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Ab morgen hat auch Österreich ein Rauchverbot in Restaurants



1,1 Milliarden Menschen weltweit rauchen. Bei Hilfen zur Entwöhnung hapert es gemäss der Weltgesundheitsorganisation WHO noch. (Themenbild)

Ab dem 1. November sieht man dieses Bild in Österreich nicht mehr. Bild: KEYSTONE

Nach jahrelangem Ringen gilt in Österreichs Gastronomie ab 1. November ein Rauchverbot. Damit wird ein Beschluss des Parlaments umgesetzt, gegen den sich nur die rechte FPÖ gestellt hatte. Das Verbot gilt auch für Shishas und E-Zigaretten.

Davon betroffen sind nicht nur Lokale, sondern alle öffentlichen Orte, wo Speisen und Getränke angeboten werden. Dazu gehören zum Beispiel auch Feuerwehrfeste, Festzelte, Kinos und Theater. Ausgenommen sind Biergärten. Auch Hotels können in Nebenräumen Raucherareale einrichten, in denen allerdings weder gegessen noch getrunken werden darf.

Raucher, die gegen das Verbot verstossen, müssen mit Strafen bis zu 1000 Euro rechnen. Die Strafen für Wirte liegen bei 2000 Euro, im Wiederholungsfall sogar bei 10'000 Euro.

Damit ist ein jahrelanger politischer Zick-Zack-Kurs zu Ende. 2015 hatte die damalige SPÖ-ÖVP-Regierung ein Verbot ab 2018 beschlossen. Die seit Ende 2017 regierende ÖVP-FPÖ-Koalition hatte das Inkrafttreten des Verbots auf Druck der FPÖ verhindert. Nach dem Aus des Bündnisses im Mai signalisierte die ÖVP ihre Bereitschaft, die alte Verbotsregel von 2015 doch noch umzusetzen.

Anlass des Gesetzes ist der hohe Zigarettenkonsum der Österreicher. In dem Land greifen im europaweiten Vergleich besonders viele Frauen und Jugendliche zum Tabak. Die Ärztekammer und die Krebshilfe hatten bei einem Volksbegehren mehr als 880'000 Unterschriften für ein Rauchverbot gesammelt. Zuletzt galt die Regelung, dass Gäste in abgetrennten Räumen rauchen dürfen.

Durch das Verbot auch der Shisha-Bars stehen nach Erkenntnissen der Wirtschaftskammer vor allem in Wien viele Lokale vor dem Aus. Betroffen sind nach Angaben aus der Branche in Österreich rund 500 solcher Betriebe mit einigen Tausend Mitarbeitern.

Auch die österreichischen Bahnhöfe sollen bis Frühjahr 2020 komplett rauchfreie Zone werden. Bis dahin würden die letzten Raucherbereiche auf den Bahnsteigen und vor den Gebäuden verschwinden, teilte eine Sprecherin der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit. (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Grötzu 31.10.2019 22:20
    Highlight Highlight Lieber zu Tode saufen.Ist ja noch erlaubt.
  • SR 210 31.10.2019 14:20
    Highlight Highlight Bin grundsätzlich ein Befürworter von Rauchverboten in geschlossenen Räumen, obwohl ich selbst Raucher bin. Was ich aber nicht verstehe, ist das Rauchverbot in Shisha-Bars. Ich weiss, das Rauchverbot gilt nur, wenn auch Speisen angeboten werden, aber wer in eine Shisha-Bars geht, setzt sich doch bewusst dem Rauch aus und besucht solche Etablissements selten wegen dem kulinarischen Angebot. Da hätte an doch getrost auch eine Ausnahme machen können.
  • Charlie B. 31.10.2019 12:20
    Highlight Highlight Wieso wird eigentlich das Rauchverbot hier an den Bahnhöfen nicht konsequent durchgesetzt? Ich sehe immer wieder Leute auf dem Perron eine rauchen obwohl es Verbotsschilder hat. Grad gestern wieder 2 gesehen auf dem Bahnhof Altstetten.
    • karl_e 31.10.2019 15:06
      Highlight Highlight Wirklich schlimme Verbrecher, die auf dem Bahnhof Altstetten. Uebrigens, sassen die auf dem Dach?
    • Züzi31 31.10.2019 16:03
      Highlight Highlight Weil es straffrei ist und nur auf dem guten Willen der Raucher aufbaut. Darum interessiert es auch kein Schwein. In Dietikon ist kein Unterschied zu vorher auszumachen.
      Bezüglich straffrei:
      https://www.watson.ch/schweiz/sbb/733922823-das-sind-die-ersten-sbb-bahnhoefe-die-ab-sofort-rauchfrei-sind
    • AnnikKilledTheStage 01.11.2019 13:37
      Highlight Highlight karl_e : keine Verbrecher - aber diese Raucher stinken einfach extrem erbärmlich! METERWEIT! Sie ärgern sich sicher über Schweiss-Stinker im Sommer? Für uns Nichtraucher die gleiche Plage mit den Rauchern - vor allem in der kälteren Jahreszeit ;)
  • Lubi Dragojevic 31.10.2019 11:03
    Highlight Highlight Sehr vorbildlich. Da gibts keine halbe Sachen

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