocker) sowie einem Grünen (Martin Graf). (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Ernst Stocker lässt Firmen warten – der Thurgau zeigt, wie einfach Geldverteilen geht

Einige Kantone tun sich schwer, das Härtefallprogramm für angeschlagene Firmen schnell umzusetzen. Der Kanton Thurgau zeigt, wie es auch einfach, unkompliziert und vor allem schnell ginge.

Normalerweise kommt an den Bundesratspressekonferenzen Gesundheitsminister Alain Berset (SP) die meiste Aufmerksamkeit zuteil. Doch am Mittwoch stahl ihm ein anderer die Show. Der Zürcher Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) schien verärgert. Als Präsident der Finanzdirektorenkonferenz sollte er über die Umsetzung der Härtefall-Regelung referieren, deren Lockerung Bundesrat Ueli Maurer (SVP) soeben kommuniziert hatte. Doch irgendwie schien Stocker etwas unleidig.

>>> Alle News zum …

Artikel lesen
Link zum Artikel