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epa05316714 A picture made available 19 May 2016 shows an EgyptAir Airbus A320 with SU-GCC registration at Heathrow Airport, London, Britain, 09 April 2012. According to media reports quoting Egyptair on 19 May 2016, the EgyptAir flight MS804 disappeared off radar some 16km after entering Egypt's airspace. The plane, said to be carrying 66 people on board, 56 passengers and 10 crew members, took off from France's Charles de Gaulle airport on 18 May night and was expected to land in Cairo on 19 May early morning.  EPA/KRZYSZTOF KACZALA MANDATORY CREDIT: KRZYSZTOF KACZALA.  EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Diese Unglücksmaschine der Egyptair ist über dem Mittelmeer abgestürzt. Bild: EPA

Vermisstes Egyptair-Flugzeug: Diese Fakten sprechen für und gegen einen Anschlag

Der Flug 804 der Egyptair von Paris nach Kairo ist über den griechischen Inseln verschwunden. Die Frage, die zur Zeit am meisten beschäftigt: War es ein Terroranschlag?



Der Airbus A320-232 von Egyptair ist am Mittwochabend um 23:09 Uhr in Paris mit Ziel Kairo gestartet. Kurz vor der ägyptischen Küste verschwand der Flug vom Radar. Man geht davon aus, dass der Flieger ins Mittelmeer gestürzt ist. Die Frage, ob dahinter ein Terroranschlag steckt, beschäftigt am meisten. Diese Fakten sprechen dafür und dagegen:

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Das spricht dafür:

Abrupt verschwunden: Bevor der Flieger vom Radar der griechischen Behörden verschwand, gab es keinen Notruf und der Flug verlief problemlos, sagte der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos. Auch das ägyptische Militär hat keinen Notruf empfangen. Das deutete darauf hin, dass der Höhenverlust der Maschine durch ein plötzliches Ereignis wie eine Explosion ausgelöst wurde, so ägyptische Behörden. Auch die Wetterverhältnisse seien zum Zeitpunkt des Verschwindens klar gewesen.

Terrorwarnung des französischen Geheimdienstchefs: Erst am 10. Mai warnte der sonst sehr verschlossene Chef der Direction générale de la sécurité intérieure (DGSI) Patrick Calvar vor dem «Islamischen Staat». Frankreich sei «klar im Visier» der Islamisten. Weil diese in Syrien und im Irak vermehrt in die Defensive gedrängt wurden, versuchten sie, durch aufsehenerregende Anschläge in und um Europa über ihre Schwäche hinwegzutäuschen, schreibt «Le Parisien».

Flugziel Ägypten: Auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten agiert ein «IS»-Ableger, der sich bereits einmal mit einem Flugzeugabsturz brüstete. Im Oktober war ein Flug der russischen Airline Metrojet im selben Gebiet abgestürzt, 224 Menschen starben. Es ist zwar noch nicht restlos geklärt, warum das Flugzeug abstürzte, Russland und westliche Staaten gehen aber tatsächlich von einem Attentat aus.

Smoke rises in Egypt's North Sinai as seen from the border of southern Gaza Strip with Egypt July 1, 2015.  Islamic State militants launched a wide-scale coordinated assault on several military checkpoints in Egypt's North Sinai on Wednesday in which 50 people were killed, security sources said, the largest attack yet in the insurgency-hit province.  REUTERS/Ibraheem Abu Mustafa          TPX IMAGES OF THE DAY

Die ägyptische Armee kämpft auf der Sinai-Halbinsel gegen den «IS». Bild: IBRAHEEM ABU MUSTAFA/REUTERS

Auch beim Absturz vom Donnerstag sprechen die russischen Behörden von einem Terrorangriff: «Allem Anschein nach ist es ein Terrorakt, bei dem 66 Bürger verschiedener Staaten umgekommen sind», sagte Alexander Bortnikow, Chef des russischen Inlandgeheimdienstes FSB am Donnerstag laut der Agentur Interfax.

Das spricht dagegen:

Abflug in Paris: Die Wahrscheinlichkeit, dass den französischen Sicherheitskräften am Flughafen in Paris eine Bombe entgangen ist, ist gering. Seit den Anschlägen in Paris vom 13. November wurden alle 85'000 Angestellten, die Zugang zu sicherheitsrelevanten Zonen auf dem Flughafen haben, kontrolliert. Auch die Militärpatrouillen wurden verstärkt, schreibt der Paris-Korrespondent der «NZZ».

Kein Bekennerschreiben: Nach dem letzten Flugzeugabsturz in Ägypten bekannte sich der «IS» nur Stunden später in einer Audiobotschaft zu dem Anschlag. Bisher (Stand 11 Uhr) bekannte sich noch keine Terrororganisation zum Absturz. 

Satellitenbilder zeigen keine Explosion: Auch die amerikanischen Behörden geben sich zurückhalten mit einer Spekulation über einen Terroranschlag. Die Einsicht in die Satellitenbilder zeigten keine Explosion, vermeldete die Nachrichtenagentur Reuters.

Anders Präsidentschaftskandidat Trump: Er nutzte die Gelegenheit, um auf Twitter zu poltern. Er geht ganz klar von einem Terroranschlag aus:

Kein Treffer beim Abgleich der Passagierliste mit Terrordatenbank: CNN meldete unter Berufung auf Sicherheitsbehörden, dass ein Abgleich der Passagierliste mit der Terrordatenbank keinen Treffer ergeben habe. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 20.05.2016 15:46
    Highlight Highlight Naja, damit Kontrapunkte 1 und 3 valide wären, müssten sich ersteinmal die dahinterstehenden Sicherheitsvorkehrungen als wirkungsvoll erweisen...
  • Knut Atteslander 20.05.2016 14:08
    Highlight Highlight Wenn es ein Terroranschlag war sollte man doch irgendwo ein Portemonnaie mit dem Ausweis des Terroristen finden, nicht?
    • Paganapana 21.05.2016 15:10
      Highlight Highlight Viel spass beim suchen im Mittelmeer
  • Humbolt 20.05.2016 14:02
    Highlight Highlight Eine Explosion in dem Sinne, dass es das Flugzeug in der Luft auseinander gerissen hat, war es sowieso sind. Sonst hätte es nicht noch die Runde fliegen können. Es konnte aber sehr wohl eine kleine, nicht so auffällge Explosion gewesen sein, welche irgendetwas beim linken Flügel zerstört hat (Deshalb die radikale Linkskurve).

    Genau so gut könnte es auch ein mechanisches Problem gewesen sein. z.B. wäres es leider nicht der erste thrust reverser der mitten im Flug abgegangen wäre gewesen.

    Sie haben ja noch 29 Tage Zeit um die Boxes zu finden, dann wissen sie mehr.
  • NikolaiZH 20.05.2016 13:30
    Highlight Highlight Wenn die bombe beim noch beim abflug nach paris platziert wurde, sind die französischen verschäfrten kontrollen sinnlos
  • TobiWanKenobi 20.05.2016 13:13
    Highlight Highlight Naja, die Kontra-Argumente sind ehrlich gesagt ziemlich grottig. Leider.
  • MaryTheOne 20.05.2016 13:06
    Highlight Highlight Die Sicherheitsvorkehrungen in Paris sprechen eher für einen Anschlag als gegen einen... war selber im März am CDG und konnte bei der Sicherheitskontrolle eine Glasflasche Hustensirup im Handgepäck mitnehmen (die restlichen Flüssigkeiten waren im obligatorischen Säckchen und habe ich separat vorgewiesen). Hätte nicht gedacht, dass dies in Paris nach dem 13.11.2015 noch möglich ist.
    • Anded 20.05.2016 15:56
      Highlight Highlight Mit Hustensirup ein Flugzeug zum Absturz bringen oder entführen wäre aber auch mal was neues... :-) Im ernst: 100ml Behälter sind ja erlaubt. Die achten am Scanner vor allem auf grössere Behälter. Ob so ein kleines Fläschchen nun korrekt neben der Tasche (im Beutel) oder drauf oder drin liegt, ist noch kein Sicherheitsrisiko. Gibt auch noch diverse andere Kleinstbehälter mit Flüssigkeit, welche auch nicht in den Beutel müssen.
    • MaryTheOne 21.05.2016 08:41
      Highlight Highlight geht auch nicht um den Inhalt der Flasche... aber dass man eine Glasflasche mit 200ml Inhalt einfach so im Handgepäck mitführen kann und bei der Kontrolle nicht vorweisen muss, finde ich doch eher irritierend - auch wenn ich nicht weiss, wie gross so eine Bombe ist ;)

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