Hongkong
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Law Wan-tung (C), former employer of Indonesian domestic helper Erwiana Sulistyaningsih, sits in a prison van as she arrives to the district court in Hong Kong February 27, 2015. Law was found guilty on February 10, 2015 of abusing Sulistyaningsih in a landmark case that triggered outrage over mistreatment of maids and shed light on abuse that many women face in overseas jobs. She is due to be sentenced on Friday. REUTERS/Tyrone Siu (CHINA - Tags: CRIME LAW BUSINESS EMPLOYMENT)

Die Hongkongerin Law Wan-tung (Mitte) hat ihre Putzfrau misshandelt und muss für sechs Jahre ins Gefängnis. Bild: TYRONE SIU/REUTERS

Misshandlung

Hongkongerin steckt ihrer Putzfrau den Staubsaugerschlauch in den Mund – sechs Jahre Haft

27.02.15, 09:51 27.02.15, 10:42

In einem wegweisenden Prozess ist eine Hongkongerin für die Misshandlung ihrer Putzfrau zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Zudem verurteilte ein Hongkonger Gericht die 44-Jährige am Freitag zur Zahlung einer Strafe von 15'000 Hongkong-Dollar (rund 1840 Franken).

Die Richterin sah es als erwiesen an, dass die Hongkongerin ihre aus Indonesien stammende Haushälterin unter anderem geschlagen und ihr den Schlauch eines Staubsaugers in den Mund gerammt hatte, wie lokale Medien berichteten.

epa04639543 Indonesian domestic helper Erwiana Sulistyaningsih (C), victim of Hong Kong's worst case of violence committed by a Hong Kong employer against a migrant worker, is seen outside Wan Chai Law Courts building after magistrate Amanda Woodcock sentenced her employer Law Wan-tung to a six year prison sentence, in Hong Kong, China, 27 February 2015. Although the maximum penalty is a seven year prison sentence, Sulistyaningsih said she has forgiven her ex-employer, and was pleased with the lengthy jail term as it would serve as a deterrent to other Hong Kong employers potentially considering abuse against their foreign domestic helpers.  EPA/ALEX HOFFORD

Erwiana Sulistyaningsih (Mitte) wurde misshandelt. Bild: ALEX HOFFORD/EPA/KEYSTONE

Misshandlungen an der Tagesordnung

Der Fall der Haushaltshilfe aus Indonesien hatte die Situation der Putzfrauen in Hongkong international bekannt gemacht. Etwa die Hälfte der 320'000 Haushaltshilfen im wohlhabenden Hongkong sind Frauen aus Indonesien.

Eine Studie der Behörden hatte 2013 das grosse Ausmass des Problems offenbart. Demnach haben 58 Prozent der Haushaltshilfen verbale Angriffe erdulden müssen, 18 Prozent wurden körperlich misshandelt und 6 Prozent berichteten von sexuellem Missbrauch.

Ausländische Helferinnen arbeiten seit dem wirtschaftlichen Aufschwung Hongkongs in den 1970er Jahren in der Stadt. Neben dem Haushalt kümmern sie sich um die Kinderbetreuung oder pflegen alte Menschen. Ihr Mindestlohn liegt derzeit bei umgerechnet knapp 500 Franken im Monat. (whr/sda/dpa) 



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