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#gerigate

Präzisierungen der Polizei entlasten Geri Müller vorläufig vom Vorwurf des Amtsmissbrauchs

Geri Müller geriet wegen Nackt-Selfies in die Schlagzeilen, heute musste er sein Amt als Stadtammann von Baden vorläufig abgeben. Seit seiner gestrigen Stellungnahme schweigt der Nationalrat zum Fall. Viele Fragen blieben deshalb ungeklärt – unter anderem auch, wie es zu den zwei Polizeiinterventionen in der vergangenen Woche gekommen war: Die Stadtpolizei Baden hatte die Bekannte Müllers am Mittwoch angehalten und befragt, die Kantonspolizei Bern beschlagnahmte am Donnerstag ihr Smartphone. 

Jetzt haben die Kantonspolizeien Bern und Aargau ihre Rolle in dem Fall präzisiert, wie die NZZ schreibt. So habe sich Müller am Mittwochabend bei der Kantonspolizei Bern gemeldet: Er müsse davon ausgehen, dass eine ihm bekannte Frau aus dem Kanton Bern sich etwas antun könnte. Gemäss NZZ soll Müller rund zwanzig Minuten später ein zweites Mal bei der Kapo angerufen haben: Die junge Frau sei auf dem Weg nach Baden.

Strafanzeige wegen unbefugten Aufnehmens von Gesprächen

Dabei habe er eine Adresse in der Altstadt genannt. Die Kantonspolizei Aargau erhielt kurz darauf die entsprechende Meldung von den Berner Kollegen und erteilte der Stadtpolizei Baden den Auftrag, an der besagten Adresse nach der jungen Frau zu sehen. Als dort die Polizeipatrouille eintraf, sei eine weitere Meldung bei der Notrufzentrale eingegangen – gemäss Kapo Aargau stammte sie von einer Person aus dem Altstadt-Haus, vor dem die junge Frau stand. 

Um die Suizidgefährdung abzuklären, sei die Frau auf dem Polizeiposten befragt worden. Dort habe sie ihre Beziehung zu Müller geschildert. Eine Anzeige hätte es der Polizei erlaubt, das Smartphone zu beschlagnahmen. Doch Müller habe darauf verzichtet. Tags darauf jedoch ging bei der Staatsanwaltschaft Bern eine Strafanzeige von Müllers Rechtsvertreter ein, offenbar wegen unbefugten Aufnehmens von Gesprächen. Aufgrund dieser Anzeige sei am Wohnort der Frau am Donnerstagabend eine Hausdurchsuchung erfolgt. 

(dwi)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Mart 21.08.2014 00:07
    Highlight Highlight Gegenwärtig lässt sich - aus politischen Gründen - die Polizei überall mobilisieren, wenn sich ein Hauch von Suizidalität zeigt. Es nähme mich Wunder, zu wissen, welche aussenpolitischen Potentaten Herr Geri M. als Verhandlungspartner sehen. Aber er hat ja nur mit dem Handy gespielt....
  • Reziprozität 19.08.2014 00:19
    Highlight Highlight "So habe sich Müller am Mittwochabend bei der Kantonspolizei Bern gemeldet: Er müsse davon ausgehen, dass eine ihm bekannte Frau aus dem Kanton Bern sich etwas antun könnte. Gemäss NZZ soll Müller rund zwanzig Minuten später ein zweites Mal bei der Kapo angerufen haben: Die junge Frau sei auf dem Weg nach Baden."

    Woher wusste er denn das? Weil die weibliche Person, die die Falle für die junge Bernerin in Baden aufspannte, ihn anrief und mitteilte, dass die Dame unterwegs sei?

    Yeeze, Abgründe tun sich auf.
  • Markus Kaufmann 18.08.2014 22:44
    Highlight Highlight Ja, ja! Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein. Doch hier hier hat sich was zusammengebraut.
    • Reziprozität 19.08.2014 00:26
      Highlight Highlight Hier geht es nicht ums Steinewerfen, hier hat ein vom Volk üppig dotierter Stadtammann und Nationalrat seine Arbeitszeit damit verbracht Nacktfotos zu produzieren statt für's Volk zu schaffen. 260k-Stutz p.a. Stadtammannssalär, dafür kann man doch wohl verlangen, dass er seine Nackt-Selfies von zu Hause privat verschickt (und damit auch seine Büro- Assistentin nicht desavouiert), ich hab die Badener ja noch nie verstanden, aber jedes Volk hat wohl die Regierung die es verdient ... ;-o

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