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Ägypten wählt – der Gewinner aber steht schon fest



epa04238504 Presidential candidate Abdel Fattah al-Sisi gives a statement in Cairo, Egypt, 03 June 2014, following the election results. Abdel Fattah al-Sisi was elected Egypt's president with almost 97 per cent of the vote.  EPA/SISI CAMPAIGN HANDOUT   EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Alter und ziemlich sicher auch neuer Präsident Ägyptens: Abdel Fattah al-Sisi. Bild: EPA/SISI CAMPAIGN

In Ägypten hat am Montag die dreitägige Präsidentschaftswahl begonnen. Etwa 60 Millionen Ägypter waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Wahllokale öffneten um 09.00 Uhr. Amtsinhaber Abdel Fattah al-Sisi gilt als haushoher Favorit.

Der frühere Armeechef hat nur einen Herausforderer. Es handelt sich um seinen Unterstützer, den Vorsitzenden der liberalen Al-Ghad-Partei, Mussa Mostafa Mussa. Viele Stimmen werden dem wenig bekannten «Gegenkandidat» nicht vorausgesagt.

Andere potenzielle Bewerber waren vor der Wahl verhaftet worden oder zogen ihre Kandidatur zurück. Da der Sieg des Amtsinhabers so gut wie feststeht, richtet sich das Augenmerk auf die Wahlbeteiligung als Indikator für al-Sisis Rückhalt in der Bevölkerung.

Al-Sisi hatte nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Juli 2013 die Macht übernommen. 2014 wurde er zum Präsidenten gewählt. Viele Ägypter sehen in al-Sisi den «starken Mann», der dem Chaos nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak durch einen Volksaufstand im Jahr 2001 ein Ende setzte.

Menschenrechtsgruppen werfen al-Sisi indes vor, dass seine Herrschaft mittlerweile repressiver sei als die von Mubarak. Dies und die anhaltende Wirtschaftskrise samt erheblichen Preissteigerungen schaden dem Ansehen des Staatschefs, der auch wirtschaftliche Stabilität versprochen hatte. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Juliet Bravo 26.03.2018 13:55
    Highlight Highlight Diese „Wahl“ ist so abgekartet wie jene letzte Woche in Russland.
  • sherpa 26.03.2018 10:25
    Highlight Highlight War das nicht in der Türkei bereits so? Diktatoren lassen sich nun mal nicht einfach so in die Schranken weisen und sagen wo's lang geht und wer nicht Spurt, wird einfach mal eingelocht. Von Demokratie halten diese Leute eh nichts und die Leidtragenden sind all jene Leute, welche von Frieden und Freiheit träumen. Aber diese Träume werden durch die Despoten zu Nichte gemacht
    • Saraina 26.03.2018 15:42
      Highlight Highlight In der Türkei gibt es noch! verschiedene Parteien und mehr als einen Kandidaten.
    • sherpa 26.03.2018 16:30
      Highlight Highlight nur haben diese sog. "Kandidaten" und Parteien keine Chance, da sie entweder im Gefängnis sitzen oder von der sog. "Wahl" ausgeschlossen werden.

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