Gesellschaft & Politik
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Der Zürcher Polizeivorsteher Richard Wolff.  Bild: KEYSTONE

Polizeivorsteher zu Derby-Ausschreitungen

«Aus meiner Sicht sind Böller und Pyros nicht zwingend»

Der Zürcher Polizeivorsteher hat sich nach der Einkesselung von 800 FCZ-Fans am Samstag heute erstmals gegenüber den Medien geäussert. 

26.02.15, 07:47 26.02.15, 09:04

Richard Wolff, der Polizeivorsteher der Alternativen Liste, hat sich nach eigenen Angaben drei Tage Zeit gelassen, um öffentlich auf den Kessel von der Badenerstrasse zu reagieren, weil er sich ein genaues Bild der Geschehnisse machen wollte. Gegenüber dem Tages-Anzeiger sagte Wolff, der Einsatz vor und während des Hochrisikospiels sei nicht so geplant gewesen. «Bei solchen Begegnungen ist die Stadtpolizei mit einem bestimmten Dispositiv vor Ort. Das war auch am letzten Samstag der Fall. Wir haben die Einkesselung nicht geplant oder vorbereitet. Sie hat sich aus der Situation ergeben», sagt Wolff. 

Der Einsatz von pyrotechnischem Material und Böllern seitens der Fans habe die öffentliche Sicherheit gefährdet, weshalb ein Eingreifen nötig geworden sei. Man halte an der Praxis fest, Fanmärsche zu tolerieren, die friedlich ablaufen. Den Vorwurf, man habe zu viele Unbeteiligte Fans festgehalten, kontert Wolff mit Vorwürfen an die Fans. «Ich weiss, dass man im Speziellen Familien aus dem Kessel hinausschleusen wollte, die Einsatzkräfte sind aber von Fans daran gehindert worden», sagt Wolff.

Die Frage, was mit den Daten der sämtlich erfassten Fans passiert, beantwortet Wolff folgendermassen: «Die Polis-Daten werden nach fünf Jahren gelöscht. Mich interessiert aber, wer genau Zugriff auf diese Daten hat. Das will ich noch im Detail abklären.» (thi)

Einkesselung vor, während und nach Zürcher Derby



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pius C. Bünzli 26.02.2015 10:19
    Highlight Aus meiner Sichtweise ( Innerhalb des Käfigs ) her gesehen, war der Polizeieinsatz inkl. folgende gewalttätige Übergriffe seitens Polizei und Fans die tatsächliche Gefahr für die Öffentlichkeit. Angerichtete Sachschäden und Verwüstungen fanden erst nach und während dem Polizeieinsatz statt.

    P.S. Ich bin from um die neutrale Berichterstattung der Watson Redaktion. War nicht in allen Zeitungen der fall.
    2 0 Melden

Der nette Herr Molina

Ex-Juso Präsident Fabian Molina ist seit gut 100 Tagen im Nationalrat – und mit 27 Jahren der jüngste Parlamentarier im Bundeshaus. Grund genug, um mit dem Zürcher einen Kaffee zu trinken, ein paar Zigaretten zu rauchen und über die grossen Themen zu plaudern.

Fabian Molina sitzt schon seit einer Weile am Tisch nebenan, aber die äusserliche Unscheinbarkeit lässt ihn verschmelzen mit der lustig-zusammengewürfelten Ausseneinrichtung dieses Treatment-Cafés in den Ausläufern des Zürcher Kreis 4. Vielleicht liegt es auch daran, dass er in einem dieser Strandkörbe sitzt, die überall ausser auf Sylt und in vernachlässigten Hinterhofgärten fürchterlich deplatziert wirken, und zudem Kopf und Oberkörper ihrer Bewohner wegschlucken.

Kurz: man sieht ihn nicht.

Er …

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