Grossbritannien
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Siebenfacher Preis: Uber-Fahrer kutschiert betrunkenen Fahrgast in London im Kreis

London ist teuer, das wusste Daniel Kaizen schon vor seiner jüngsten Taxifahrt. Dass die Heimreise von einer Party zu seiner Wohnung mehr als 102 Pfund kostete, machte ihn aber doch stutzig. Zu Recht.

29.03.16, 14:06


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Es war wohl eine feucht-fröhliche Nacht für Daniel Kaizen. Deshalb bestellte der 26-Jährige am frühen Ostermontag ein Taxi des Anbieters Uber, um sich von der Party im Norden Londons in seine nur wenige Kilometer entfernte Wohnung fahren zu lassen. Als der nach eigenen Angaben ziemlich beschwipste Fahrgast am Zielort erwachte, reichte ihm der Fahrer die Rechnung – über exakt 102 Pfund und 17 Pence.

Uber/

Teure Uber-Fahrt: Londoner zahlt 102 Pfund.
bild: spon

Kaizens Geschichte, rekonstruiert vom britischen «Telegraph», hat gehöriges Erregungspotenzial. Denn der offenkundig ziemlich dreiste Fahrer nutzte den Zustand seines Fahrgastes aus: Er wählte nicht den schnellsten Weg durch die Londoner Nacht, sondern machte einen 20 Kilometer langen Umweg – im Kreis. Kaizen postete einen Screenshot dieser Route bei Twitter und schrieb dazu: «Toller Start in meinen Ostermontag!»

Normalerweise hätte er für die Heimfahrt lediglich 15 Pfund zahlen müssen, schrieb Kaizen auf Facebook. Für Uber kommt der Zwischenfall reichlich ungelegen: Die vor allem in Europa umstrittene Fahrdienst-App kämpft seit langem gegen Taxi-Unternehmer und Behörden, in den vergangenen Jahren gab es regelmässig Proteste gegen den Dienst.

Bei Kaizen hat sich das Unternehmen dem Bericht zufolge inzwischen entschuldigt: Die Kosten für die Tour durch London sollen ihm demnach noch in dieser Woche erstattet werden. Ob Kaizen beim nächsten Mal die U-Bahn oder ein gewöhnliches Taxi nehmen will, ist nicht bekannt.

mxw

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    Alle Leser-Kommentare
  • lormel 29.03.2016 20:14
    Highlight Genau darum fahre ich gerne Uber: Die Fahrt wird aufgezeichnet, der Fahrer ist bekannt, und wenn man verarscht wird gibts Geld zurück. Schwarze Schafe gibts auch bei Uber nur werden sie dank Bewertungssystem schnell aussortiert. Kein Vergleich zu den unsäglichen Bahnhof und Flughafentaxis in Zürich wo man sich fast entschuldigen muss dass man Taxi fährt.
    20 3 Melden
  • ohhh my god 29.03.2016 16:32
    Highlight Uber ist doch eine möchtegern Firma :)
    Bei meinen "Linken"-Freunde gibts viele Uber-Fans, sind wohl alles zukünftige Cüpli-Sozialisten.
    16 43 Melden
    • DerGrund 29.03.2016 18:39
      Highlight Linkssein schützt für Geiz-ist-geilitis eben nicht..
      13 7 Melden
  • Pasch 29.03.2016 15:35
    Highlight Hab zwar noch keine Erfahrung mit Uber, aber war es nicht der Gag bei der Sache, dass man den Fahrpreis im Voraus bereits kennt?
    22 0 Melden
  • Stogge 29.03.2016 14:46
    Highlight Also sind wir mal ehrlich. Jeder wurde schon von einem Taxichauffeur übers Ohr gehauen bzw. er fuhr einen Umweg.

    Dieser Fall ist eher ein Vorteil von Uber als ein Nachteil. In einem Taxi hätte er bezahlt und das Geld wäre weg gewesen. Mit Uber ist dies jedoch nachvollziehbar. Erlebte dies in den USA selber. Fahrer fuhr falsch und somit einen riesen Umweg. Ein kurzes E-Mail an Uber und mir wurde die Differenz zum schnellsten Weg zurückerstattet.

    Uber hat dafür ganz klar andere Schwachstellen...
    40 1 Melden

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