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Zuger Sex-Affäre

Klarer Kopf und Schmerzen im Unterleib: Das mutmassliche Opfer schildert seine Sichtweise

Die Affäre um Markus Hürlimann, Präsident der SVP Zug, zieht weitere Kreise. Der 40-Jährige wird verdächtigt, der Co-Präsidentin der Alternative – die Grünen Zug  K.o.-Tropfen verabreicht und gegen ihren Willen Sex mit ihr gehabt zu haben. Hürlimann bestreitet dies. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

Die 34-jährige Kantonsrätin lässt jetzt, eine Woche nach dem Vorfall, der sich nach den Feierlichkeiten für den neuen Landamman in Zug abgespielt haben soll, über ihren Sprecher im SonntagsBlick ausrichten: An der Feier habe sie mit Hürlimann über Politik gesprochen. Was danach passierte, wisse sie nicht mehr, sie habe einen Filmriss. 

Dark storm clouds cover the sun over the lake of Zug on Monday June 23 2014 in Zug. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Dunkle Gewitterwolken ziehen ueber den Zugersee am Montag, 23. Juni 2014, in Zug.
(KEYSTONE/Alexandra Wey)

Dunkle Wolken über dem Zugersee. Was genau geschah an der Landammann-Feier auf der MS Rigi und danach im Restaurant Schiff? Bild: KEYSTONE

Am nächsten Morgen habe sie einen klaren Kopf gehabt. Es sei nicht gewesen, als hätte sie zu viel getrunken, so der Sprecher gegenüber der Zeitung. Sie habe Schmerzen im Unterleib gehabt und sich an nichts mehr erinnern können. Deshalb fuhr sie ins Kantonsspital Zug. 

Die Frau schaltet nach den Untersuchungen die Polizei ein und wartet jetzt auf die Ergebnisse von Blut- und Urintest. 

Was wirklich geschah in der besagten Nacht, ist weiterhin nicht geklärt. Ein Zeuge erzählte dem «SonntagsBlick» die beiden Kantonsräte seien während der Feier «aneinandergeklebt wie frisch Verliebte».

Klar ist: Die Polizei ermittelt wegen eines Delikts gegen die sexuelle Integrität. Hürlimann wurde Anfang Woche für eine Nacht in Haft genommen. Er gab die Parteileitung vorübergehend ab. (feb) 



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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelika 28.12.2014 15:00
    Highlight Highlight Warum stand das eigentlich überhaupt im Blick letzte Woche? Solange keine Ergebnisse da sind und niemand angeklagt wird, ist das alles völlig sinnlos und schadet nur. Spekulationen bringen gar nichts. Nur Geld für den Blick...
    Das ganze "sicher wieder gelogen" geht mir auch langsam auf den Keks. Wenn die Frau sich tatsächlich an nichts erinnern kann und Schmerzen im Unterleib hat, dann ist wohl was passiert, das sie nicht wollte. Egal wer da den anderen Part gespielt hat. Kommt noch so weit, dass jemand behauptet "selber schuld". Wer seid ihr? Die katholische Kirche im Mittelalter?
    8 3 Melden
  • Lumpirr01 28.12.2014 14:44
    Highlight Highlight Auf der Seiten 5 und 6 des Sonntagsblicks sind die beiden Personen in Festlaune abgebildet. Auffallend ist dabei, dass sich JSH mehr zu MH zuneigt als umgekehrt. Nun soll also wegen der Möglichkeit eines Offizialdeliktes abgeklärt werden, ob sich da im Nachgang zu diesem Techtelmechtel ein Verbrechen stattgefunden hat. Ich persönlich finde es nicht richtig, dass der Gesetzgeber aus dieser ursprünglich privaten Angelegenheit dadurch ein offizielles Ereignis macht mit der Folge, dass diese Personen unabhängig der Schuldfrage öffentlich blossgestellt und durch den Kakao gezogen werden.
    3 4 Melden
  • pun 28.12.2014 13:49
    Highlight Highlight Ich find das richtig doof (Anm. d. Red.: Fluchwort ersetzt), wie hier und anderswo reflexartig eine Vergewaltigung ausgeschlossen und sogar das Opfer zum Täter gemacht wird.
    Das geschieht bei nahezu allen sexuellen Übergriffen und führt dazu, dass viele gar nicht erst zur Anzeige kommen, weil sich die Betroffenen nicht trauen und Angst haben, es glaube ihnen sowieso niemand!
    12 5 Melden
    • Lowend 28.12.2014 14:33
      Highlight Highlight Danke pun! Wenigstens gibt es noch Menschen wie Sie, für die Sitte und Anstand keine Fremdworte sind.
      4 2 Melden
    • pun 28.12.2014 15:39
      Highlight Highlight Genau das "Sofern sie stattgefunden haben ", Grufti, ist das Problem!
      Solche Kommentare schaffen ein gesellschaftliches Klima in denen sich wie oben erwähnt Opfer sexueller Gewalt nicht sicher fühlen, wenn sie eine Anzeige erstatten müssten.
      3 5 Melden
  • Lowend 28.12.2014 12:22
    Highlight Highlight Für alle Verteidiger eines vermeintlichen Vergewaltigers, die das Opfer einer vermuteten Vergewaltigung zur Täterin machen wollen, sei gesagt, dass die Polizei, nach der Untersuchung durch gut ausgebildete Ärzte in einem Spital, immerhin einen genügenden Tatverdacht sah, um den SVP Politiker zu verhaften und eine Untersuchung einzuleiten.
    17 13 Melden
    • stadtzuercher 28.12.2014 12:50
      Highlight Highlight Lowend, das ist nicht korrekt. Wenn jemand wegen eines möglichen sexuellen Missbrauchs ins Spital geht, muss Polizei und Staatsanwaltschaft aktiv werden. Weils ein Offizialdelikt ist, welches, unabhängig von der Faktenlage, vom Staat verfolgt werden muss. Dabei spielts keine Rolle, wie plausibel oder glaubwürdig in dem Moment der Verdacht ist, es reicht der von einer Seite vorgetragene Verdacht.
      18 3 Melden
    • Lowend 28.12.2014 13:19
      Highlight Highlight Falsch stadtzuercher! Die Polizei muss bestenfalls den Angeschuldigten befragen. Für eine Verhaftung braucht es aber bedeutend mehr, wie zum Beispiel ein dringender Tatverdacht, Verdunkelungsgefahr usw. und dass bedeutet für mich, dass da doch "Fleisch am Knochen" sein muss!
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    • stadtzuercher 28.12.2014 13:38
      Highlight Highlight Lowend, dieselben Fragen wurden im Fall Anklägerin vs. Karl Dall erörtert. Lese etwa hier: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Der-Fall-Dall-War-die-Anklage-wirklich-noetig/story/30860820
      Ironischerweise war es gerade die SVP, die mehr 'Opferschutz' und weniger 'Täterschutz' verlange. Jetzt darf Hürlimann die Verschärfung dieser Praxis halt selbst ausbaden. Dass immer mehr solcher Verfahren mit einem Freispruch für den unschuldigen Mann enden, hilft ihm da nicht weiter: Der Ruf ist dann längst ruiniert.
      6 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • elivi 28.12.2014 11:23
    Highlight Highlight ich würde jedem anraten das gleiche zu tun. Wenn man einen kompletten black out hat und mit Schmerzen aufwacht und dies etwas ungewöhnliches ist. Sofort ins Spital und das untersuchen lassen!
    12 10 Melden
    • pun 28.12.2014 15:46
      Highlight Highlight Was für Menschen klicken denn hier auf "blitz"??? Das sind klare Anzeichen für k.o.-Tropfen, die sind 6-12 h nachweisbar - auch bei geringem Verdacht dass etwas passiert ist, ab ins Spital!
      (elivis Kommentar funktioniert auch ohne den Artikel und ist schlicht und einfach richtig - könnte sich einE BlitzerIn dazu äussern?)
      3 3 Melden
  • stadtzuercher 28.12.2014 11:12
    Highlight Highlight Es fällt mir auf, dass in diesem Artikel wohl der Name des SVP-Kantonsrats genannt wird, aber nicht jener der grünen Kantonsrätin. Vergessen? Mit Absicht weggelassen? Ist nur der männliche Kantonsrat von öffentlichem Interesse? Nicht aber die Kantonsrätin?
    27 10 Melden
  • Rudolf Neff 28.12.2014 10:38
    Highlight Highlight Das mumassliche Opfer ist wohl Markus Hürlimann!
    28 23 Melden
  • winu63 28.12.2014 08:57
    Highlight Highlight Nun die Fotos sprechen etwas anderes, als das über Politik gesprochen wird.
    25 8 Melden
    • Joey Madulaina 28.12.2014 09:26
      Highlight Highlight Genau, auf einem Foto sieht man ganz klar über was sie reden... So deutlich, dass man sie fast selber hört!
      8 14 Melden
    • elivi 28.12.2014 11:21
      Highlight Highlight oh wusste nicht dass man von fotos lippen lesen kann! -_-
      9 15 Melden
    • Joey Madulaina 29.12.2014 09:17
      Highlight Highlight Grufti: wenn Jolanda k.o.-Tropfen bekam (auf das deutet ihre Aussage hin) (wahrscheinlich nicht mal von MH), dann konnte sie ihr Verhalten wohl nicht mehr steuern. Aber auch über Politik kann man sicher angeregt unterhalten und wer weiss, bis wann sie sich an etwas erinnern kann und ab wann sie einen Filmriss hat? Ab wann die ko-Tropfen gewirkt haben? Ob sie auf dem Foto noch ganz da oder auf Drogen war?
      1 0 Melden
  • Zeit_Genosse 28.12.2014 08:49
    Highlight Highlight Gibt es ein Opfer? Es steht imme noch Aussage gegen Aussage.
    25 6 Melden

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