Indien
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To go with 'India-Election-Modi' by Adam PLOWRIGHT

(FILES) In this photograph taken on Aporil 5, 2014, Chief Minister of the western Indian state of Gujarat and Bharatiya Janata Party (BJP) Prime Ministerial Candidate Narendra Modi gestures as he attends a BJP workers gathering in Gandhinagar, some 30kms. from Ahmedabad. To admirers he is a Thatcherite reformer set to jolt India from the economic doldrums, while his opponents liken him to Putin or even Hitler. Indian election frontrunner Narendra Modi divides opinion like few other politicians. The rise of one of India's most polarising public figures even split his own party, where worries about his controversial past and abrasive personality meant he had to overcome heavy internal dissent.  AFP PHOTO/Sam PANTHAKY/FILES

Spitzenkandidat Narendra Modi: Die Hindu-Nationalisten stehen vor einem historischen Erdrutschsieg. Bild: AFP

Die grössten Wahlen der Geschichte sind Geschichte

Regierungswechsel: Hindu-Nationalisten gewinnen Wahl – Spitzenkandidat Modi sagt: «Indien hat gewonnen»

Die Wahl in der grössten Demokratie der Welt ist entschieden: In Indien haben sich die Hindu-Nationalisten mit deutlichem Abstand durchgesetzt. Neuer Premier wird ihr Anführer Narendra Modi – ein hochumstrittener Politiker.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Indiens grösste Oppositionspartei BJP ist mit ihrem Premierministerkandidaten Narendra Modi auf dem Weg zu einem klaren Wahlsieg. Hindu-Nationalisten und ihre verbündeten Parteien könnten auf 272 der 543 Sitze Parlamentssitze kommen, wie die Fernsehsender NDTV und CNN-IBN berichteten. Das würde erstmals seit 30 Jahren einer absoluten Mehrheit einer Partei entsprechen. Demnach könnte die regierende Kongresspartei nur 72 Stimmen erhalten.

Modi prophezeit «gute Tage». Seine Partei habe Indien erobert.

BJP-Spitzenkandidat Modi liegt in beiden Wahlkreisen vorn, in denen er antrat – sowohl in Vadodara in seinem Heimatstaat Gujarat als auch in der heiligen Tempelstadt Varanasi. 

Kongresspartei: «Wir sehen unsere Niederlage ein»

Die Kongresspartei räumte eine historische Niederlage ein. «Wir akzeptieren den Willen der Wähler, heissen ihn willkommen und sehen unsere Niederlage ein», sagte der führende Kongresspolitiker Satyavrat Chaturvedi laut der Nachrichtenagentur IANS.

«Modi hat dem Volk den Mond und die Sterne versprochen. Und die Menschen haben ihm diesen Traum abgekauft.»

Parteisprecher Rajeev Shukla sagte dem TV-Sender NDTV: «Die Trends sind sehr enttäuschend. Wir steuern auf das schlechteste Ergebnis in sehr vielen Jahren zu.» Er ergänzte: «Modi hat dem Volk den Mond und die Sterne versprochen. Und die Menschen haben ihm diesen Traum abgekauft.» 

Sollten sich die Zwischenergebnisse bestätigen, kann der 63-jährige Modi Ministerpräsident werden und wichtige Kabinettsposten wie Finanzen, Inneres oder Verteidigung mit Vertrauten besetzen. Sein erklärtes Ziel ist es, die Wirtschaft anzukurbeln, Arbeitsplätze zu schaffen und mehr Geld in die Energie-, Strassen- und Schienennetze zu stecken.

Mehr als 500 Millionen Wähler gingen an die Urnen

Mehr als eine halbe Milliarde Menschen hatte ihre Stimme mit Hilfe von elektronischen Wahlmaschinen abgegeben. Die 1,8 Millionen Maschinen wurden in 989 Zentren gebracht und dort nach und nach geöffnet. «Man muss nur einen Knopf drücken, um das Ergebnis jeder Maschine zu erhalten, und dann werden die Ergebnisse zusammengetragen», sagte Rajesh Malhotra von der Wahlkommission. 

Indian election officials and polling agents record the number of votes in an Electronic Voting Machine (EVM) at a counting centre in Hyderabad on May 16, 2014.  Hindu nationalist Narendra Modi looked set to sweep to victory in India's elections, riding a wave of public support for his message of jobs and development that has drowned out his past as a religious right-winger. AFP PHOTO/Noah SEELAM

Offizielle bei der Auswertung der Ergebnisse einer Wahlmaschine. Bild: AFP

Die Wahlbeteiligung lag mit 66 Prozent so hoch wie nie zuvor in Indien. Insgesamt hatte sich die Abstimmung über fünf Wochen hingezogen, damit Wahlhelfer die gigantische Abstimmung organisieren und Sicherheitskräfte die Wahllokale bewachen konnten. Angetreten waren 8251 Kandidaten, darunter 668 Frauen und fünf Transsexuelle.

(heb/dpa/afp/Reuters/Spiegel Online)



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