Indien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Samajwadi Party President Mulayam Singh Yadav addresses a public rally “Desh Banao, Desh Bachao”, or “Make the Country, Save the Country”, in Allahabad, India, Sunday, March 2, 2014. India’s biggest state, Uttar Pradesh, has 80 Loksabha, or lower parliamentary house, seats in the general elections later this year. Portrait of party leader Mulayam Singh Yadav is seen in the background. (AP Photo/Rajesh Kumar Singh)

Wählergunst gewinnen: Samajwadi-Politiker Yadav. Bild: AP/AP

«Arme Kerle, die Fehler machen»

So viel Verständnis zeigt ein indischer Politiker für Vergewaltiger



Mehrere Fälle von Massenvergewaltigungen haben ein grelles Licht auf die schwierige Situation der Frauen in Indien geworfen. Für die Opfer der manchmal tödlichen sexuellen Übergriffe bringen viele Politiker wenig Verständnis auf – dafür umso mehr für die Täter. 

Jüngstes Beispiel ist Mulayam Singh Yadav. Kurz vor den indischen Parlamentswahlen hat der Präsident der regierenden Samajwadi Party (SP) im Bundesstaat Uttar Pradesh öffentlich sein Mitgefühl für Vergewaltiger bekundet. In einer Wahlkampfrede kommentierte er ein Todesurteil gegen drei Männer wegen mehrfacher Vergewaltigung: «Die Todesstrafe für Vergewaltigung ist falsch. Jungs machen manchmal Fehler.»

Dem 74-jährigen Politiker ging es darum, die Verschärfung des Strafrechts bei Vergewaltigungen zu kritisieren. «Wenn wir an die Macht kommen, wird das Strafrecht geändert», sagte er laut der indischen Zeitung «Hindustan Times».

Yadavs Wahlkampfrede. Video: Youtube/NDTV

«Jeden Tag werden Frauen vergewaltigt, und das sind alles Fehler?»

Mutter eines Vergewaltigungsopfers

«Die schmutzige Welt der indischen Politik»

Indische Medien reagierten umgehend auf Yadavs Äusserungen: Die «Times of India» verortete sie in der «schmutzigen Welt der indischen Politik» und titelte: «Mulayam Singh Yadav erreicht neuen Tiefpunkt und rechtfertigt Vergewaltiger, um Wähler zu gewinnen.»

Auch die Mutter einer jungen Frau, die im Dezember 2012 nach einer brutalen Gruppenvergewaltigung gestorben war, meldete sich zu Wort: Sie nannte Yadav einen «widerlichen und schamlosen» Politiker, der kein Mitgefühl für die Qualen habe, die vergewaltigte Frauen durchlebten. «Jeden Tag werden Frauen vergewaltigt, und das sind alles Fehler?», fragte sie. 

Frauen hängen – wegen ausserehelichem Sex

Yadavs Samajwadi Partei tut sich offenbar gern mit absurden Forderungen im Zusammenhang mit Vergewaltigungen hervor: Kurz nach Yadavs Entgleisung sprach sich der Parteichef im Bundesstaat Maharashtra, Abu Azmi, dafür aus, Frauen zu hängen, die ausserehelichen Sex hatten – egal, ob dieser einvernehmlich war oder nicht. (dhr)

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

114
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

76
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

117
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

148
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

105
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

114
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

76
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

117
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

148
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

105
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

YouTube-Kanal durchbricht Schallmauer – erstmals 100 Millionen Abos

Der Zweikampf zwischen Bollywood und dem schwedischen Gamer PewDiePie um die weltweite YouTube-Krone – und was das mit Rassismus zu tun hat.

Der erste YouTube-Kanal, der nach monatelangen Rennen an die Spitze weltweit über 100 Millionen Abonnenten erreicht hat, heisst T-Series und kommt aus Indien.

Via Twitter gratulierte YouTube am Donnerstag dem in Mumbai angesiedelten Film- und Plattenlabel:

Bei Twitter wurden in der Folge nicht nur Gratulationen verbreitet, sondern es hagelte auch hämische und erboste Kommentare. Der Grund: T-Series hat den Meilenstein nach einem monatelangen Zweikampf mit dem schwedischen YouTuber PewDiePie, …

Artikel lesen
Link zum Artikel