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Österreich schliesst Moscheen und Erdogan flippt aus

Österreich will zahlreiche Moscheen schliessen und Imame ausweisen. Der Sprecher des türkischen Präsidenten Erdogan wirft dem Land Islamophobie vor. Erdogan selbst droht mit Konsequenzen.

10.06.18, 15:36


epa06752744 Turkish President Recep Tayyip Erdogan speaks during an election campaign rally of his Justice and Development Party (AK Party) in Sarajevo, Bosnia and Herzegovina, 20 May 2018. Some 10,000 supporters gathered to attend the AKP's rally ahead of the 24 June snap elections in Turkey. The presidential and parliamentary elections were originally scheduled to be held in November 2019, but government has decided the change the date. About three million Turks living abroad are eligible to vote in the election.  EPA/FEHIM DEMIR

Heftige Reaktion von Erdogan. Bild: EPA/EPA

Ein Artikel von

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die von Österreich geplante Schliessung von Moscheen und die bevorstehende Ausweisung zahlreicher Imame scharf verurteilt - und mit nicht näher beschriebenen Konsequenzen gedroht.

«Ich fürchte, dass die Schritte des österreichischen Bundeskanzlers die Welt zu einem neuen Kreuzzug führen», sagte Erdogan am Samstagabend nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. «Ihr macht so etwas, und wir sitzen tatenlos herum? Das bedeutet, dass auch wir einige Schritte unternehmen.»

Der Sprecher des türkischen Präsidenten hatte zuvor kritisiert, die Entscheidung Wiens verstosse gegen Minderheitenrechte und spiegele die «islamophobe, rassistische und diskriminierende Welle» in Österreich wieder.

Der Fraktionsvorsitzende der rechten FPÖ, Johann Gudenus, sagte laut Nachrichtenportal Heute.at, Österreich lasse sich diese Drohungen nicht gefallen. «Diese Aussagen zeigen eindeutig, wie die Türkei mit Erdogan in die Politik europäischer Länder Einfluss nehmen will», erklärte er am Sonntag.

Wien hatte am Freitag die Ausweisung von möglicherweise bis zu 40 Imamen und die Schliessung von sieben Moscheen angekündigt. «Parallelgesellschaften, politischer Islam und Radikalisierungstendenzen haben in unserem Land keinen Platz», sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien. Bei den Imamen im Visier der Behörden handelt es sich um Geistliche der «Türkisch-Islamischen Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich» (Atib).

Die rechtskonservative Regierung aus ÖVP und FPÖ will muslimische Einrichtungen künftig generell stärker kontrollieren. Grundlage für die Entscheidung ist das Islamgesetz von 2015, das unter anderem eine positive Grundeinstellung gegenüber Staat und Gesellschaft in Österreich fordert.

Unter anderem werde eine Moschee in Wien, die unter dem Einfluss der als extremistisch und faschistisch eingestuften türkischen «Grauen Wölfe» stehen soll, wegen illegalen Betriebs geschlossen, hiess es in Wien.

Atib ist vergleichbar mit dem Moscheeverband Ditib in Deutschland. Kritiker in Deutschland sehen in der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) den verlängerten Arm von Erdogan. Die türkische Religionsbehörde Diyanet entsendet für die 960 Ditib-Moscheegemeinden Imame nach Deutschland und bezahlt sie auch.

lov/AFP/dpa

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Video: srf

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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56
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56Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • einkritischer 11.06.2018 09:09
    Highlight Erdogân hat wohl nicht alle T*ssen im Schrank: In der Türkei brauchen Christliche einen Personenschutz, weil Erdogân diese so gut duldet! Da wir von unserer Seite keine Menschen wegen ihres Glaubens umbringen lassen, gibt es ergo keine andere Möglichkeit, als dass diese das Land verlassen sollten. Siekönnenja ihren Glauben in Ihrem Land weiter betreiben! Fair, nicht wahr? Punkt.
    15 4 Melden
  • Gubbe 10.06.2018 22:59
    Highlight Die seltene Mimose Erdogan ist langsam am verwelken. Er ist ähnlich betupft wie der kindliche Trump, wenn's nicht nach seinem Kopf geht. Schade für die Türkei, die gerade auf dem Weg des Aufstiegs war.
    39 5 Melden
  • Focke 10.06.2018 20:33
    Highlight Erdogan etwas foppen ist nur gerecht. er foppt ja schliesslich auch. jedoch ist dieses theater nur pr-taktik
    32 7 Melden
  • Lusch 10.06.2018 20:11
    Highlight Die Emtscheidung ist richtig, das Timing Grotten schlecht!
    24 9 Melden
  • N. Y. P. D. 10.06.2018 20:09
    Highlight Und Bern so : Wir sind besorgt. Wir werden aber auf jeden Fall die weitere Entwicklung verfolgen.
    53 4 Melden
    • Hierundjetzt 11.06.2018 00:23
      Highlight Zuerst der Burkhalter, der beim Aufwachen am Sonntag plötzlich feststellte, dass BR sein eigentlich nicht cool ist, danach der Praktikant Cassis der unser sicher geglaubten Sitz im UN-Sicherheitsrat mit infantilen Sprüchlein unterminiert.

      Ernsthaft, was erwartest Du von solchen FDP‘lern in Sachen Türkei?
      16 5 Melden
    • N. Y. P. D. 11.06.2018 06:47
      Highlight Nichts
      6 1 Melden
  • Mangi 10.06.2018 19:57
    Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
  • Juliet Bravo 10.06.2018 19:43
    Highlight Nähme mich wunder, wo die „Grauen Wölfe“ hierzulande so aktiv sind.
    20 4 Melden
  • N. Y. P. D. 10.06.2018 19:41
    Highlight Wer flippt aus ? Trump ?
    Nicht Trump ? Wer ? Aha, Erdogan.

    Ja, da ist eine kleine Welt verrückt.

    Und wieso ?

    Aha, Moscheen werden geschlossen. Und wo genau ist jetzt das Problem ?
    36 5 Melden
  • PABT 10.06.2018 19:40
    Highlight Sehr gut, ich kann die Österreicher nur beglückwünschen zu diesem Schritt. Ich hoffe, andere Länder wie auch die Schweiz werden diesem Beispiel Folge leisten und das gesamte fundamentalistische Salafisten-Gedöns von der politischen, sozialen und kulturellen Landschaft entfernen. Dieses faschistische und fadenscheinige AllahAkbar Geschrei hat in Europa - eigentlich gar nirgends - was verloren.
    89 7 Melden
  • Ursus der Rächer 10.06.2018 19:33
    Highlight Erdogan wird die Österreicher hart bestrafen. Er hat sich entschlossen, keine österreichischen Touristen mehr einreisen zu lassen. -:)
    63 5 Melden
  • Le Tintin 10.06.2018 18:56
    Highlight Wurde endlich Zeit. Atip, Dyanet und der arabischen Weltliga muss endlich der Riegel geschoben werden zur Verbreitung ihres Gedankenguts eines absolutären politischen Islams in Europa. Den Skeptikern empfehle ich das Buch „Islamistische Drehscheibe Schweiz“ von Saida Keller-Messahli vom Forum für einen fortschrittlichen Islam Schweiz.
    53 3 Melden
  • Barracuda 10.06.2018 18:50
    Highlight Erdogan beklagt mangelnden Minderheitenschutz? Widersprüchlicher gehts nicht. Und warum soll Österreich Hassprediger dulden, wenn auf der anderen Seite Erdogan nicht mal freie Meinungsäusserung duldet? Bravo Österreich!
    83 1 Melden
  • Töfflifahrer 10.06.2018 18:27
    Highlight Recht so!
    41 0 Melden
  • NaSkivaL 10.06.2018 18:08
    Highlight Was für eine verlogene Doppelmoral des Obertürken.

    Wie wär's wenn wir türkische Moslems in westlichen Ländern so behandeln, wie die Türkei Christen behandelt?

    Googeln zeigt für Christen in der Türkei u.a.
    - Pfarrer müssen entweder Diplomaten oder Türken sein
    - christliche Besitztümer werden immer mal wieder enteignet
    - Kirchenbau und Renovation werden stark behindert
    - alle Schüler in der Türkei müssen den islamischen Religionsunterricht besuchen.
    - u.v.m.

    Ich mag Rechtsextreme nicht. Aber ausnahmsweise bin ich hier pro Kurz. Politischer Islam hat in unseren Ländern nichts verloren.
    75 5 Melden
  • Ueli der Knecht 10.06.2018 18:08
    Highlight Die Demagogen und Rechtspopulisten weltweit arbeiten Hand in Hand, egal ob sie Strache, Erdogan, Putin, Trump, Orban, Le Pen, Blocher, Köppel, Gauland oder wie auch immer heissen.

    Die Östereicher helfen Erdogang beim Wahlkampf. Erdogan tobt und stärkt damit europäische Rechtspopulisten. Ein Spiel mit dem Feuer, bei dem jeder Populist versucht den anderen mit noch radikaleren (Schein-)Lösungen zu übertrumpfen. Das schürt Ängste und destabilisiert die Welt, was dann die Rechtsradikalen wieder für sich auszunutzen wissen.

    Rechtspopulisten haben keine Lösung. Sie sind die Ursache des Übels.
    25 47 Melden
    • Bosshard Matthias 11.06.2018 10:59
      Highlight Die Linkspopulisten machen mir heutzutage viel mehr Angst diese Ja sager haben wir zu genüge in der Politik und wie es läuft sehen wir ja. Es reicht schon lange, du kannst gerne mit Steinzeitargumenten über z.b. Blocher herziehen, der hatte wenigstens Rückgrat und ist kein Fähnchen im Wind wie manch anderer Politiker. Österreich macht das was die meisten Schweizer denken und das mit Rückgrat und nicht mit Windeln in den Hosen.
      PS; Fanatische egal Links oder Rechts sind übrigens immer schlimm und immer Übel und nie die Lösung du wirst das auch noch merken.
      10 2 Melden
    • Ueli der Knecht 11.06.2018 12:00
      Highlight Da gebe ich dir schon recht, Matthias. Es ist egal, ob links oder rechts, radikale Populisten gibt's auf beiden Seiten. In Europa scheint mir aber zur Zeit die rechtspopulistische Gefahr zur Zeit konkreter, während mir aktuell die Gefahr von Links eher abstrakt erscheint.
      4 6 Melden
    • Scott 11.06.2018 16:36
      Highlight "...während mir aktuell die Gefahr von Links eher abstrakt erscheint."

      Hallo! Welche Demos arten regelmässig aus und führen zu hohen Sach- und Personenschäden? Die von Rechts?
      3 0 Melden
  • Quacksalber 10.06.2018 18:05
    Highlight Immer wieder krass wie sich Populisten gegenseitig in die Hände spielen. Und alle freuts. Nach den türkischen Wahlen wäre ein besserer Zeitpunkt gewesen.
    26 4 Melden
    • Rabbi Jussuf 10.06.2018 23:30
      Highlight Nein, diese Aktion schwächt (hoffentlich) die ATIP und sie wird sich schon organisatorisch weniger als "Wahlhelfer" für Erdogan betätigen können. Vielleicht bestärkt das einige Türken gegen Erdogan zu stimmen. Nicht so, wie bei der letzten Abstimmung, wo DITIB und sicher auch die ATIB allgegenwärtig Wähler zu den Konsulaten gekarrt hat. War eigentlich ein Wunder, dass nicht noch mehr für Erdogan gestimmt hatten.
      Es ist also schon der richtige Zeitpunkt für Österreichs Entscheidung.
      17 2 Melden
  • rauchzeichen 10.06.2018 17:58
    Highlight Soll der Erdi doch n paar Kirchen schliessen und Pfarrer ausweisen. Ich bin es dermassen leid, dass sich die Religion in die Realpolitik einmischt und alles verkompliziert. Lasst euren Glauben doch zwischen euch und euren Göttern, gönnt euch eure Prunkbauten, aber gönnt sie auch den anders Gläubigen. Die ganze Lärmbelastung von Minaretten/Kirchenglocken,etc wird eingeschränkt (Nachtruhe, wie für jeden andern auch)

    Dass Kurz gegen Extremisten vorgehen will, ist natürlich begrüssenswert, die Frage ist nur, zu welchem Preis? Wir werden es sehen, dem Erdi kommt sicher was tolles in den Sinn.
    22 10 Melden
  • infomann 10.06.2018 17:52
    Highlight Bravo Österreich.
    Der grosse Herr in der Türkei soll zuhause Recht gelten lassen.
    Gesetze gelten in der Türkei schon lange nicht mehr und so einer mischt sich im Ausland ein...pfui !!!
    164 4 Melden
  • the give me diini Blitz! 10.06.2018 17:46
    Highlight Und ich werfe Erdogan Homophobie vor
    153 5 Melden
    • Freilos 10.06.2018 19:45
      Highlight Man kann ihm im gegenzug Christophobie oder Phobie gegen alles was nicht türkisch oder islamisch ist.
      30 1 Melden
  • wtf 10.06.2018 17:16
    Highlight Öhm... wie hätte die EU reagiert wenn Erdo en paar Kirchen geschlossen hätte und die Priester nach Hause geschickt hätte?
    Ein Österreicher ist wieder am agieren.
    37 227 Melden
    • Mr. Kr 10.06.2018 18:20
      Highlight Ja das selbe frag ich mich auch immer👍
      6 23 Melden
    • dding (@ sahra) 10.06.2018 18:26
      Highlight Öhm...Mit gerade solchen Posts, wird der Versuch von Erdogan, den radikalen Islam in ganz Europa zu etablieren, verharmlost.
      47 4 Melden
    • Töfflifahrer 10.06.2018 18:30
      Highlight Die hätte gar nicht reagiert!
      10 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • ilir 10.06.2018 17:16
    Highlight Bravo Österreich!
    Da freuen sich die Rechtsradikalen jetzt.
    48 147 Melden
    • dding (@ sahra) 10.06.2018 18:27
      Highlight Schade nur, dass die Linken nicht bereit sind, gegen den radikalen Islam vorzugehen.

      .. unverständlich!
      44 5 Melden
    • Barracuda 10.06.2018 18:47
      Highlight Differenzieren ist nicht deine Stärke, oder?
      8 8 Melden
    • Kane88 10.06.2018 20:44
      Highlight Meinen Sie damit die fundamentalistischen Muslime? In Europa ist das die grösste Gruppierung Rechtsextremen Gedankengutes.
      28 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • TodosSomosSecondos 10.06.2018 17:15
    Highlight Ob das Vorgehen Österreichs richtig ist oder nicht sei mal dahingestellt. Entlarvend ist aber definitiv die Reaktion vom Ziegenerdi... wer bislang nur vermutete, dass Organisation wie Atib von der türkischen Regierung gelenkt werden, hat jetzt die Bestätigung.
    387 13 Melden
  • Pasch 10.06.2018 16:27
    Highlight Bis Wien und nicht weiter!
    Diesmal über Deutschland aber das Ergebnis ist das selbe.
    Ein klares Zeichen gegen eine sich aufbauende Parallelgesellschaft welche immer nur Toleranz einfordert aber keine von sich gibt.
    193 9 Melden
  • reto74 10.06.2018 16:09
    Highlight Bravo Österreich, die Schweiz sollte sich ein Beispiel nehmen.
    587 57 Melden
    • Juliet Bravo 10.06.2018 16:48
      Highlight Wichtig ist der Unterschied zur CH. Er besteht darin, dass in AT islamische Gemeinden staatlich anerkannt sind und Kirchensteuern erheben können. Hätten wir das hier (also staatliche Anerkennung), könnte der Staat auch Einfluss nehmen.
      90 26 Melden
    • Mangi 10.06.2018 20:01
      Highlight Also trennt endlich Kirche vom Staat,dann löst sich das Problem von selber.
      21 1 Melden
    • demokrit 10.06.2018 20:04
      Highlight Die Finanzierung zu unterbinden, ist überhaupt nicht davon abhängig, ob eine Religion staatlich anerkannt wird. Beim Selbstbaukasten Islam ist das sowieso gar nicht möglich, wie die SP natürlich mit ihrem Desinteresse an der Religion noch nicht erkannt hat. Wünschbar ist es auch nicht, die staatliche Anerkennung ist ein alter Zopf und mit einer säkularen Gesellschaft schwer zu vereinbaren.
      12 1 Melden
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