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Ist Ex-Kanzler Sebastian Kurz mehr der Typ «hinterfotziger Pfau» oder «aufstrebendes Eichhörnchen»? Eine offizielle Studie lieferte Antworten.
Ist Ex-Kanzler Sebastian Kurz mehr der Typ «hinterfotziger Pfau» oder «aufstrebendes Eichhörnchen»? Eine offizielle Studie lieferte Antworten.Bild: keystone

Wenn Österreichs Regierung per Studie passende Tiere für Politiker sucht

Welches Tier passt zu welchem Politiker? Welches Auto zu welcher Partei? Um diese Fragen zu beantworten, gab das österreichische Finanzministerium 2016 eine Studie in Auftrag. Über deren «Ergebnisse» empört sich gerade ganz Österreich.
26.01.2022, 19:5227.01.2022, 07:45
helene obrist

Bald vier Monate ist es her, seit Sebastian Kurz von seinem Amt als Kanzler Österreichs zurückgetreten ist. Noch laufen die Ermittlungen. Kurz wird unter anderem vorgeworfen, Umfragen mittels Steuergeldern manipuliert zu haben.

Im Zentrum der Ermittlungen steht eine Wiener Meinungsforscherin, die im Auftrag des Finanzministeriums wohlwollende Umfragen für Sebastian Kurz erstellt haben soll. Auf öffentlichen Druck hin wurden diese Umfragen nun veröffentlicht. Und einige davon haben es ganz schön in sich.

Die Studie «Wirtschafts- und Budgetpolitik inklusive Erweiterungen» von 2017 sticht (besonders der Netzgemeinschaft) ins Auge. Beim Punkt «Erweiterungen» sollten die Studienautorinnen im Auftrag des Finanzministeriums die Strahlkraft der Politiker und Parteien erheben.

Dies taten die Studienautoren. Und zwar indem sie die Politiker mit Tieren und die Parteien mit Autos vergleichen liessen. Zusammengestellt wurde das Ganze mit netten kleinen Bildern der Tierchen und Sprechblasen. Kostenpunkt für den Österreichischen-Steuerzahlenden: 155'000 Euro.

Da wird Sebastian Kurz, damals noch Aussenminister, zum «hinterfotzigen» Pfau oder zum «schlauen und gefährlichen» Delfin. Hans Jörg Schelling, zu dieser Zeit Finanzminister, gleiche einem «imposanten Adler». Die politische Konkurrenz gehört dann eher in die Kategorie Hyäne oder Affe.

Bei den Parteien zeigt sich ein ähnliches Bild. Die ÖVP? Ein VW Käfer, weil fährt nicht mehr so schnell. Die FPÖ? Ein getunter Golf GTI.

Screenshots der offiziellen Studie in der Slideshow

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Österreichs Politiker als Tiere
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Die Reaktionen

Kenntnis von dieser Studie hatte die Öffentlichkeit bereits seit einigen Tagen. Doch erst diesen Mittwoch wurden die originalen Dokumente veröffentlicht. Und machen nun die Runde in den sozialen Medien.

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11 Kommentare
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Der träge Wunsch nach Frieden ist sich selbst genug
Nur wer sich für Diplomatie ausspricht, ist für ein Ende des Kriegs, für Frieden? Wenn es so einfach wäre. Es gibt keine Anzeichen, dass Putin die Invasion beenden will.

Diplomatie ist nie verkehrt. Doch wenn in diesen Tagen über den Krieg in der Ukraine diskutiert wird, dient der Ruf nach Gesprächen, Verhandlungen, Angeboten allzu oft allein der Diskreditierung von Waffenlieferungen oder sonstigen vermeintlichen Eskalationsschritten. Da ist es plötzlich ein Gegensatz, das angegriffene Land für seine Verteidigung zu ertüchtigen oder eben für Frieden zu sein. Als würde sich das ausschliessen. Mehr noch: Als könne, wer Panzer, Haubitzen und Munition schicken will, gar nicht das Ende der Gewalt im Sinn haben.

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