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Ein pinkes Mittel soll dazu beitragen, dass jeder sich die Hände noch gründlicher desinfiziert. Bild: Heyfair

Mit Pink gegen Keime

06.03.18, 09:25
Team watson
Team watson



Im Krankenhaus lauern Keime. So ziehen sich in der Schweiz pro Jahr rund 70'000 Menschen eine Spitalinfektion zu – 2000 sterben letztlich daran. Gemäss Schätzungen könnten ein Drittel dieser Infektionen mit der richtigen Hygiene verhindert werden. Dazu gehört insbesondere das gründliche Desinfizieren der Hände.

Damit Ärzte und Pfleger sich noch sorgfältiger und lückenloser die Hände desinfizieren, hat das deutsche Start-up Heyfaire ein neues Desinfektionsmittel entwickelt. Das Besondere daran: Es ist pink. Zumindest für die ersten 120 Sekunden. Danach verschwindet die Farbe restlos.

Innert 120 Sekunden wird die Farbe unsichtbar

Bild: Heyfair

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Dank der pinken Farbe kann jeder sofort erkennen, ob er seine Hände lückenlos desinfiziert hat. Und ob er eine genügend grosse Menge des Mittels verwendet hat. «Wir haben die Farbigkeit so eingestellt, dass die Hände erst bei einer ausreichenden Menge so richtig schön pink werden», sagt Robert Hellmundt, einer der Gründer des Start-ups, gegenüber dem Magazin Enorm. Denn vielen sei gar nicht bewusst: «Bei zu wenig Desinfektionsmittel leidet die Wirksamkeit, es werden nicht alle Erreger abgetötet.»

Ab diesem Jahr soll die neue Erfindung bei Hygieneschulungen genutzt werden. Krankenhäuser und Labors können das Mittel ab 2019 benutzen.  

>>> Im Labor gezüchtete Knochen könnten bald Orthopädie-Patienten helfen

Israelische Forscher haben einem Patienten im Labor gezüchtetes Knochengewebe aus körpereigenen Zellen implantiert. Nun  schöpfen schwierige Orthopädie-Patienten Hoffnung.

Mit dem gezüchteten Knochengewebe sei eine Lücke von vier Zentimetern in seinem Schienbein geschlossen worden, sagte der behandelnde Arzt Nimrod Rozen vom Haemek Spital im Norden Israels an einer Medienkonferenz. Der Eingriff sei bislang einmalig. 

Die israelische Firma Bonus Biogroup in der Küstenstadt Haifa hat das Knochengewebe gezüchtet. Dafür wurde dem Patienten Fettgewebe abgesaugt, wie Firmenchef Schai Meretzki das Verfahren erklärt. Innerhalb von zwei Wochen wird damit später im Labor Knochengewebe gezüchtet. 

Nimrod Rozen und sein Team. bild: dpa / sda

Innerhalb von zwei Monaten entwickle sich das Gewebe dann zu einem Knochen. Der neue Knochen verhalte sich ganz normal, bei Jugendlichen etwa wachse er mit. Meretzki: «Weil jeder Patient einen Knochen bekommt, der aus seinen eigenen Zellen geschaffen wurde, gibt es keine Nebenwirkungen, es besteht nicht die Gefahr einer Immunabwehr.»

Joachim Nickel, Wissenschaftler am Lehrstuhl für Gewebezüchtung am Universitätsklinikum im deutschen Würzburg, erklärt: «Die Alternative bei einer solchen Knochenfraktur ist, dass man einem Patienten an einer gesunden Stelle des Körpers Knochen entnimmt und an die defekte Stelle transplantiert.» Er verweist auf Zahlen, wonach in der westlichen Welt bis zu jeder zehnte Bruch nicht selbständig verheilt. «Für alle diese Fälle käme das eben infrage», sagt er.

Die israelischen Wissenschaftler betonen, dass Menschen vor allem durch den Alterungsprozess, Infektionen oder Tumore Knochen verlören. So könnten mit dem Verfahren auch etwa durch Osteoporose brüchige Knochen wieder gefestigt werden. (sda/ats)

>>> Lego goes Öko: Das tut der Spielzeughersteller, um seine Ökobilanz zu verbessern

Die farbigen Bauklötze lassen nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Auch unter den Erwachsenen lassen sich begeisterte Sammler finden. Doch einen Haken haben die Bausteine: Sie bestehen aus Kunststoff, der aus Erdöl gewonnen wird. Das sorgt nicht gerade für eine positive Ökobilanz des dänischen Spielzeugherstellers.  

Das lebensgrosse Lego-Haus in Billund, Dänemark.  bild: EPA/Scanpix Denmark

Lego will das nun ändern. Und plant ab 2030 einen grossen Teil seiner Bauklötzchen nur noch aus pflanzlichem Kunststoff herzustellen. Dadurch will der Spielzeug-Konzern unabhängig von fossilen Rohstoffen sein und so seinen ökologischen Fussabdruck verringern.

Bäume, Büsche und Blätter werden bereits ab 2018 Erdöl-frei produziert.  Bild: obs/LEGO GmbH/Maria Tuxen Hedegaard

«Es hört sich vielleicht übertrieben an, aber wir sind überzeugt, dass wir es den Kindern schuldig sind, ihren Planeten nicht zu beschädigen, indem wir ihr Lieblingsspielzeug herstellen», sagte Tim Brooks, der Vizepräsident des Umweltcenters von Lego in einem Interview gegenüber Mashable

Die ersten «Öko-Legos» kommen noch vor 2030 auf den Markt, wie Lego in einer Meldung mitteilte. Alle botanischen Lego-Elemente wie Blätter, Bäume und Büsche werden bereits dieses Jahr aus Polyethylen bestehen. Polyethylen ist ebenfalls ein Kunststoff, aber auf Zuckerrohrbasis. 

>>> Weil andere es nötiger haben: Kanadische Ärzte wollen auf Lohnerhöhung verzichten

Die Löhne von kanadischen Ärzten sollen bis 2023 erheblich erhöht werden. Dagegen wehren sich nun mehr als 250 Ärzte aus der Provinz Québec. Der Grund: Die Gelder werden an anderen Orten dringlicher benötigt. So würden beispielsweise Krankenschwestern und andere Posten in der Pflege weiterhin unter harten Arbeitsbedingungen leiden.

In einem offenen Brief an die Regierung der Provinz haben die Ärzte deshalb gefordert, dass zuerst die Löhne der Krankenschwestern und des Pflegepersonals angehoben werden sollten. 

Die Ärztin Isabelle Leblanc, Mitunterzeichnerin des Briefes, sagt zu «thestar.com», dass die Gelder im Gesundheitssystem begrenzt sind. «Wenn man den Ärzten mehr ausbezahlt, bleibt weniger für die anderen Angestellten übrig», so Leblanc. Das Argument, Ärzte sollen besser bezahlt werden, weil sie härter arbeiten, will Leblanc nicht gelten lassen: «Viele Leute arbeiten hart.» 

Nun liegt der Ball bei der Regierung. Der Gesundheitsminister von Québec, Gaetan Barrette, sagt, er sei bereit, den Ärzten weniger und anderen Arbeitsposten mehr zu bezahlen.

Besonders Spezialisten verdienen in Kanada mit 400'000 bis 700'000 Dollar im Jahr bereits sehr gut. Währenddessen werden die harten Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals seit längerem angeprangert.

Im Januar erst ging ein Foto der Krankenschwester Emilie Ricard auf Facebook viral. Das Bild zeigt sie völlig aufgelöst nach einer Schicht, in der sie sich eigenen Angaben zufolge alleine um über 70 Patienten kümmern musste.

>>> Obdachlose finden in der Boxhalle Zuflucht vor der eisigen Kälte

Es ist kalt draussen, eisig kalt. Im Freien schlafen ist bei diesen Minustemperaturen lebensgefährlich. Darum sind die Notunterkünfte derzeit besonders gut besucht, kommen teils an ihre Kapazitätsgrenze.

In Hamburg springt jetzt der Box-Club Hamburg Giants in die Bresche. Der Verein teilte am Dienstag mit, dass bis am Freitag Obdachlose in der Trainingshalle der Boxer übernachten dürfen und damit Schutz vor der Kälte finden. 

«Wir haben zwar keine Feldbetten, aber immerhin Matten und einen weichen Boxring», sagt Giants-Geschäftsführer Raiko Morales zum Hamburger Strassenmagazin Hinz & Kunzt. Man könne Obdachlose in der Kälte nicht alleine lassen, führt er weiter aus. «Deshalb war es für uns klar, dass wir bei einem solch extremen Wetter schnell reagieren müssen.» Die Herkunft der Bedürftigen spielt dabei keine Rolle, wie der Geschäftsführer betont: «Boxen ist Vielfalt. Jeder, der Hilfe benötigt, wird sie bekommen.»

In der Trainingshalle erwartet die Obdachlosen nicht nur eine weiche Matte, sondern auch eine warme Suppe, die ehrenamtliche Helfer für sie kochen. Zudem wird ein Mitternachtstraining angeboten.

>>> Nie mehr im toten Winkel: Ein neues Sicherheitssystem will Radfahrer schützen

Das System überwacht laut dem Erfinder den toten Winkel bis zu einer Breite von vier und einer Annäherungstiefe von 40 Metern. Bild: printscreen bike-flash

Jedes Jahr sterben auf Schweizer Strassen Menschen wegen des toten Winkels. Häufiger Fall: abbiegende Autos fahren Velofahrer an. 

Der deutsche Erfinder Martin Budde will das nicht länger hinnehmen – und hat deshalb ein neues Verkehrswarnsystem namens Bike-Flash erfunden. Das System soll Velofahrer, aber auch Fussgänger und Skateboarder vor Abbiegeunfällen schützen.

Anders als Abbiegeassistenten im Fahrzeug, die nur für Lastwagen existieren, wird Bike-Flash an Säulen im Strassenraum fix installiert. Das Ganze sieht dann so aus: 

Das System wird an Strassensäulen befestigt. bild: bike-flash

bild: bike-flash

Bike-Flash reagiert mit speziellen Sensoren auf Körperwärme. «Bike-Flash überwacht den toten Winkel permanent durch Wärmesensorik», erklärt Budde. Erkennt das System im Wärmebild zum Beispiel einen Velofahrer, dann aktiviert es an einem fest installierten Mast vier blinkende Warnlichter. 

Das System überwacht laut Budde den toten Winkel bis zu einer Breite von vier und einer Annäherungstiefe von 40 Metern. Doch Sicherheit hat seinen Preis: Die seit Anfang Jahr europaweit angebotene Anlage kostet zwischen 15'000 und 20'000 Euro.

>>> Jetzt kann die Suche nach Leben auf dem Mars beginnen

Seit Jahrhunderten spekuliert die Menschheit über die Möglichkeit von Leben auf dem Mars. Nun kommen wir der Antwort möglicherweise näher: Eine 2016 in den Weltraum geschickte Sonde wird ab März 2018 mit der Suche nach Spuren von Leben auf dem roten Planeten beginnen können.

Bild: EPA/ESA

Wie die Europäische Weltraumorganisation (ESA) mitteilte, sollen die Messgeräte unter anderem nach Methan in der Atmosphäre rund um den Mars suchen. Die Sonde des europäisch-russischen Forschungsprojekts ExoMars hat vor kurzem komplexe Bremsmanöver in der oberen Marsatmosphäre abgeschlossen, die dafür nötig waren. «Jetzt kann die Mission endlich anfangen», sagte der Leiter des ESA-Missionsbetriebs, Paolo Ferri.

Die Sonde wurde im März 2016 von Kazakhstan aus in den Weltraum geschickt. Bild: AP/AP

Gesteuert wird die Sonde vom Satellitenkontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation in Darmstadt aus. Atmosphärenbremsungen um einen fremden Planeten, der normalerweise 225 Millionen Kilometer entfernt ist, seien ein unglaublich schwieriges Unterfangen, teilte die Organisation mit. Zum Vergleich: Würde man auf dieselbe Weise ein Auto, das Tempo 50 fährt, an einer Kreuzung anhalten wollen, müsste man sechs Kilometer vorher mit dem Bremsen beginnen.

Die Sonde erreichte die Umlaufbahn um den Mars im Oktober 2016. Im Jahr 2020 soll ausserdem ein ferngesteuertes Fahrzeug zum Mars geschickt werden. (sda/dpa)

>>> Forscher haben eine Entdeckung gemacht, die das Leben von Millionen Menschen retten könnte

Sauberes Leitungswasser ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Sind wir durstig, öffnen wir ganz einfach den Wasserhahn und schon haben wir sauberes und ungefährliches Wasser zum Trinken. 

Doch fast einen Drittel der Weltbevölkerung, 2,1 Milliarden Menschen, haben kein sauberes Trinkwasser. «Jedes Jahr sterben Millionen Menschen, viele davon Kinder, an Krankheiten, die im Zusammenhang mit Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Hygiene stehen», sagt Dong Han Seo. Er ist Wissenschaftler bei Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO). Mit seinem Team hat er vor kurzem eine Entdeckung gemacht, welche dieses Problem massgeblich verbessern könnte. 

Der Membran «Graphair». bild: csiro

Das Team entdeckte einen Filter, den sie «Graphair» nannten. Bisher sei das Filtern von Wasser ein zeitaufwendiges Verfahren gewesen. Doch mit Graphiar könne sogar stark verschmutztes Wasser in nur einem einzigen Schritt trinkbar werden. 

Der Stoff «Graphen» ist eine Kohlenstoffverbindung mit einer einzigartigen Struktur. Es ist gleichzeitig das dünnste und stärkste Material der Welt. Forscher haben für die Entdeckung dieses Stoffes bereits 2010 den Nobelpreis gewonnen. Die Forscher von CSIRO haben jetzt herausgefunden, wie vielseitig das einzigartige Material angewandt werden kann. 

Dank einer Graphair-Membran ist es möglich, sogar stark verschmutztes Wasser zu reinigen. Dong Han Seo zeigt in einem Video, wie er Wasser aus dem Haven von Sydney filtert und trinkbar macht. Sogar Salz, Waschmittel oder Öl könne zu 100 Prozent entfernt werden, sagt er.

Forscher Dong Han Seo filtert Wasser

Video: YouTube/John Connor

Nun hofft das Forscherteam, dass sie ihre neue Entdeckung so bald wie möglich in Entwicklungsländern testen können. 

>>> Dieser 21-Jährige mit Downsyndrom kreiert die wahrscheinlich besten Socken der Welt😍

John Conin ist 21 Jahre alt und mag Socken. Aber nur dann, wenn sie so richtig crazy bunt sind. Denn der 21-Jährige mit Downsyndrom ist auch Inhaber des Start-Ups «John's Crazy Socks».   

2016 gründete Conin zusammen mit seinem Vater den Online Shop. Innerhalb eines Jahres haben die beiden mehr als 42'000 Sockenpaare verkauft. Und dabei mehr als 1,7 Millionen Dollar eingenommen. Selbst der kanadische Premierminister Justin Trudeau trägt die bunten Kreationen an seinen Füssen. 

John und sein Vater Mark. 

Conin will mit seinen Socken Freude verbreiten. Und zeigen, dass man auch mit Downsyndrom sehr viel erreichen kann. «Meine Behinderung hat mich noch nie von etwas abgehalten», sagte er gegenüber dem Magazin Ze.tt. Und so macht Conin das, was ihm am meisten Spass macht: Den Menschen mit kunterbunten Socken ein Lächeln ins Gesicht zaubern. 

>>> «Hallo, hier spricht dein Kühlschrank. Iss endlich dein Joghurt, sonst läuft es ab!»

Auch der Kühlschrank könnte in Zukunft «smarter» werden und dich auf das Ablaufdatum deiner Milch aufmerksam machen.  Bild: KEYSTONE

Es passiert jedem. Beim Öffnen der halbvollen Tomatensauce oder dem abgelaufenen Joghurt: Schauriger Schimmel kriecht einem entgegen. Das Produkt landet im Abfall. Im Kühlschrank herrscht noch viel Optimierungsbedarf was Foodwaste anbelangt. 

Das fand auch Produktdesign-Studentin Jule Bols von der Folkwang Universität Essen, wie das Enorm-Magazin berichtet. Und darum kreierte sie einen smarten Kühlschrank, der seine Besitzer auf alte Lebensmittel aufmerksam macht.  

Bols verzichtete dabei auf laute Signaltöne. Ihr smarter Kühlschrank macht viel subtiler auf ältere Lebensmittel aufmerksam. Sie entwickelte ein Kühlschrankfach, dessen Glasfläche mit Drucksensoren, Zählern und einem energie-effizienten LED Modul ausgestattet ist. Sobald Lebensmittel auf die Platte gestellt werden, erkennen das die Drucksensoren. Ein Timer wird gestartet. Nimmt man das Produkt nach einer gewissen Anzahl Kühlschranköffnungen nicht vom Regal, beginnen die LED-Leuchten zu blinken. Und sie hören erst wieder auf, wenn das Produkt von der Fläche verschwindet oder konsumiert wird. 

Doch das ist nicht alles. Das «Lightshelf» ist auch individuell verstellbar. Denn jeder nutzt seinen Kühlschrank unterschiedlich intensiv. Ein eingebautes Programm berechnet die durchschnittliche Anzahl Türöffnungen im Haushalt und kombiniert diese mit den persönlichen Angaben des Verbrauchers. Sodass der Kühlschrank dafür sorgt, dass möglichst wenig Produkte im Abfall landen. 

>>> Hoch die Biergläser – Geniesser leben länger!

  Bild: EPA/AAP

Gute Nachrichten für alle, die sich gerne mal ein Gläschen gönnen: Laut einer Studie der Universität von Kalifornien erhöhen zwei Gläser Bier am Tag und einige überschüssige Pfunde die Lebenserwartung. 

Demnach reduzieren zwei Gläser Bier oder Wein das Sterberisiko um einen Fünftel. Im Alter etwas zuzunehmen wirke sich ebenfalls auf die Lebenserwartung aus. Auch Kaffee wurde positive Wirkungen nachgewiesen. Zwei Tassen davon kombiniert mit einem flotten Spaziergang pro Tag reduziere verfrühtes Dahinscheiden um 10 Prozent.

«Wer diese Gewohnheiten in seinen Alltag integriert, hat höhere Chancen ein reifes Alter zu erreichen», sagt Studienmitarbeiterin Claudia Kawas. Weiter rät sie dazu, ab einem Alter von 60 Jahren etwa 2 bis 5 Kilos zuzunehmen – Untergewichtige hätten eine um 50 Prozent höhere Sterblichkeit.

Einen Haken gibt es aber: «Die Empfehlungen garantieren nicht, dass die zusätzlichen Jahre gesund sein werden», sagt Studienmitarbeiterin Claudia Kawas.

Für die Studie analysierte ein US-amerikanisches Team Daten von 14'000 Freiwilligen im Alter zwischen 55 und 100 und verfolgte diese während 37 Jahren. 

>>> App will für gute Debatten sorgen – ohne Trolle

Die Debattenkultur im Internet verläuft lange nicht immer korrekt. Trolle, die Andersdenkende beleidigen und bedrohen, sind heute leider allgegenwärtig. Auch Filterblasen, in denen man nur auf Leute mit gleicher Meinung stösst, sind problematisch. 

Dem will die Non-Profit-App Mixmind nun entgegenwirken. Auf der Plattform sollen sich Leute mit verschiedenen Meinungen auf positive Art austauschen, ohne sich in die Haare zu kriegen.

Thematisiert werden sowohl politische, gesellschaftliche oder auch digitale Themen. Das Ganze funktioniert folgendermassen, erklärt das Tech-Newsportal Reset: Als User muss man zunächst einige Fragen beantworten (zum Beispiel: Findest du Apple-Produkte überteuert?). Anschliessend fragt Mixmind, ob man mit einem anderen Nutzer verbunden werden möchte. Bestätigt man dies, wird man mit einem Nutzer verknüpft, der auf die gleichen Fragen gegenteilige Antworten gegeben hat.

Für die korrekte Umgangsweise sollen dabei sogenannte «Mixpoints» sorgen. Diese kann man sich durch eine gute und faire Debattenkultur verdienen. Diese Punkte wiederum können für sogenannte «Modpowers» genutzt werden – das sind spezielle Aktionen, die man innerhalb der App vornehmen kann, um eine Debatte wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Zum Beispiel um einen Nutzer dazu zu bringen, seine Argumente auf eine respektvollere Weise zu formulieren.

>>> Jetzt sagt auch die Queen dem Plastik den Kampf an

Nicht nur die spanische Partyinsel Mallorca will den Plastik von der Insel verbannen (siehe unten). Der Kampf gegen den Kunststoff ist bereits auf noblere Kreise übergeschwappt. Queen Elizabeth II hat entschieden, Trinkhalme und Plastikflaschen aus den royalen Anwesen zu verbannen, berichtet der Telegraph. Die britische Zeitung beruft sich dabei auf den neuen Abfallplan des Buckingham-Palast. 

«Über die gesamte Organisation hinweg ist der königliche Haushalt bestrebt, seine Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern», sagte ein Sprecher des Palastes der Zeitung. Laut dem Bericht soll die Queen persönlich ein Interesse an dem Thema entwickelt haben. Und zwar aufgrund einer Dokumentation des britischen Naturfilmers Sir David Attenborough. 

Dieser Film soll es der Queen angetan haben – hier gibt's die Vorschau

Video: YouTube/BBC Earth

>>> Die Geschichte eines 71-Jährigen, der in einer U-Bahn einen Kiosk zum Zuhören mietet

bild: shutterstock

In der Hamburger U-Bahnstation Emilienstrasse befindet sich ein Kiosk. An den Seitenwänden sind Plakate mit Ohren befestigt. Kaufen kann man da nichts. Nur erzählen. 

Seit etwas mehr als fünf Wochen sitzt der 71-jährige Christoph Busch im Kioskhäuschen und wartet darauf, dass ihm wildfremde Menschen ihre Geschichten erzählen. Busch hat den Kiosk gemietet, um Menschen zuzuhören, denen sonst niemand zuhört. Und das Konzept funktioniert.  

«Ich scheine da einen Nerv getroffen zu haben: ‹Toll, endlich hört mal jemand zu!› Das habe ich jetzt so oft gehört. Irgendwie haben wohl alle das Gefühl, dass im Leben niemand mehr zuhören mag», sagte der Hör- und Drehbuchautor gegenüber Spiegel Online

Besuchen würden ihn Frauen und Männer, Junge und Alte – seine Besucher seien bunt gemischt, sagt Busch. Den Mietvertrag für den Kiosk hat er für sechs Monate unterzeichnet. Was danach passiert, weiss er noch nicht. Vielleicht ein Buch darüber schreiben. Geschichten dafür habe er jetzt schon genug, meint der 71-Jährige. 

>>> «Sofahopper», die App, die obdachlosen Jugendlichen hilft

screenshot: shutterstock

«Rausgeflogen? Abgehauen? Keine feste Bleibe mehr? Wir finden mit dir eine bessere Lösung als ein fremdes Sofa!», so wirbt das deutsche Onlineportal Sofahopper für seinen Service. 

Alleine in Deutschland haben laut dem Jugendinstitut 37'000 Menschen unter 26 Jahren keinen festen Wohnsitz. Viele von ihnen sind jedoch «versteckt» obdachlos, sie finden kurzfristig Unterschlupf bei Freunden. Sofahopper will hier Abhilfe schaffen. 

Betroffene können per App oder PC auf das Portal zugreifen und mit Sozialarbeitern in Kontakt treten. Je nach Problem helfen diese dann bei der Suche nach Job und Wohnung oder stehen den Jugendlichen anderweitig unterstützend zur Seite. Es ist das erste virtuelle Angebot der Art. Auch mit Name und Aufmachung versucht Sofahopper, dem Obdachlosen-Stigma entgegenzuwirken.

bild: screenshot sofahopper

Der Gedanke dahinter: jeder junger Mensch hat ein Smartphone – aber nicht unbedingt einen festen Wohnsitz. 

«Es ist erst mal ein Tropfen auf den heissen Stein», sagt Stiftungsvorstand Markus Seidel zur Süddeutschen Zeitung. Allerdings betont er, dass viele Betroffene ohne das Portal wohl kaum Hilfe gefunden hätten. Denn die Hemmschwelle, Kontakt übers Netz aufzunehmen, sei viel geringer, als direkt zu einer Anlaufstelle zu gehen. Seidel: «Es ist anonym und vielen ist gar nicht bewusst, dass sie überhaupt obdachlos sind.» Sie kämen nie auf die Idee, sich an Streetworker vor Ort zu wenden.

>>> Solarpflasterstein? Ja, das Trottoir ist jetzt auch eine Smartphone-Ladestation

Die Energiewende ist das grosse Thema des 21. Jahrhunderts. Auf der ganzen Welt suchen Forscher nach Lösungen für eine nachhaltige Energiegewinnung. In Budapest hat nun das junge Unternehmen Platio eine ausgefuchste Idee auf den Markt gebracht: Solarpflastersteine.

Ein Entwicklerteam hat Pflastersteine entwickelt, die als Sonnenkollektoren funktionieren. Das schreibt das Onlinemagazin Reset, das über digitale und grüne Innovationen berichtet. Mit dieser Erfindung wird das gewöhnliche Trottoir zur Strom-Station. 

Handy aufladen am Solarpflasterstein

Video: YouTube/Platio

Diese speziellen Pflastersteine werden mit einem rutschfesten und gehärteten Sicherheitsglas überzogen, um sie vor Beschädigung zu schützen. Ein Kontrollsystem ermöglicht die Einspeisung der gewonnenen Energie ins Stromnetz oder die direkte Nutzung der gewonnen Energie für elektrische Geräte und LED-Leuchtmittel. Im Winter könnten die Pflastersteine mit integrierten Heizfäden auch zur Schnee- und Eisbeseitigung genutzt werden.

>>> Studentinnen erfinden faltbaren Schlafplatz für Obdachlose

Wer viel im Internet Waren bestellt, bei dem Zuhause stapeln sich schnell einmal leere Kartonschachteln. Auch die deutschen Kommunikationsgestalterinnen Daniela Eisele, Laura Raab und Andrea Klause kennen diese Situation und suchten im Rahmen ihrer Bachelorarbeit nach einer nachhaltigen, aber auch sozialen Wiederverwertung für all diese Versandkartons.

Das Team hinter dem Projekt Nachtfalter. Bild: Nachtfalter

Das Produkt aus ihren Überlegungen heisst Nachtfalter. Es ist eine Art Bett für Obdachlose, das sich am nächsten Morgen ganz schnell zusammenfalten lässt und somit auch einfach zu transportieren ist. Zwar ist das Karton-Bett nicht mit einer Matraze zu vergleichen, aber es sorgt zumindest dafür, dass die Obdachlosen nicht direkt auf dem kalten und schmutzigen Boden schlafen müssen. Zudem können sie ihre Besitztümer unter der Liegefläche verstauen.

Der zusammengefaltete Schlafplatz

Das faltbare Bett stiess bei den ersten obdachlosen Testpersonen auf viel Zuspruch, wie das Online-Magazin Enorm berichtet. In der Bachelorarbeit beschreiben die Studentinnen die Rückmeldungen wie folgt: «Die Funktionalität, Einfachheit und Ästhetik überzeugt alle Probanden. Besonders das schnelle Auf- und Abbauen erzeugt sehr viel Euphorie.»

Bislang konnten erst Testpersonen den Nachfalter benutzen. Doch das soll sich ändern: Über ihre Website suchen die drei Entwicklerinnen nach Spendern von leeren Versandkartons. 

>>> Eine Telefonhotline will ältere Menschen aus der Einsamkeit holen

Bild: shutterstock

Einsamkeit macht traurig und auf die Dauer sogar krank. Nicht nur die Psyche, auch der Körper kann auf Einsamkeit mit Krankheitssymptomen reagieren.

Vor allem ältere Menschen sind oft einsam. Wenn der Ehepartner und nahe Freunde verstorben sind, die Kinder und Enkel weggezogen, dann kann die soziale Isolation zum Problem werden. Depressionen, Schlafstörungen und ein geschwächtes Immunsystem können Folgen davon sein. 

In Berlin engagieren sich nun Freiwillige gegen die Einsamkeit. Die Initiative «Silbernetz» will im kommenden Frühling eine Soforthilfe-Telefonnummer für ältere, isolierte Menschen einrichten. Rund um die Uhr sollen sie anrufen und auf ein offenes Ohr stossen können. 

In einer Testphase hat die Initiative festgestellt, wie nötig eine solche Hotline ist. Zwischen vergangenen Weihnachten und Neujahr wurde ein Testlauf gemacht, bei dem die Nummer rund um die Uhr erreichbar war. Über 300 Anrufer riefen an und suchten warme Worte. Die meisten Betroffenen waren über 60 Jahre alt. 

Neben der Einsamkeits-Hotline bietet «Silbernetz» auch einen «Freundschaftsdienst» an, schreibt das Berliner Stadtmagazin «Mit Vergnügen».  Wer dies wünscht, wird einmal in der Woche von einer ehrenamtlich arbeitenden Person angerufen. Solche Gespräche sollen die älteren Menschen ermutigen, ihrer soziale Isolation entgegenzuwirken. 

 

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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