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Japans Autobranche sagt bis 2050 «Sayonara» zum Benzin-Motor

31.07.18, 06:49
epa04702602 Toyota Motor Corp. compact three-wheeled electric vehicle 'i-Road' are parked at a pick-up station in Yurakucho, central Tokyo, Japan, 13 April 2015. From 10 April, Toyota Motor Corp. and Park24 Co., Ltd. started a car sharing service trial in central Tokyo by providing the 'i-Road', the giant automaker’s three-wheeled electric vehicle. By using the 'Times Car Plus' service, members can use the vehicles at any time during the trial period ending in September 2015. Usage cost is 412 yen (about 3 euros) for 15 minutes.  EPA/FRANCK ROBICHON

«i-Road»-Modell des japanischen Autobauers Toyota an einer «Tankstelle» in Tokio. Bild: EPA/EPA



Während sich Europas Autobauer mit den Nachwirkungen des Dieselskandals herumschlagen, wagen Japans Automanufakturen den Ausblick in die Zukunft. Wie Spiegel Online berichtet, einigten sich die grössten Autohersteller des Landes – darunter die sogenannten «Big Three» Toyota, Nissan und Honda – darauf, bis 2050 keine reinen PKW-Verbrennungsmotoren mehr herzustellen. Stattdessen sollen nur noch Batterie-, Wasserstoff- oder Hybridantriebe produziert werden.

Es ist das erste Mal, dass sich die Autobranche einer grossen Industrienation kollektiv und verbindlich auf einen Ausstiegstermin einigt, wie Spiegel Online schreibt. Die Ankündigung ist laut Beobachtern Teil der Strategie der japanischen Autoindustrie, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Hersteller dürften dabei auch den Nachbar China im Blick haben, dessen Autoproduzenten seit längerer Zeit verstärkt auf Elektromotoren setzen – mit Erfolg. Ganz verzichten müssen die Hersteller in Japan aber nicht auf den Verbrennungsmotor: Hybridmodelle, die Benzin-und Elektromotoren kombinieren, sollen auch nach 2050 erlaubt sein.

In der EU gibt es noch keinen gemeinsamen Fahrplan zum Ausstieg aus dem Benzinzeitalter, wohl aber einzelne Initiativen. Der schwedische Autobauer Volvo, der in chinesischen Händen ist, hat bekanntgegeben, ab kommendem Jahr nur noch Elektro-, oder Hybridautos zu produzieren. In zahlreichen Städten in Europa wurde zudem ein Verbot für Diesel-Fahrzeuge erlassen, nachdem das Ausmass des Diesel-Skandals ruchbar wurde.

Die britische Regierung hatte schon 2017 überraschend angekündigt, bis 2040 keine Verbrennungsmotoren mehr zuzulassen, ähnliche Verlautbarungen ertönten letztes Jahr auch aus dem Elysée-Palast in Paris.

Dass solche Ankündigungen mit Vorsicht zu geniessen sind, zeigte sich Anfang Juli, als die Tory-Regierung ihre Pläne konkretisierte und damit harsche Kritik erzeugte: Dies sei keine «Road to Zero», so der Schattentransportminister der Labour-Partei, sondern ein Weg ins Niemandsland.

Weltweit waren 2017 weltweit mehr als drei Millionen Elektro-Autos auf den Strassen unterwegs, 57 Prozent mehr als noch 2016. Mit einem Anteil von 40 Prozent der Elektro-Autos ist China mit Abstand der grösste Markt. (wst)

China ist der Marktführer für Elektroautos

Video: srf/SDA SRF

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Paddiesli 31.07.2018 11:07
    Highlight Schön und gut, aber 32 Jahre ist doch sehr grosszügig. 15 Jahre wären eine wirklich gute Nachricht. Ich meine, wenn Volvo das schon ab kommendem Jahr schafft? Wer die Nase vorn haben will, muss jetzt "Gas" geben.
    2 2 Melden
  • Domino 31.07.2018 10:44
    Highlight Bis 2050 gehts ja noch lange.
    Heutige Diesel verbrauchen 3.5 liter, Hybrid um die 2 liter. Es wird eng werden für so wenig Kraftstoff den 700kg Akku zu füllen. Geschweige diesen zu produzieren und die Rohstoffe dafür von von fragwürdigen Quellen zu kaufen.
    5 11 Melden
    • DerHans 31.07.2018 11:27
      Highlight Weil das Öl stammt ja nicht aus fragwürdigen Quellen, sprudelt ja bei der Zapfsäule einfach so. Die Märchenstunde ist sogar bei den deutschen Herstellern vorbei, nur Domino glaubt noch an den Dieselhasen.
      2 1 Melden
    • roger_dodger 31.07.2018 11:39
      Highlight Nein, wird's nicht, auch der beste Verbrennungsmotor hat einen indiskutablen Wirkungsgrad von ca. 20%, eine Elektromotor über 90%. Und selbst wenn wir den Strom mit Gaskraftwerken erzeugen ist die neueste Generation mit einem Wirkungsgrad von ca. 60% haushoch überlegen.
      Der Verbrennungsmotor ist eigentlich das dümmste Prinzip das es gibt, lediglich der Explosionsdruck wird für den Antrieb genutzt, die Hauptenergie (Wärme) verpufft vollkommen nutzlos.
      2 1 Melden
    • Astrogator 31.07.2018 12:38
      Highlight Diesel 3.5 Liter und Hybrid 2 Liter? Bin gespannt welche Modelle das sind. Meine Frau fährt einen Prius, neueste Generation, ca. 4.9 Liter, vorheriges Modell etwa 5.2 Liter, meinen Honda Jazz bringe ich auf 4.2 Liter runter.
      3 1 Melden
  • DerHans 31.07.2018 09:01
    Highlight 2050 wird man sich fragen wie dumm man gewesen ist zu denken, dass Verbrennungsmotoren noch bis 2050 eingebaut werden.
    13 3 Melden
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 31.07.2018 08:30
    Highlight Der Titel ist falsch!

    Hybrid-Antriebe brauchen nach wie vor Benzinmotoren. Im Beitrag wird es glücklicherweise richtig gestellt.
    19 3 Melden
  • Sharkdiver 31.07.2018 07:38
    Highlight Und die Schweiz? Wie immer im Steinzeitalter stehen geblieben. Das waren noch Zeiten als wir ein voranschreitendes Vorreiterland waren
    32 15 Melden
    • 7immi 31.07.2018 09:47
      Highlight @sharkdiver
      was soll die schweiz? soll das die nicht vorhandene schweizer autoindustrie auch tun? motzen damit gemotzt ist? die japaner geben ein realistisches zeitfenster von 32 jahren an, um vom verbrennermotor als primärantrieb wegzukommen. auch bei den deutschen gibt es ähnliche pläne, bei volvo ist es auch absehbar. "die schweiz" kann da aber nichts tun, ausser abzuwarten. einzig reine verbrenner verbieten könnte man, dafür haben wir aber noch 32 jahre zeit...
      8 0 Melden
    • dmark 31.07.2018 10:06
      Highlight Die Schweiz? Hier wird demnächst das energielose Fahren erfunden... ;)
      4 3 Melden
    • Paddiesli 31.07.2018 10:51
      Highlight Es gibt aber keine Schweizer Automarke, wir importieren sie, zB aus Japan.
      7 0 Melden
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