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Tödlicher Hinterhalt auf dem Golan: Bericht entlastet Österreichs UNO-Blauhelme



Die UNO-Blauhelme aus Österreich, vor deren Augen 2012 neun syrische Geheimpolizisten auf dem Golan von Unbekannten erschossen wurden, haben sich laut österreichischem Verteidigungsministerium nichts zu Schulden kommen lassen. «Das Feuergefecht war durch die Soldaten vor Ort nicht zu verhindern, egal, wie sie sich verhalten hätten», sagte ein Sprecher des Ministeriums am Dienstag bei der Vorlage eines Untersuchungsberichts.

Die Soldaten hätten strikte Anweisung gehabt, sich nicht in bewaffnete Auseinandersetzungen einzumischen und jegliches Verhalten zu unterlassen, das von einer der Konfliktparteien als Einmischung hätte gesehen werden können.

In einem vor wenigen Wochen vom Wiener Magazin «Falter» veröffentlichten Video von dem tödlichen Hinterhalt war der Eindruck entstanden, die Soldaten hätten zynisch und passiv auf das Geschehen reagiert. Daraufhin wurde eine Untersuchungskommission eingesetzt.

Eine multinationale UNO-Truppe auf den Golanhöhen überwacht seit 1974 die Einhaltung des Waffenstillstandes zwischen Syrien und Israel. Österreich beendete 2013 seinen UNO-Einsatz nach 39 Jahren.

Der Zwischenfall am Golan hatte laut einem Sprecher des österreichischen Verteidigungsministeriums nichts mit der Entscheidung für den Abzug zu tun. (sda/dpa)

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Liselote Meier 05.06.2018 19:42
    Highlight Highlight In diesem Fall gab es aber eine Einmischung entgegen dem Bericht.

    Als syrischer Polizist geht man davon aus, dass im Umkreis und Sichtweite eines UN-Posten kein Hinterhalt auf einem Wartet, wenn man dazu noch freundlich durchgewunken wird.

    Würde meinen dies hat die Bereitschaft der Polizisten ziemlich beeinflusst im Sinne von ohne UN-Posten an der Stelle wärens "Gewehr im Anschlag" durchgefahren.

    Quasi indirekt Beihilfe zum gelingen des Hinterhaltes.

    Keine Einmischung hätte bedeutet sich zurückzuziehen bei der Vorbereitung des Hinterhaltes (Zeit Sichtung/Anschlag 1h)





    • Ueli der Knecht 05.06.2018 23:31
      Highlight Highlight Ich stimme dir voll zu, Liselote.

      Die syrischen Polizisten verliessen sich auch darauf, dass die UNDOF-Soldaten gemäss ihrem Auftrag syrische Gesetze befolgen.

      Keine Einmischung bedeutet Neutralität zwischen den Kriegsparteien. Das heisst zwischen israelischen und syrischen Streitkräften. Aber nicht zwischen legalen Sicherheitskräften und Kriminellen.

      Keine Einmischung heisst nicht den Schutz von Kriminellen, oder sogar Mithilfe. Dieser Hinterhalt war deutlich erkennbar weder von Israelis noch von syrischen Streitkräften, sondern von Kriminellen.
  • Pasch 05.06.2018 18:21
    Highlight Highlight .
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  • DerSimu 05.06.2018 14:49
    Highlight Highlight Die Soldaten waren auch gar nicht ausgerüstet für einen bewaffneten Konflikt. 30 Schuss, keine Schutzwesten, unterbesetzt. Was setzt man auch immer Truppen zur FriedensERHALTUNG in Kriegsgebiete? Absolut unlogisch.
    • Ueli der Knecht 05.06.2018 15:54
      Highlight Highlight Natürlich hätten sich die UN-Soldaten nicht am Konflikt beteiligen sollen. Aber sie hätten ihre Aufklärungs-Erkenntnissen den Polizisten weitergeben müssen. Das hätte deren Leben gerettet. Stattdessen liessen sie die Polizisten ins offene Messer hineinlaufen. Das erscheint mir nachwievor schändlich, ganz unabhängig der Rechtslage, die aber m.E. diesen Standpunkt stützen würde (vgl. Kommentar weiter unten).
    • DerSimu 05.06.2018 16:17
      Highlight Highlight @ueli aber genau dann wäre es doch zu einem racheakt gekommen.
    • Echo der Zeit 05.06.2018 17:42
      Highlight Highlight Aufklärungs-Erkenntnissen den Polizisten weitergeben müssen - Ja dann hätten sie sich am Konflikt beteiligt - Wenn die Infos weitergeben dann verzehrt das die Rolle und ihre Funktion - da wäre nicht nur Rache gekommen sondern auch das man weiter Informiert - das kann dann sehr Schwer werden. Was denken sie wie die OSZE in der Ost Ukraine Arbeitet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ueli der Knecht 05.06.2018 13:56
    Highlight Highlight "Die Soldaten hätten strikte Anweisung gehabt, (...) jegliches Verhalten zu unterlassen, das von einer der Konfliktparteien als Einmischung hätte gesehen werden können."

    Die Soldaten bekamen offenbar falsche Anweisungen. Das Ministerium untersucht damit sein eigenes Fehlverhalten; offensichtlich nicht unabhängig sondern parteiisch.

    Die UN-Resolutionen 350 ist deutlich: "Die UNDOF-Truppen sind syrischen Gesetzen unterworfen" (http://bit.ly/2Jaalst). Die UNDOF-Truppen hätten daher die Polizisten schützen und ihre lebensrettenden Erkenntnisse mitteilen müssen.
    • DerSimu 05.06.2018 15:29
      Highlight Highlight @ueli ganz ehrlich. Man kann ihnen keinen vorwurf machen. Fehlende und unzureichende Ausrüstung, Unterzahl, Gefahr von Racheakten, Abgeschiedenheit (keine Verstärkung möglich).
    • Ueli der Knecht 05.06.2018 16:30
      Highlight Highlight DerSimu: Ich mache nicht den Soldaten den Vorwurf, die offenbar nur ihre Befehle korrekt umgesetzt haben. Ich mache der Führung dieser Soldaten Vorwürfe, weil sie 1) Befehle gaben, die nicht dem Auftrag (definiert in UN-Resoultion 350) entsprachen, und wie du selbst auch ausführst, 2) nicht für ausreichende Ausrüstung sorgten.

      Verstärkung wäre schnell möglich gewesen. Sowohl durch israelische wie auch durch syrische Streitkräfte, aber insbesondere durch weitere UNDOF-Truppen. Diesbezüglich wäre es sowieso höchstens nur um die Evakuation von gefährdeten UN-Soldaten aus einem Gefecht gegangen.
    • DerSimu 05.06.2018 16:42
      Highlight Highlight @ueli was ist dir lieber, 5 tote Polizisten, oder noch mehr Tote während einer höchst Riskanten Rettungsmission?
    Weitere Antworten anzeigen

Krach im Nachbarland: Österreichs Präsident Van der Bellen und die Kopftuch-Aussage

Der österreichische Präsident Alexander Van der Bellen wird von rechter Seite verstärkt mit Schmutz beworfen. Beginn der Schlammschlacht war ein Satz des Präsidenten in einem ORF-Beitrag. 

Seit 100 Tagen ist Alexander Van der Bellen Bundespräsident Österreichs. Dies nahm ORF zum Anlass für einem Beitrag. Folgende Sequenz sorgte dabei für Diskussionen:

«Jede Frau kann ein Kopftuch tragen. Und wenn das so weitergeht bei der tatsächlich um sich greifenden Islamophobie, wird noch der Tag kommen, wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen. Alle, als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun», so äusserte sich Van der Bellen.

Die Reaktion fällt heftig …

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