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epa06641167 Palestinians protesters run for cover from Israeli tear gas during clashes with Israeli troops along the border between Israel and Gaza Strip, in the eastern Gaza Strip, 01 April 2018. According to reports, nine Palestinians were injured during the clashes along the border with Israel. Protesters plan to call for the right of Palestinian refugees across the Middle East to return to homes they fled in the war surrounding the 1948 creation of Israel.  EPA/MOHAMMED SABER

Palästinenser flüchten vor dem Tränengas in Gaza. Bild: EPA/EPA

Eskalation in Gaza: Gewaltspirale ohne Ausweg

16 Tote und Hunderte Verletzte: Am Grenzzaun zwischen Gaza und Israel eskaliert die Gewalt, ein PR-Krieg um die moralische Hoheit beginnt. Aber einfache Urteile gibt es in diesem Konflikt nicht.

Andreas Borcholte / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Es ist immer leicht, Israel den schwarzen Peter zuzuschieben. Die Menschrechtsorganisation Human Rights Watch erneuerte am Wochenende ihre schon oft geäusserte Kritik an der israelischen Regierung und Armee, bei Einsätzen auf Demonstrationen scharfe Munition zu verwenden, eine Massnahme, die international geächtet ist. Es wäre entsprechend leicht zu sagen, der Tod von mindestens 16 Palästinensern hätte vermieden werden können, wenn die IDF sich auf Gummi- oder Metallgeschosse oder den neuartigen Einsatz von Drohnen, die Tränengas versprühen, beschränkt hatte.

Immerhin war der «Marsch der Rückkehr», zu dem sich am Karfreitag zwischen 20'000 und 30'000 Palästinenser am Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel versammelt hatten, als friedlicher Protest geplant und deklariert worden. Dennoch kam es zu An- und Übergriffen auf die Grenzanlagen und israelische Soldaten, auf die die Armee mit Härte reagierte.

Mit unangemessener Härte? Die Antwort auf diese Frage ist alles andere als leicht.

Die Eskalation am Karfreitag war die schlimmste Auseinandersetzung am Gazastreifen seit 2014. Und es dürfte nicht die letzte gewesen sein, denn der Protestmarsch am Freitag sollte nur der Auftakt einer Reihe von Demonstrationen sein, die am 15. Mai, dem 70. Jahrestag der Gründung Israels ihren Höhepunkt erreichen sollen.

Für die Palästinenser ist es der Tag der «Nakba», der «Tag der Katastrophe» und der Vertreibung. Damals mussten rund 700'000 Palästinenser ihre Dörfer verlassen, teils gewaltsam vertrieben, sie flüchteten in den Libanon oder Jordanien oder wurden auf israelischem Territorium im Westjordanland und in Gaza angesiedelt. Heute leben rund fünf Millionen Menschen in diesen autonomen Gebieten, zwei Millionen allein am schmalen Küstenstreifen südlich von Tel Aviv.

Seit 1979 protestieren die Palästinenser alljährlich am «Tag der Erde», dem 30. März, gegen das Unrecht, das ihnen durch den Zionismus, also die nationalistisch motivierte Politik Israels, widerfahren ist. In diesem Jahr fiel dieses symbolisch aufgeladene Ritual ausgerechnet auf den Tag, an dem in Israel das Passahfest begangen wird, was unter den Palästinensern wiederum Ängste schürt, orthodoxe jüdische Gruppen könnten sich des heiligen Tempelbergs in Jerusalem ermächtigen, auf dem mit der al-Aksa-Moschee eines der wichtigsten Gotteshäuser des Islam steht.

Krieg der Videobilder

Und wäre die Lage nicht schon angespannt genug, will die US-Regierung unter Donald Trump auch noch am 15. Mai wie angekündigt eine neue Botschaft in Jerusalem eröffnen. Die Palästinenser fürchten also, dass die Anerkennung ihrer Nöte und Bedürfnisse in noch weitere Ferne als bisher rückt, von Linderung ganz zu schweigen. Die Israelis fürchten, dass es zu Anschlägen, Raketenangriffen und Messerattacken in den Innenstädten kommt. Aber Angst ist kein guter Berater, wenn es um die Deeskalation brenzliger Situationen geht.

Daran scheint an diesem Wochenende aber auch niemand Interesse zu haben. Bevor es, wie bereits vielfach befürchtet, zum Ausbruch einer neuen Intifada kommt, entbrennt ein PR-Krieg um die moralische Hoheit. Israel erklärt, Hunderte militante Hamas-Kämpfer hätten sich unter die Protestierenden gemischt und mit Schusswaffen und Steinen auf Soldaten gezielt sowie brennende Autoreifen auf die Grenzanlagen gelenkt. Bis zu 100 Scharfschützen sowie Panzer und anderes schweres Gerät hatte die Armee an der Grenze aufgefahren – und im Vorwege davor gewarnt, dass Grenzverletzungen mit tödlicher Gewalt geahndet würden. Zum Beweis, dass man nicht auf Unschuldige geschossen habe, verweist die israelische Armee darauf, dass ein siebenjähriges Mädchen, das perfiderweise an den Grenzzaun geschickt worden sei, von Soldaten unversehrt zu ihren Eltern zurückgebracht wurde.

Auf palästinensischer Seite lässt man wiederum Videoaufnahmen kursieren, auf denen angeblich zu sehen sei, wie israelische Soldaten einem flüchtenden Jugendlichen in den Rücken schiessen. Der 18-Jährige erlag später offenbar seinen Verletzungen.

Es sind Bilder wie diese, die am Wochenende unter anderem dazu führten, dass Uno-Generalsekretär António Guterres eine unabhängige Untersuchung der Ereignisse am Karfreitag forderte. Der Forderung schlossen sich die EU-Aussenbeauftragte Federcica Mogherini, Amnesty International und die linksgerichtete israelische Opposition an.

Israels Verteidigungsminister Awigdor Lieberman lehnte eine solche Untersuchung jedoch am Sonntag ab. «Die israelischen Soldaten haben getan, was nötig war», sagte Lieberman. Mindestens zehn der Getöteten hätten einen «dokumentierten Terror-Hintergrund gehabt», erklärte die israelische Armee am Samstagabend. Zuvor hatte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu den Einsatz der Soldaten gegen die palästinensischen Demonstranten gelobt. Sie hätten die «Souveränität» des Landes und «die Sicherheit seiner Bürger» geschützt.

Perfider Plan der Hamas?

Denn obwohl die Demonstrationen zum «Marsch der Rückkehr» von einigen jungen palästinensischen Polit-Aktivisten ohne Nähe zur Hamas geplant und initiiert worden war, hatte sich die islamistische Terrororganisation, die den Gazastreifen seit 2007 politisch kontrolliert, den Protest frühzeitig zu eigen gemacht und für sich reklamiert. Strategie der Hamas, so die Befürchtung der israelischen Armee, sei es, die friedlichen Märsche zu nutzen, um die Grenzblockaden mit gezielten Provokationen zu attackieren und Israel beim zu erwartenden Widerstand in der Weltöffentlichkeit als Aggressor und inhumanen Unterdrücker-Staat darzustellen.

Sollte dies tatsächlich der Plan gewesen sein, ist er zunächst aufgegangen. Kuwait, Israel nicht eben freundlich gesonnen, brachte am Wochenende im Namen der arabischen Mitglieder einen Entwurf im Uno-Sicherheitsrat ein, der angeblich ebenfalls eine Untersuchung der Vorfälle forderte. In der Erklärung sollte zudem das Recht der Palästinenser auf friedliche Proteste bekräftigt und Betroffenheit über den Tod unschuldiger Palästinenser zum Ausdruck gebracht werden. Laut Informationen der Nachrichtenagentur AFP wurde die Resolution jedoch von den USA blockiert.

Ein Sprecher der für die Demonstration verantwortlichen Organisation sagte jedoch der Zeitung «Ha'aretz», dass es beim «Marsch der Rückkehr» nicht um eine Konfrontation mit Israel ginge. Man wolle der Welt klarmachen, «dass wir hier wie in einem grossen Gefängnis leben, das unerträglich geworden ist».

Teufelskreis der Blockade

Das liegt vor allem an der strengen Blockade des Gazastreifens durch Israel und Ägypten, seit der Herrschaftsübernahme durch die Hamas, die Israel das Existenzrecht abspricht und die palästinensische Bevölkerung immer wieder zu Attentaten und Kampfhandlungen aufruft. Dass sich Israel gegen diese beständige Terrorandrohung vehement verteidigt und zu schützen sucht, ist so verständlich wie berechtigt.

Aber auch der andauernde Zwist zwischen der gemässigten Fatah und Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hilft nicht, die desolate Lage in Gaza zu entspannen, denn nicht nur von israelischer Seite gibt es keine humanitäre Hilfe, auch aus dem von der Fatah kontrollierten Westjordanland kommt wenig Unterstützung: Viele Trinkwasserbrunnen sind verseucht, immer wieder kommt es zu langen Stromausfällen, die Versorgungslage mit Nahrungsmitteln und Alltagsgütern ist prekär. Ein Teufelskreis, denn das alltägliche Elend treibt Frust und Aggression in die Höhe und in die Arme der militanten Hamas.

Gibt es also keinen Ausweg aus der nun erneut beginnenden Gewaltspirale?

Der aus der Zivilbevölkerung heraus organisierte friedliche Appell, sich mit dem Leid in Gaza zu beschäftigen, könnte beide Seiten dazu bewegen, aufeinander zuzugehen: Israel wird der Forderung nach Rückkehr aller vertriebenen und geflüchteten Palästinenser samt Nachkommen nicht entsprechen, es würde das Ende des israelischen Staats bedeuten. Es könnte aber beispielsweise die Grenzblockade lindern und mehr Gaza-Bewohnern als bisher Arbeits- und Besuchervisa ausstellen, um die wirtschaftliche Not zu lindern und zerrissene Familien zumindest zeitweise zusammenzuführen. Es könnte sich auch um bessere Trinkwasser- und Stromversorgung kümmern, wenn Abbas und die Fatah im Gegenzug Druck auf die Hamas ausüben würden, ihren Einfluss auf Gaza endlich zu aufzugeben, wie es bei den Versöhnungsgesprächen im vergangenen Jahr eigentlich schon angekündigt wurde.

An diesem symbolisch befrachteten Osterwochenende sieht es jedoch nicht danach aus, dass die Vernunft sich durchsetzt. Am Samstag wurden bei erneuten Zusammenstössen an der Grenze bis zu 70 weitere Menschen verletzt.

Die Verantwortlichen finden sich auf beiden Seiten des Zauns.

Wie entstand der Konflikt im Nahen Osten?

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Video: www.explain-it.ch

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    Alle Leser-Kommentare
  • durrrr 02.04.2018 10:26
    Highlight Highlight Genau genommen müsste sich der Zorn der Palästinenser viel eher gegen die arabischen Bruderstaaten richten, von denen sie vollends im Stich gelassen werden. Auch Ägypten riegelt seine Grenze zum Gaza faktisch ab. Dort demonstriert nur kaum einer, weil es halt nicht ins Weltbild passt. Und die korrupte "Islamisten-Mafia" Hamas hat als letztes Interesse an Frieden, sonst könnte sie sich ihr satter Anteil an den Milliarden Hilfsgelder ja nicht mehr abzweigen. Lieber die eigene Bevölkerung unterdrücken und gegen die Juden aufhetzen. Gemässigte Palästinenser verlieren deswegen doppelt. Leider.
    53 9 Melden
    • Saraina 02.04.2018 11:41
      Highlight Highlight In Ägypten protestiert keiner weil die Armee fraglos mit scharfer Munition kurzen Prozess machen würde. Dito in Saudi Arabien. Beide Länder sind auch strategische Verbündete Israels. Mein Vorwurf an Israel ist deshalb eher, dass es sich immer noch eine moralische Position aneignet, die es leider schon lange verloren hat.

      In dieser Situation wundert es nicht, dass die palästinensische Jugend ihr Leben gering achtet.
      18 17 Melden
    • durrrr 02.04.2018 15:00
      Highlight Highlight Dein Vorwurf an Israel ist suggestiv. Es geht nicht um "moralische Positionen", es geht um die Verteidigung eines souveränen Staates. Die Hamas will die Vernichtung Israels und sie regiert nunmal den Gaza-Streifen, da kann auch Israel wenig dafür. Der starke Grenzschutz ist deshalb gerechtfertigt, denn mit Terroristen verhandelt man nicht! Mit islamistischen schon gar nicht.
      14 1 Melden
  • Thurgauo 02.04.2018 08:31
    Highlight Highlight Mir fehlen immer die Berichte über die israelische radikale, extreme, religiöse Rechte. Nie hört man was von ihr. Bei einigen dieser Siedlerorganisationen müsste man auch von Terrororganisationen sprechen (gezielte Sprengstoffanschläge, Attentate, rassistische Parolen). Sogar der eigene Präsident wurde ermordet. Mit solchen Einstellungen und Handlungen kann man auch massig "Terroristen" produzieren. Der Produzent der Doku wuchs übrigens in Israel auf und diente fünf Jahre in der Armee in einer Spezialeinheit.
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    43 37 Melden
    • Nik G. 02.04.2018 09:30
      Highlight Highlight Der Siedlungsbau ist nicht im Gazastreifen.
      31 14 Melden
    • Saraina 02.04.2018 11:43
      Highlight Highlight Wahr, aber das Israel das mit seiner Armee an der Grenze zu Gaza steht ist auch das Israel der Siedlungsbauer. Und die selbe Armee schützt Siedler, welche palästinensische Schulkinder mit Steinen bewirft und bedroht.
      15 15 Melden
    • Thurgauo 02.04.2018 12:00
      Highlight Highlight @Nikolai G. Fand aber auch schon statt, der Gazastreifen wurde aber wieder geräumt. Ausserdem hängt eines mit dem anderen zusammen. Ob Westjordanland oder Gaza, beide gehören zu Palästina.
      16 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 02.04.2018 07:53
    Highlight Highlight Ich habe mir das Erklärvideo Nahostkonflikt angeschaut. Auch, weil mein Kommentar (pro Palästinenser) nicht aufgeschaltet wurde.
    Das Video empfehle ich sehr. Es befindet sich am Ende des Artikels.

    Und ich muss sagen : Beide Seiten haben Recht. Wenn man die ganze 2000jährige Geschichte miteinbezieht, muss man beiden Seiten Recht geben.

    Und : Es gibt keine Lösung.

    Die Zukunft spricht aber eher gegen Israel. Was ist, wenn sie in 50 - 100 Jahren ihren militärischen Vorteil eingebüsst haben ?

    Es wird wieder Krieg geben.
    15 28 Melden
    • N. Y. P. D. 02.04.2018 11:24
      Highlight Highlight Wenn ich Dich richtig verstehe, dürften, falls die Engländer die Isländer vertreiben würden und nach zwei bis drei Generationen dann die Nachfahren der Isländer wieder Ansprüche auf ihr Land stellen, nur folgende Antwort richtig sein : Da wir mit der Vertreibung von damals nichts zu tun hatten, werden wir das Land nicht an euch zurückgeben.

      2000 Jahre liegt Dir zu weit zurück.
      Wie weit würdest Du zurück gehen um einen gegenwärtigen Konflikt zu beurteilen ?
      11 7 Melden
    • durrrr 02.04.2018 12:03
      Highlight Highlight @NYP Die Schlussfolgerung aus ihrer Analyse beschreibt den ganzen Konflikt ziemlich gut: Legt die Hamas ihre Waffen nieder gibt es keinen Krieg mehr, legt Israel ihre Waffen nieder gibt es kein Israel mehr! Unter diesen Umständen sind die Verteidigungsaktionen Israels mehr als gerechtfertigt.
      18 13 Melden
    • Kubod 02.04.2018 12:52
      Highlight Highlight @Dr.Bogyman
      Nix zu diskutieren? Nun denn. Ein paar Fakten. Ganz diskussionslos.
      Nach Progromen in Russland und Polen sind seitt 1982 bis 1939 ca. 400`000 Juden ins menschenleere Palästina eingewandert und haben es urbar und grün gemacht. Der Grossteil der Araber, die sich heute Palästinenser nennen, sind Nachkommen von arabischen Gastarbeitern, die die Israelis ins Land liessen, weil man Arbeitskräfte brauchte. Der entwickelte Staat inmitten der islamisch fatalistischen Wüste hatte eine grosse Sogwirkung. Jassir Arafat zum Beispiel kam aus Ägypten.
      Soviel zum Romavergleich.
      18 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paul Meier 02.04.2018 07:13
    Highlight Highlight Sehr guter, differnzierter Bericht zu dieser äusserst schwierigen Situation.
    27 30 Melden
    • Punchi 02.04.2018 08:34
      Highlight Highlight Viele Themen gingen aber vergessen, wie z.B. Siedlungsbau, Jerusalem, Wasserzugang
      31 24 Melden
    • Paul Meier 02.04.2018 12:01
      Highlight Highlight Natürlich ist die gesamte Situation nicht beleuchtet worden. Aber die momentane Situation wurde gut analysiert.
      4 1 Melden
  • Jein 02.04.2018 06:24
    Highlight Highlight Die Hamas hat kein Interesse an einer Lösung des Konfliktes weil sie nach einer Entschärfung an Macht verlieren würde, für isrealische Politiker grenzt es an Karriereselbstmord den Palästinensern Eingeständnisse zu machen, Abbas hat ja nicht Mal den Rückgalt seines ganzen Volkes, die USA stehen je nach Präsident irgendwo zwischen den Konflikt ignorieren und Öl aufs Feuer giessen, und die UN ist alles andere als vereint in Bezug auf dieses Thema.

    Was bleibt sind 1.8 Millionen Menschen, die der Weltpolitik als Spielball ausgeliefert sind.
    78 39 Melden
    • Zurichda 02.04.2018 20:33
      Highlight Highlight Ganz genau. Bravo!
      2 0 Melden
  • scientist 02.04.2018 02:39
    Highlight Highlight Zwei Sturköpfe sitzen sich gegenüber und keiner will ein bisschen von den Forderungen abweichen. Unschuldig ist keiner der Seiten am Schluss leider wie immer die Bevölkerung.
    19 18 Melden
  • LukasderErste 01.04.2018 23:52
    Highlight Highlight Super Analyse, mal etwas abstand von den Schuldzuweisungen beider Seiten, danke!
    22 26 Melden
  • _kokolorix 01.04.2018 23:43
    Highlight Highlight Zerstören ist unermesslich viel einfacher als aufbauen.
    Es braucht nur ein halbes Dutzend gewaltbereite Idioten um eine friedliche Demonstration in einen chaotischen, gewalttätigen Hassausbruch zu verwandeln.
    Diese Gewaltausbrüche erhalten zu allem Überfluss auch noch die gesamte Medienpräsenz, so dass von den ursprünglichen Absichten rein gar nichts übrig bleibt.
    Die Schuldfrage in Palästina lässt sich kaum klären, zu oft haben sich die selbstgefälligen Extremisten beider Seiten durchgesetzt. Nur eine internationale Ächtung jeder Gewalt würde weiterführen, aber davon sind wir auch weit weg
    18 21 Melden
    • MARC AUREL 02.04.2018 10:04
      Highlight Highlight Ist doch überrall so wenn es Demos gibt oft.. ein paar Idioten nützen friedliche Demos aus und üben Gewalt aus.
      8 5 Melden
  • Posersalami 01.04.2018 23:06
    Highlight Highlight „dokumentierten Terror-Hintergrund„

    Und was haben die gemacht, das man sie ohne Verurteilung hinrichten darf? Den falschen Twitter Usern gefolgt?
    25 31 Melden
    • DerTaran 02.04.2018 07:49
      Highlight Highlight Ich würde mal sagen, sie haben versucht einen oder mehrere israelische Soldaten zu verletzen oder zu töten? Aus Spaß werden die Israeli nicht auf die Männer geschossen haben.
      39 21 Melden
    • Waedliman 02.04.2018 09:45
      Highlight Highlight Wenn man einigen hier Glauben schenken darf, ist das aber so. Das ewige "Feindbild Jude" und die Romantisiererei des "Opfers Araber" geht mir auf die Nerven.
      22 11 Melden
    • Saraina 02.04.2018 11:47
      Highlight Highlight Taran, wie tötet man mit einer Steinschleuder oder einem brennenden Reifen einen Scharfschützen oder einen Soldaten in einem Panzer? Die Polizei an der Nachdemo in Zürich am nächsten 1. Mai ist grösserer Gefahr ausgesetzt, da keine Grenzbefestigung dazwischen steht, und bewältigt die Lage trotzdem ohne scharf zu schiessen.
      9 21 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 01.04.2018 23:06
    Highlight Highlight Ich sehe bei diesem Konflik leider kein schnelles Ende, eher wird er sich zu meiner Lebzeit noch zuspitzen. Gerade aus demographischer Sicht könnte sich eine gefährliche Situation entwickeln. Der prozentuale Anteil der Palestinäser und weiteren Nicht-Juden nimmt stetig zu, Israel wird sich also Entscheiden müssen, eine liberale Demokratie oder ein jüdischer Staat zu sein.
    12 13 Melden

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