International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Thailändische Mädchenband entschuldigt sich nach Hakenkreuz-Auftritt



Nach einem Skandal-Auftritt mit einer Sängerin im Hakenkreuz-T-Shirt hat sich die thailändische Popgruppe BNK48 entschuldigt. Die Mädchenband versprach in einer Mitteilung: «Wir werden alles dafür tun, dass solch ein Zwischenfall nie wieder vorkommt.»

Die 19-jährige BNK48-Sängerin Pichayapa Natha hatte am vergangenen Freitag auf der Bühne ein T-Shirt getragen, auf dem vorn ganz gross das Nazi-Symbol prangte. Ein Foto davon machte im Internet sehr schnell die Runde.

Auf ihrer Instagram-Seite, die von mehr als 350'000 Fans verfolgt wird, bedauerte die 19-Jährige (Spitzname: Namsai) ihren Auftritt. «In dieser Welt gibt es so viele Dinge, die ich wissen müsste. Bitte sagt mir, wie ich ein besseres Mädchen werden kann.»

Zudem ging sie persönlich in die israelische Botschaft in Bangkok, um sich bei den Angehörigen von Nazi-Opfern zu entschuldigen. Die Botschaft hatte gegen den Auftritt protestiert. Die deutsche Botschaft in Bangkok lud die Gruppe ebenfalls ein, über den «Nazi-Terror» zu sprechen.

Verkauf von Hitler-Bildern

BNK48 gehört zu den erfolgreichsten thailändischen Bands. Die Gruppe besteht aus bis zu 51 weiblichen Teenagern. Vorbild dafür ist eine japanische Band namens AKB48. Die Abkürzung BNK steht für Bangkok. Ähnliche Bands gibt es auch in China und Indonesien.

In Thailand gab es wegen der Verwendung von Nazi-Symbolen häufiger schon Ärger. Erst im vergangenen Herbst machte ein Hotel in Bangkok mit einem «Nazi-Raum» Schlagzeilen. Auf dem grössten Wochenendmarkt der Hauptstadt, der auch von vielen ausländischen Touristen besucht wird, werden auch heute noch Hitler-Bilder verkauft. Auch Souvenirs mit Hakenkreuz sind leicht zu finden. (viw/sda/dpa)

Wenn aus Hakenkreuzen Friedensbotschaften werden

Das könnte dich auch interessieren:

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Link zum Artikel

8 Dinge, die jeden Schweizer aus der Fassung bringen. Garantiert!

Link zum Artikel

«Sorry, ich muss heute noch fahren» – aus dem Leben eines Rollstuhlfahrers

Link zum Artikel

Die Neue meines Ex ist ein Baby mit Balkanslang und Billig-Mini

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

17
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zeitgeist 28.01.2019 13:38
    Highlight Highlight Schlechte Werbung ist auch Werbung.
  • Hans der Dampfer 28.01.2019 13:34
    Highlight Highlight Könnte sein aber könnte ja auch anders sein. Zum Beispiel so: (Aus Wikipedia)

    "Ursprünglich war das Hakenkreuz oder auch Sonnenrad oder Sonnenkreuz eines der ältesten Symbole der Welt und ist in vielen Kulturen zu finden, manchmal auch unter der Bezeichnung "Swastika". Teils trägt es die Bedeutung "Glück" und "Heil", manchmal auchandere, aber immer positive Bedeutungen."
  • Töfflifahrer 28.01.2019 10:02
    Highlight Highlight Ich vermute, dass Nazis und Hitler und deren Geschichte dort nicht wirklich bekannt sind. Ob dieser Teil der Geschichte dort in den Schulen überhaupt vorkommt weiss ich nicht. In Asien hatten die wohl eher mit den Japanern zu tun.
    • Asmodeus 28.01.2019 10:52
      Highlight Highlight Wir wissen ja auch so gut nichts über die Kriegsverbrechen die über Jahrhunderte zwischen China und Japan und Korea existierten.
    • Töfflifahrer 28.01.2019 10:57
      Highlight Highlight @Asmodeus: Ist so, ich vermute die haben die Symbole gesehen und diese einfach für cool gehalten.
      Ich wüsste jetzt auch nicht mit welchem Symbol ich in dem asiatischen Raum dermassen ins Fettnäpfchen treten würde.
    • Asmodeus 28.01.2019 11:06
      Highlight Highlight @Töfflifahrer
      Ich würde Dir zumindest nicht empfehlen mit der "Rising Sun Flag" in Korea oder China herum zu laufen.

      Für die Japaner ist es ihre normale See-/Militärflagge.

      Für die Chinesen und die Koreaner steht die Flagge aber für die Greueltaten im ersten und zweiten Weltkrieg sowie den Imperialismus der Japaner.
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 28.01.2019 08:06
    Highlight Highlight Dass Hitler glorifiziert wird, liegt daran, dass er in Ländern, in denen er nicht unmittelbar gewütet hat, als Volksheld gesehen wird. Der Nationalsozialismus wird dort zur Projektionsfläche für eigene politische Probleme. Ist für alle Beteiligten ziemlich irritierend, wenn man z. B. im Zug ins Gespräch kommt und unaufgefordert ein Hitlerbildchen in Erlöserpose bestaunen soll ("Hitler, gut!" - "Öhm, nein, nicht wirklich."). Ein weiterer Erklärungsansatz ist, dass die Alliierten in kolonialisierten Ländern nicht als Befreier, sondern als Besatzer wahrgenommen wurden.
    • andrew1 28.01.2019 08:54
      Highlight Highlight Genau das gleiche geschieht auch in europa. Das nazis böse sind hat man gelernt aber nicht das kommunismus mit dem verhungern lassen der bevölkerung und der erschiessung des bürgertums gleich gefährlich ist. Hat ebenfalls millionen von opfern gegeben. Dennoch ist linksextremismus völlig salonfähig in europa weil russland wohl etwas weiter weg ist als deutschland und somit weniger bewusst.
    • Sarkasmusdetektor 28.01.2019 09:21
      Highlight Highlight Volksheld ist weit übers Ziel hinausgeschossen. Es ist schlicht so, dass man in Asien in vielen Schulen etwa gleich viel über europäische Geschichte lernt, wie in Europa über asiatische Geschichte. Sprich, die haben schlicht keine Ahnung, was der genau gemacht hat. Und man macht niemandem zum Helden, den man gar nicht kennt.
    • Asmodeus 28.01.2019 09:22
      Highlight Highlight In Europa ist Rechtsextremismus nunmal weitaus gefährlicher als Linksextremismus.

      Aktuell haben wir wortwörtliche Nazis im deutschen Bundestag. Aber nichtmal Joschka Fischer käme auf die Idee Stalin zu verharmlosen.

      Niemand, ausser einigen Verschwörungsschwurblern und weltfremden Ideologen, glaubt ernsthaft daran, dass in Europa der Kommunismus ausbrechen könnte.

      Aber ein neues nationalistisch-faschistisches Regime?

      Wenn ich auf die USA, Polen, Italien, Grossbritannien und aktuell Frankreich und Deutschland blicke....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 28.01.2019 07:21
    Highlight Highlight Das ist wieder einmal westlicher Kulturimperialismus vom Feinsten. In Thailand ist das Sonnenrad ein buddhistisches Symbol, entsprechend komisch wirkt dessen Verwendung durch die Nazis. Besonders wenn deren Führer dann noch so lustig spricht und man es nicht versteht.

    Das ist, wie wenn Jugendliche im Westen mit kommunistischen Symbolen herumlaufen. Denen geht es auch nicht darum, die Millionen von Toten durch die Kommunisten zu legitimieren.
    • goschi 28.01.2019 08:47
      Highlight Highlight Guck dir das Bild an, das ist nicht irgend ein Kleid mit einem Swastika drauf.
      Das ist die Reichskriegsflagge mit dem Hakenkreuz in der Mitte und zwar explizit, nicht zufällig.

      Das ist kein "böser Kulturimperialismus, der alte Symbole verbieten will"
    • Fabio74 28.01.2019 08:47
      Highlight Highlight Bisschen sehr simpel diese Ansicht.
    • Ökonometriker 28.01.2019 09:27
      Highlight Highlight @goschi: der Punkt ist nicht das Symbol, sondern dass die Leute in Asien nicht begreifen, wie schrecklich die Nazis waren und sie romantisieren. Im Westen passiert ja dasselbe mit dem Kommunismus...
      In beiden Fällen liesse sich das Problem mit mehr historischem Wissen lösen. Aber der Westen sucht nicht die Fehler bei sich, sondern sagt lieber anderen wie sie zu denken haben. Und genau das ist der Kulturimperialismus. Dabei sind wir im Westen alles andere als perfekt.

Spontane Verbrüderung – im 1.Weltkrieg kicken deutsche und britische Soldaten an der Front

25. Dezember 1914: In Flandern tobt der Erste Weltkrieg. Soldaten des Deutschen Reichs und der Alliierten stehen sich gegenüber – und verbrüdern sich an Weihnachten spontan. Anstatt mit Waffen aufeinander zu schiessen, treten sie gegen einen Fussball.

34 Mal sind sich Deutschland und England bis heute in Länderspielen schon gegenübergestanden. Die Paarungen gelten als grosse Klassiker des internationalen Fussballs.

Während es dabei oft hitzig zu und her geht, ist eine Begegnung – eine inoffizielle, kein Länderspiel – ein wunderbarer Kontrast. Denn sie findet am Weihnachtstag 1914 statt. Mitten während des Ersten Weltkriegs, an der Front in Flandern.

Die Angaben dazu sind widersprüchlich. Berichterstatter hatten auch Wichtigeres zu tun, als das …

Artikel lesen
Link zum Artikel