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epa06720116 US President Donald J. Trump delivers an announcement on Iran in the Diplomatic Reception Room of the White House in Washington, DC, USA, 08 May 2018. Trump announced plans to pull out of Iran nuclear deal. Trump announced that he will reimpose sanctions that had been waived under the Iran nuclear deal. Five nations including the United States worked out a deal with Iran in 2015 that withdrew sanctions.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Seine Argumente stimmen nicht: Donald Trump. Bild: EPA/EPA

Was bedeutet Trumps bisher gefährlichste Entscheidung? – 4 Fragen

Die USA steigen aus dem Atomabkommen mit Iran aus – und riskieren internationale Verwerfungen. Was will Donald Trump? Und wie geht es weiter?

Marc Pitzke, New York



Ein Artikel von

Spiegel Online

Donald Trump, der melodramatische Showmaster, kam erst nach sieben Minuten zur Sache. «Heute verkünde ich, dass die USA aus dem Iran-Atomabkommen ausscheiden», las der US-Präsident schliesslich vom Teleprompter – mit noch mehr Bombast als sonst.

«Wenn ich etwas verspreche, dann halte ich das.»

Donald Trump

Diese Worte hatte Europa befürchtet, doch sie überraschten keinen mehr. Ein Ausstieg Trumps aus dem Iran-Deal war seit dem Präsidentschaftswahlkampf quasi beschlossen, die Absage an das Abkommen gehörte zu seinen zentralen Versprechen an die Basis. «Wenn ich etwas verspreche», sagte er am Dienstag im Weissen Haus, «halte ich das.»

Die Ausnahme natürlich: Wenn ein Wortbruch wie jetzt dem eigenen Nutzen dient. Nach innen hat Trump Wort gehalten, nach aussen haben die USA ihr Wort gebrochen.

Dass Trumps bisher folgenschwerste – und womöglich verheerendste – aussenpolitische Entscheidung in erster Linie dem Heimpublikum gilt, war immer klar. Das hatte auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schon geahnt, nach seiner letzten, ergebnislosen Visite bei Trump: «Er wird den Deal auf eigene Faust loswerden, aus innenpolitischen Gründen.» Kurz darauf warb auch Trumps Wahlkampfteam damit – mit dem bekannten Mantra: «Die Amerikaner sind es satt, ausgenutzt zu werden.»

Trump verkündet Ausstieg aus Iran-Abkommen

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Video: YouTube/CNBC

Die geopolitischen Gründe, die Trump in seiner siebenminütigen Einleitung zu dem entscheidenden Satz anführte, waren denn auch falsch, fiktiv oder verzerrt. Der «desaströse» Deal löse einen «nuklearen Rüstungswettlauf im Nahen Osten» aus, Iran bedrohe Amerika mit atomarer Zerstörung, die USA und Europa seien hierbei «vereint». Trumps Argumente – die offenbar direkt aus der Feder seines neuen Hardliner-Sicherheitsberaters John Bolton stammten, der neben ihm stand – waren Fake News.

Was will Trump eigentlich?

Wie oft wählt Trump den grossen Knall, ohne sich um die Konsequenzen zu kümmern. Dieser kurzsichtige Ansatz schwächt die USA langfristig, könnte ihm aber bei den US-Kongresswahlen im Herbst nutzen, für die er seine Stammwähler mobilisieren muss. Wobei selbst Trump-nahe Republikaner Umfragen zufolge geteilter Meinung sind, ob ein Austritt aus dem Iran-Deal sinnvoll ist.

Schon ist die Rede von der «Tipp-Ex-Doktrin»: Erst mal alles kaputtmachen, dann sehen wir weiter. Andere Entscheidungen Trumps deuten darauf hin, dass es ihm nicht zuletzt auch darum geht, das Erbe seines Vorgängers Barack Obama zu zerstören – worauf sich letztlich alle seine grossen Wahlkampfversprechen reduzieren lassen.

Wird es einen neuen Deal geben?

Trump sagte, er strebe nicht nur «eine reale, umfassende und dauerhafte Lösung der nuklearen Bedrohung durch Iran» an, sondern eine generelle Zurücksetzung Irans zu einer Art machtlosen Regionalmacht. Neue Verhandlungen sollen nach Angaben seines Sicherheitsberaters John Bolton bereits am Mittwoch beginnen. Doch einen Plan B zum Iran-Deal – der nach Ansicht vieler Experten zwar mangelhaft, doch wirksam ist – hat die US-Regierung nicht. Ein neuer Deal ist auch aus anderem Grund unwahrscheinlich.

epa06720293 A handout photo made available by the Iranian presidential office shows Iranian President Hassan Rouhani making a statement over US President Trump's speech earlier, in Tehran, Iran, 08 May 2018. Accoridng to reports, Rouhani said Iran was ready to start uranium enrichment. Rouhani said he ordered the foreign ministry to  negotiate over the nuclear agreement with five countries left. US president Donald Trump on 08 May 2015 announced that US will withdraw from the nuclear deal. Foreign ministers from six world powers and Iran finally achieved an agreement to prevent the Islamic republic from developing nuclear weapons, Western diplomats said in Vienna on 14 July 2015.  EPA/PRESIDENTIAL OFFICE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Irans Präsident Hassan Rouhani wird kaum auf neue Verhandlungen eintreten wollen. Bild: EPA/PRESIDENTIAL OFFICE

Alle Partner, inklusive Teheran, dürften abgeneigt sein, sich erneut in jahrelange Verhandlungen zu stürzen, wenn sie in einem Wortbruch durch die USA münden. Eine Flankierung des Rumpf-Deals – so er ohne die USA weiterbestehen kann – durch «Zusatzabkommen», wie es Macron avisierte, wäre eine diplomatische Meisterleistung: Die Koalition, die den ursprünglichen Deal zustande brachte, ist längst zerbrochen, und nicht nur auf transatlantischer Ebene.

Kommen nun schärfere Sanktionen?

Trump hat neue, «machtvolle Sanktionen» gegen Iran angekündigt. «Das ist sein Drehbuch», sagte sein Ex-Berater Anthony Scaramucci im TV-Sender MSNBC. Doch sind es nur dieselben, alten Sanktionen, die vor dem Deal bestanden, und einseitig dürften sie nun wenig erreichen, wenn sich die Europäer und die Uno nicht daran beteiligen – und das steht nicht in Aussicht.

Die früheren Sanktionen waren nur erfolgreich, weil sie kollektiv waren, doch nun hat Trump die Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit der USA verspielt, um wieder eine gemeinsame Linie zu finden. Trotzdem könnte Trumps Entscheidung die Isolation Irans verstärken. Auch bisher weigerten sich europäische Grossbanken schon, Projekte in Iran zu finanzieren, aus Angst vor US-Strafmassnahmen.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Zeichen stehen nicht gut. Den Rat der Alliierten – Deutschland, Frankreich, Grossbritannien – ignorierte Trump, obwohl Bundeskanzlerin Angela Merkel und Emmanuel Macron persönlich nach Washington pilgerten. Auch die eigenen, moderaten Berater, die ihm von einem Ausstieg abgeraten hatten (Rex Tillerson, H.R. McMaster), hatten keine Chance: Trump feuerte sie und ersetzte sie durch Trumpisten (Mike Pompeo, John Bolton), die seinem Ego-Trip nicht mehr im Wege stehen, da er in ihre Ideologie passt. Sie geben nun im Weissen Haus den Ton an – koste es, was es wolle.

Donald Trumps Personalkarussell

Wie es weitergeht, erschliesst sich womöglich auch aus der Vergangenheit. Mit ähnlichen Argumenten, wie sie Trump nun vortrug, trommelte John Bolton schon vor 15 Jahren für eine ganz andere aussenpolitische Entscheidung eines anderen US-Präsidenten, die sich als verhängnisvoll entpuppte – die Invasion im Irak.

Massgebend war damals übrigens auch der jetzige israelische Premier Benjamin Netanyahu, der sich nun erneut erfolgreich engagierte, indem er einen von plumpen Grafiken begleiteten Vortrag gegen Iran hielt. Die Ausführungen enthielten wenig Neues, dabei war klar, wem sie galten: dem lese-aversen Trump.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 09.05.2018 11:51
    Highlight Highlight Zitat Artikel :

    „Doch sind es nur dieselben, alten Sanktionen, die vor dem Deal bestanden, und einseitig dürften sie nun wenig erreichen, wenn sich die Europäer und die Uno nicht daran beteiligen – und das steht nicht in Aussicht.“

    Diese Aussage ist FALSCH, denn Trump hat in seiner Rede betont, dass Firmen aus aller Welt, die sich nicht an den Sanktionen beteiligen, ebenfalls massiv sanktioniert würden. Das heisst also im Klartext, dass europäische Länder und Firmen sich nolens volens zu beteiligen hätten!

    Wie lange werden die USA uns noch dominieren, uns ihren Willen aufzwingen können 😠?!
    • bokl 09.05.2018 12:36
      Highlight Highlight So lange wir den US-Dollar als Standard-Währung für internationale Geschäfte akzeptieren.s
    • _kokolorix 09.05.2018 17:46
      Highlight Highlight Solange wir keine Atombomben haben!
  • COLD AS ICE 09.05.2018 11:09
    Highlight Highlight endlich ist das abkommen gekündigt. das abkommen war ein riesen fail. der iran konnte still und heimlich weiter machen mit der urananreicherung und der entwicklung der atombombe. inspektionen der entsprechenden einrichtungen durften nur mit einer anmeldung erfolgen. dann hatte der iran 24 tage zeit um sich darauf vor zu bereiten. in dieser zeit kannst du alles verstecken und wegschaffen was niemand sehen darf. obama war dumm hat dem iran vertraut. trump hat das problem erkannt und versucht es nun zu lösen.
    • Fabio74 09.05.2018 17:17
      Highlight Highlight DAs ist gelinde gesagt einfach nur Müll. Müll aus der Jerusalemer Kriegspropganda.
      Lügen um Gewalt zu legitimieren.
      die IAEA weiss wohl genauer was geht und die sagt klipp und klar: Der Iran hält das Abkommen ein.
  • Heinz Schmid 09.05.2018 11:08
    Highlight Highlight Vertragsbruch ist Vertragsbruch. Ich hoffe die beteiligten Staaten ahnden diesen entsprechend.
  • Asmodeus 09.05.2018 11:06
    Highlight Highlight Was jetzt geschehen wird ist leider klar.

    Trump und Netanjahu wollen einen Krieg im Iran und den werden sie wieder herbeireden.

    Die Frage ist nur, ob Europa dieses Mal wieder als Komplize zur Seite steht.
  • Patho 09.05.2018 11:00
    Highlight Highlight Trump ist eine idiotische Marionette seiner Gefolgschaft und des Geldes. Seine Gefolgschaft hat nun eindeutig gezeigt, dass sie illoyal sind und sich nicht an Verträge halten. Ich freue mich auf den 46. US-Präsidenten, der diesen Saustall dann hoffentlich ausräumt. Mag es bloss nicht Clinton sein, sondern ein/e fähige/e Brückenbauer/in zwischen Demokraten und Republikanern!
  • Zarzis 09.05.2018 10:30
    Highlight Highlight Der Knaller, er begründet diesen Schritt auch mit dem Unterstützen der Iraner von Terrorismus. Warum Liefert dieser Idiot dann Waffen an die Saudis!
    Die Finanzieren den IS, die Al Quaida und in allen Arabischen Nationen die Salafisten. Nicht Teheran!
    Die Iraner sind die einzige Arabische Volk das die Palistinaser nicht egal sind. Darum auch der Hass der Israelischen Regierung. Die wollen da eine Ethnische Säuberung und am besten schauen alle weg.
    Also Trump hat jetzt die Zündschnurr entfacht, anstatt ruhe zu bringen. Dafür müsste er den Saudis mal auf die Finger klopfen! Könnte aber was kosten
    • Raphael Bühlmann 09.05.2018 12:54
      Highlight Highlight Die Iraner sind kein arabisches Volk. Der Iran ist ein von Persern dominierter Vielvölkerstaat. Nur etwa 2% der Iraner sind Araber.
    • Billy the Kid 09.05.2018 12:58
      Highlight Highlight Die Iraner sind keine Araber.
    • Zarzis 09.05.2018 15:09
      Highlight Highlight @Bühlmann und Billy the Kid

      Danke, habe beim Schreiben etwas so gedacht und dann aber Falsch geschrieben.
      Ist mein fehler
  • zeromg 09.05.2018 09:55
    Highlight Highlight «Die Amerikaner sind es satt, ausgenutzt zu werden.» Made my day :-))
  • Oberon 09.05.2018 09:49
    Highlight Highlight Es gibt auch noch andere Möglichkeiten an Atomwaffen zu kommen und das ohne eigene Forschung. Viel fataler jedoch finde ich die zunehmende Unsicherheit bei den Vertragsbrüchen der US-Regierung. Die zunehmende Unsicherheit in der Welt kommt auch nicht einfach so und wird so bestimmt nicht friedlicher.
  • Mantrax 09.05.2018 09:46
    Highlight Highlight Fazit: als Staat sofort alles in die Entwicklung von Atomwaffen stecken, dann evtl. verhandeln. Das Signal an die Welt ist eindeutig. Welches Vertrauen soll da zB Nordkorea haben um wirklich atomar abzurüsten?
    • rodolofo 10.05.2018 07:24
      Highlight Highlight Da verstehen wir, wie dieses grässliche Nordkorea entstehen konnte:
      Auch als Reaktion auf die Grässlichkeiten des US-Imperialismus nach dem 2.Weltkrieg!
      Oder: Nach der Russischen Revolution hat der Angriff durch Hitler-Deutschland in Russland die Stalinistischen Hardliner gestärkt, die dann insbesondere mit den Trotzkisten kurzen Prozess machten.
      Oder: Im Eishockey-Spiel Tschechien-Schweiz zerstörten die Tschechen mit ihrer brutalen Härte ein anfänglich sehenswertes Spiel.
      Die Schweizer liessen sich zu Gegen-Fouls provozieren, kassierten ebenfalls Strafen und verloren am Ende zwei Punkte.
  • DerSimu 09.05.2018 09:09
    Highlight Highlight Ich wäre dafür den Spiess mal endöich umzudrehen: Sanktionen gegen die USA und die Flüchtlinge in die Staaten abschieben. Nein, ich bin nicht Anti-Flüchtling, jeder hat das Recht auf Frieden, aber die Staaten sollen sich ruhig mal mit den Folgen der durch ihre Inkompetenz ausgelösten Problemen auseinandersetzen.

    Ja, ich weiss, es ist Wunschdenken.
  • Str ant (Darkling) 09.05.2018 09:07
    Highlight Highlight Meines Wissens hat die UN und die anderen Unterzeichner bereits zugesichert das Abkommen erhalten zu wollen!

    Solange nur die USA aussteigen, ist es das kleinere übel solange alle anderen Unterzeichner das Abkommen weiterführen und nicht vor den USA auf die Knie gehen!
    • Snowy 09.05.2018 10:10
      Highlight Highlight Leider ist dies sehr wohl signifikant, wenn die USA Sanktionen gegen Iran erheben.

      Zum Bsp wirst Du keine namhafte Bank finden, welche nicht auch mit den USA geschäftet um Dein Business zu tätigen.
    • Ohniznachtisbett 09.05.2018 13:11
      Highlight Highlight Das Problem sind die US secondary sanctions, welche exteritoriale Wirkung haben. Sprich: Mache ich als CH-Unternehmen einen Deal mit einer Firma im Iran, so habe ich weder gegen UN noch gegen CH Sanktionen verstossen. Jedoch gegen US-Sanktionen. Und dies bedeuted, dass der auch in den USA einen Sitz hat, in USD Geschäfte abwickelt, US-Bürger als Angestellte hat etc. mehr mit Iran geschäften darf, weil sonst drohen Bussen oder gar Gefängnis in den USA.
  • demokrit 09.05.2018 09:06
    Highlight Highlight "Doch sind es nur dieselben, alten Sanktionen, die vor dem Deal bestanden, und einseitig dürften sie nun wenig erreichen, wenn sich die Europäer und die Uno nicht daran beteiligen – und das steht nicht in Aussicht."

    "Trotzdem könnte Trumps Entscheidung die Isolation Irans verstärken. Auch bisher weigerten sich europäische Grossbanken schon, Projekte in Iran zu finanzieren, aus Angst vor US-Strafmassnahmen."

    Netter Widerspruch. Natürlich werden die europ. Banken diese Sanktionen brav nachvollziehen. Die Amerikaner verhängen Sanktionen heute auch sehr viel gezielter (siehe Russland).
  • CACB 09.05.2018 09:00
    Highlight Highlight Die Vorgehensweise von Donald Trump zeigt – wie schon beim Handelskonflikt mit China – eine klare Systematik: man macht einen radikalen Schritt, droht, bringt andere unter Druck, und hofft so, die eigenen Ziele durchsetzen zu können. Und wenn nötig (falls eine Eskalation droht) wird der Gegenseite dann etwas entgegen gekommen.
    • rodolofo 10.05.2018 07:08
      Highlight Highlight Das ist die sogenannte "Alte Schule", mit den unausstehlich arroganten und verzogenen Reichen-Sprösslinge, die als falsche Freunde und als Shopping-süchtige Marken-Tussies den Pausenplatz terrorisieren und nur dank guten Beziehungen ihrer Eltern mit der Schulleitung die Abschluss-Prüfungen bestehen...
      Da platzt mir doch gleich der Kragen, wenn ich mich an solche "Eliten"-Sprösslinge denke, die als zukünftige "Elite" kräftig absahnen und von der (modernisierten) Sklaverei profitieren werden!
      Aber ich muss meine Wut kontrollieren, denn sonst werde ich noch zum zornigen Mullah mit Bart...
  • Trump's verschwiegener Sohn 09.05.2018 08:55
    Highlight Highlight Die ganze Sache ist für uns Europäer doch nur so deprimierend,weil sie uns den Spiegel vorhält und zeigt, wie abgängig wir von den Amerikanern sind und was wir deshalb alles mit uns machen lassen müssen. Mir müssen uns von denen vorschreiben lassen, mit wem wir Geschäfte machen dürfen.
  • Schnuderbueb 09.05.2018 08:46
    Highlight Highlight Wenn nicht jetzt? Wann dann, soll sich Europa von den USA emanzipieren. Wenn die moderaten Mullahs weiter auf den Bau von A- Waffen verzichten, könnte es noch einen blühenden Handel zwischen Iran und Europa geben. Russland und China wären natürlich auch dabei. Somit könnte es wer weiss, noch eine politische Wende geben in diesem zugegeben auch nicht sauberen Land.
  • Gummibär 09.05.2018 08:41
    Highlight Highlight 7 Nationen unterschreiben eine Vereinbarung : Iran,
    China, Russland, Großbritannien, Frankreich, Deutschland,
    USA.
    Eine Nation tritt aus. Jetzt werden wir sehen welche Massnahmen die verbliebenen sechs ergreifen ......... oder ob die Europäer, wie üblich, des Geschäftes willen kuschen.
  • Hexentanz 09.05.2018 08:41
    Highlight Highlight Iran steht auf meiner Liste der "to visit" Destinationen.
    Ich hoffe Europa zeigt Rückgrat und stemmt zusammen mit den Iranern den Deal.

    Geopolitisch wirds aber wohl knapp, da viele wohl (verständlicherweise) lieber den Iran meiden und dafür weiterhin in den USA Geschäften.


    So läufts halt ^^
    • Patho 09.05.2018 10:24
      Highlight Highlight Ich war dort und ich will noch einmal in den Iran. Nirgends habe ich nettere, gastfreundlichere, offenere Menschen in dieser Anzahl getroffen und ich war schon in vielen Ländern... Da nehme ich es gerne in Kauf, nicht in die USA gehen zu können, die sind im Vergleich ersetzbar:)
  • DrFisch 09.05.2018 08:36
    Highlight Highlight Können bitte alle mal aufhören überall 'Fake News' zu schreiben? Vor allem dann, wenn es nicht mal um Neuigkeiten geht... Der Begriff stammt von Wahrheitsverdreher und verharmlost das mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Gute alte Wörter wie lügen, betrügen, erfinden, schwindeln oder täuschen werden sich freuen..
  • rodolofo 09.05.2018 08:31
    Highlight Highlight Was das bedeutet?
    Ganz einfach:
    In den USA herrscht "der böse Clown" und spielt auf seiner Blechtrommel, als (scheinbar) trotteliger Hochstapler, aber im Grunde hochgradig raffinierter und intelligenter Machtmensch, der seine Intelligenz aber für destruktive Ziele und für die Selbstbereicherung missbraucht.
    Und wie üblich, wenn ein König verrückt spielt, macht ihm sein Hofstaat alles nach und spielt ebenfalls verrückt.
    Die wollen lieber Soldaten (unter ihnen viele Immigranten...) in Kriege schicken, als selber als Verräter im Burgverlies eingesperrt zu werden, bei Wasser und Brot...
    • Snowy 09.05.2018 08:49
      Highlight Highlight Bitte hör Dir diese 30 Minuten an.
      Und dann wiederhole bitte nochmals, dass dieser Mensch "intelligent" ist.

      Trump ist total verwirrt und kann keinen einzigen zusammenhängenden Satz formulieren - geschweige denn ein Thema kausal zu Ende führen.

      Play Icon
    • Cubbie 09.05.2018 09:28
      Highlight Highlight "aber im Grunde hochgradig raffinierter und intelligenter Machtmensch, der seine Intelligenz..."

      Entschuldige, aber diese Adjektive im Zusammenhang mit DT zu schreiben, finde ich höchst unpassend und absolut falsch.
    • Vanessa_2107 09.05.2018 10:06
      Highlight Highlight Nein für mich ist Trump nicht hochgradig raffiniert und intelligent. Ich bin mir sicher, er weiss selten um was genau es eigentlich geht. Die Dinge hat man ihm einmal zu erklären versucht und jedesmal gesagt die USA würde nur ausgenutzt..(grob ausgedrückt , habe zu wenig Platz m.z. erklären). Klar er erfüllt auch ein Wahlversprechen, vor allem hatte er aber nun wieder seinen Auftritt vor der grossen Weltbühne, sein übergrosses Ego wurde befriedigt. Den Typ sollte man nun links liegenlassen, ihn richtig isolieren und sich endlich emanzipieren und sich mehr gegen Osten orientieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mangi 09.05.2018 08:24
    Highlight Highlight Bislang Trumps beste politische Entscheidung.
    • DerSimu 09.05.2018 09:04
      Highlight Highlight Wenn Sie das nicht verstehen, würde mich das ehrlich gesagt niht wundern.
      Play Icon
    • Cubbie 09.05.2018 09:29
      Highlight Highlight Warum? Weil er es endgültig schafft, dass sich Europa von den USA abwendet?

      Magst du die Annäherung Europas zu China und Russland?
    • EdSti 09.05.2018 09:36
      Highlight Highlight @Mangi kannst du bitte erklären wie du zu diesem Schluss gekommen bist?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bert der Geologe 09.05.2018 08:23
    Highlight Highlight Trumps Vorgehen hat sicher eine Logik: Seine Logik. Die heisst: "Ein Entscheid muss meinem Ego und meinem Portemonnaie dienen". Dass er strategisch an Kongresswahlen denkt, glaube ich kaum, das ist nicht seine Art. Die Israelfreunde hat er ja auf sicher, seit dem Umzug der Botschaft und den Saudis zu hofieren bringt wohl kaum Wähler. Ich denke eher, dass er von den Saudis Kohle kriegt und von den Skandalen (Zahlungen, Russland usw.) ablenken will.
  • _kokolorix 09.05.2018 08:00
    Highlight Highlight Das Signal ist eindeutig. Diktaturen der ganzen Welt haben es vernommen. Ohne Atombombe gibt es keine Verhandlungen mit den USA. Der Iran wird sich wie Nordkorea mit nuklearen Waffen aufrüsten müssen. Ein direkter Atomkrieg mit Israel wird dadurch sehr wahrscheinlich.
    Trump hat uns gerade in eine auswegslose Situation manöveriert. Iran muss alle Risiken gehen, Nethanyahu hat einen Freipass für Agressionen erhalten und die US Rüstungsindustrie sieht glänzenden Jahren entgegen.
    Nur für die meisten Menschen im nahen Osten sieht es zappenduster aus
    • FrancoL 09.05.2018 10:25
      Highlight Highlight Nicht nur für diese Menschen auch für uns hier in Europa der ersten Anlaufstelle für Flüchtlinge.
  • Gawayn 09.05.2018 07:51
    Highlight Highlight Ich denke das wars jetzt.
    Die USA haben nun eindeutig gezeigt welche Richtung sie einschlagen wollen.

    Wenn Europa und die anderen Mächte irgendwie weiter bestehen wollen,
    Bleibt nur der komplette Boykot der USA.

    Man kann mit einem jähzornigen, verwöhnten, egozentrischen Kind, nicht zusammen arbeiten.

    Wenn die Mächte weiter die Marotten Trumps tolerieren, werden sie ihn in seiner Position stärken.

    Dann hält ihn niemand mehr auf, alles an die Wand zu fahren.

    Früher oder später, wird es Krieg in furchtbarem Ausmass geben.
    • Hugo Wottaupott 09.05.2018 09:07
      Highlight Highlight Nostradamus? Bist du es?
  • Snowy 09.05.2018 07:25
    Highlight Highlight Zitat Obama: «Ohne das Atomabkommen könnten die Vereinigten Staaten vor die negative Entscheidung gestellt werden, ob sie einen atomar aufgerüsteten Iran akzeptieren wollen oder einen weiteren Krieg im Nahen Osten.»

    Wann begreifen wir endlich, dass Pompeo und Bolton genau das wollen: Regime change (ergo Krieg) vs Iran.
    • Snowy 09.05.2018 09:05
      Highlight Highlight Israel macht keinen militärischen Schritt ausserhalb seiner Grenzen, ohne dass dieser mit den USA abgesprochen ist: Nur Stunden nach Trumps Verkündigung tötet Israel 10 iranische Soldaten in Syrien (wo diese gemäs Völkerrecht auch sein dürfen).

      Man stelle sich vor, es wäre umgekehrt und Iran würde 10 israelische Soldaten töten. Die Marschflugkörper wären bereits in der Luft...

      Aber klar...: Der Iran ist der grosse Agressor im Nahen Osten.

      https://www.watson.ch/International/Syrien/960203512-Israelische-Raketen-toeten-9-proiranische-Kaempfer-in-Syrien#discussion_960203512

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    • FrancoL 09.05.2018 10:27
      Highlight Highlight Du fragst nach dem Wann? Die die nicht blind sind haben es schon lange begriffen, die die blind sind die werden es erst begreifen wenn sie es spüren.
  • zeromaster80 09.05.2018 06:53
    Highlight Highlight Was soll die Panik? Der Iran bleibt im Abkommen, das habt ihr selbst gestern berichtet. Es passiert also was? Nichts. Und wenn sie nicht im Abkommen bleiben sollten haben sie zackig neue, globale Sanktionen am Hals.
    • Cubbie 09.05.2018 09:42
      Highlight Highlight Warte mal ab, was für Sanktionen die USA gegen den Iran verhängen. Und noch viel wichtiger, welche Massnahmen die USA gegen Nationen (Rest der Welt) unternehmen, die trotz des Ausstiegs der USA mit dem Iran beim wirtschaftlichen Austausch bleiben.
  • jellyshoot 09.05.2018 06:14
    Highlight Highlight ich hatte es schon bei der wahl von diesem unsäglichen typen gesagt und sage es nun wieder:
    „jetzt kann europa beweisen, dass es erwachsen ist!“

    nicht nur im komische verordnungen abschliessen, sondern auch einig in der aussenpolitik.
    ich fürchte europa ist leider noch nicht über die pubertät hinaus 😔
  • TheGoon 09.05.2018 04:06
    Highlight Highlight nüme luschtig...
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Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

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Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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