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Analyse

Wenn er bloss ehrlich gewesen wäre

Reporterlegende Bob Woodward enthüllt in seinem Buch «Rage»: Donald Trump wusste, welche Gefahr mit der Pandemie auf die USA zukam – es war dem Präsidenten schlicht egal.

Carsten Luther / Zeit Online



President Donald Trump speaks during an event on judicial appointments, in the Diplomatic Reception Room of the White House, Wednesday, Sept. 9, 2020, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci)
Donald Trump

Trump in Erklärungsnot. Bild: keystone

Ein Artikel von

Zeit Online

An Bob Woodwards vorigem Buch Fear störte Donald Trump vor allem eines: Mit dem US-Präsidenten selbst hatte der legendäre Reporter nicht gesprochen. Und viele andere, die Auskunft gegeben hatten über das gefährliche Chaos im Weissen Haus, wurden nicht mit Namen genannt. Hochrangige Regierungsmitglieder zitierte Woodward wörtlich, wer aber die mehr als 100 Quellen waren, die er dafür interviewt hatte, blieb unter Verschluss. Trump und die seinen hatten es leicht zu behaupten: alles ausgedacht, alles Lügen. So lief es ja bei vielen erschreckenden Enthüllungen dieser Präsidentschaft: Sie bestätigen einmal mehr, was eigentlich offensichtlich ist – und jene, die es immer noch nicht glauben wollen, schreien «Fake News».

Nun erscheint am kommenden Dienstag also das nächste Woodward-Buch, Rage, und ja: Trump hat mit dem Journalisten gesprochen, die ersten Auszüge mischen gerade den Wahlkampf auf, und es gibt Mitschnitte, die keinen Zweifel an den Worten des Präsidenten zulassen. Die wichtigste Erkenntnis: Trump war sich sehr früh über die Bedrohung durch das Coronavirus im Klaren, während er öffentlich immer wieder die Gefahren herunterspielte. «Sie atmen bloss die Luft ein, und so wird es übertragen. Also ist das sehr problematisch, und es ist eine sensible Angelegenheit. Es ist auch tödlicher als eine schwere Grippe», sagte er Woodward Anfang Februar am Telefon. «Das ist tödliches Zeug.» Derweil ging die Tour seiner Wahlkampfauftritte weiter, die in zahllosen Variationen vermittelten: alles halb so wild und alles unter Kontrolle.

Am 19. März gab Trump gegenüber Woodward zu, dass dahinter eine Strategie steht: «Ich wollte es immer herunterspielen. Ich spiele es immer noch gern herunter, weil ich keine Panik erzeugen will.» Der Reporter, der in den Siebzigerjahren zusammen mit Carl Bernstein den Watergate-Skandal aufdeckte, nennt es das vielleicht grösste Verbrechen eines Präsidenten, die Bevölkerung so lange über die Lage getäuscht zu haben, während bereits Tausende Amerikaner infiziert waren und einige Hundert gestorben.

Heute zählen die USA mehr als 190'000 Tote, plus Dunkelziffer. Trump bleibt nach der Veröffentlichung bei seiner Linie und sagte am Mittwoch vor Journalisten: «Ich wollte nicht, dass die Leute Angst haben.»

«Ich habe es immer als ernst betrachtet»

Stattdessen dürfte Trump mit seiner zynischen Haltung das Leben vieler Amerikaner direkt gefährdet haben, die im Februar und bis in den März hinein sorglos ihrem Alltag nachgingen. Der Präsident jedenfalls trug nichts dazu bei, dass die Menschen ihr Verhalten änderten. Noch am 11. März behauptete er in einer Presskonferenz, für die grosse Mehrheit sei das Risiko «sehr, sehr gering».

FILE - In this April 29, 2017, file photo journalist Bob Woodward sits at the head table during the White House Correspondents' Dinner in Washington. Woodward, facing widespread criticism for only now revealing President Donald Trump's early concerns about the severity of the coronavirus, told The Associated Press that he needed time to be sure that Trump's private comments from February were accurate. (AP Photo/Cliff Owen, File)

Bob Woodward Bild: keystone

Davor und danach immer wieder: «Alles ist wirklich unter Kontrolle» (29. Februar). Wie viel anders wäre die Ausbreitung des Virus in den USA verlaufen, hätte sich Trump schön früh und ehrlich an die Öffentlichkeit gewandt und gewarnt: Leute, seid vorsichtig! Hätte etwa dazu geraten, zu Hause zu bleiben, grosse Gruppen zu meiden, Reisepläne aufzugeben. Hätte sich einfach eine Rede schreiben lassen, die ohne Panikmache auf den Fakten basierte, die ihm bekannt waren: Er hätte sie stumpf vom Teleprompter ablesen können.

Doch Trump fehlte dafür augenscheinlich die Empathie, und das Netz rechter Medien stimmte ein: Das alles sei bloss ein Schwindel der Demokraten, um die Ergebnisse der Wahl von 2016 zu revidieren, hiess es immerfort. Der Präsident bespielte unbeirrt die maskenlosen Massen, die ihm eine zweite Amtszeit verschaffen sollen. Und hinter dem vermeintlichen Versuch, die Bevölkerung nicht in Panik zu versetzen, stand eben keine stille, aber kraftvolle Anstrengung, alles Nötige in Bewegung zu setzen.

Nach Woodwards Enthüllungen erscheint in einem neuen Licht, was Trump Mitte März sagte, als das enorme Ausmass der Covid-19-Gefahr nicht mehr zu bestreiten war: «Ich habe gespürt, dass es eine Pandemie ist, lange bevor es eine Pandemie genannt wurde. Ich habe es immer als ernst betrachtet.» Damals schien es lediglich der Versuch zu sein, die offensichtliche Verschleppung des Krisenmanagements schönzureden, als es für viele Amerikaner längst zu spät war. Heute ahnen wir, dass Trump nicht gelogen hat: Er wusste, welche Bedrohung auf das Land zukam – es war ihm schlicht egal.

«Sein einziges Ziel ist, wiedergewählt zu werden»

Der führende Immunologe und Berater der US-Regierung Anthony Fauci ist in den bisher veröffentlichten Auszügen aus Woodwards Buch der stärkste Zeuge für Trumps Ignoranz gegenüber Corona. «Ruderlos» nennt er dort dessen Führung in der Krise. In der Kommunikation mit der Taskforce zur Pandemiebekämpfung wirke der Präsident «wie auf einem anderen Kanal», seine Aufmerksamkeitsspanne sei nur mit einer negativen Zahl zu beschreiben. «Sein einziges Ziel ist, wiedergewählt zu werden.» Und Fauci, der öffentlich immer mal wieder versucht hat, Trumps krude Verharmlosungen sachlich geradezurücken, soll sich auch nicht zurückgehalten haben, wenn er ihm gegenüberstand. Nach einer dieser mäandernd-haltlosen Pressekonferenzen soll er gesagt haben: «Wir können den Präsidenten da draussen nicht so verletzlich stehen lassen, wenn er etwas sagt, das sich später rächen wird» – «that's going to come back and bite him».

Die Frage ist, wie sehr das alles Trump tatsächlich noch schaden kann. Mindestens trägt es dazu bei, dass sein Umgang mit der Pandemie im Zentrum des Wahlkampfs bleibt, während er sich am liebsten ganz auf seine «Recht und Ordnung»-Linie beschränken würde. Wenn sein Herausforderer Joe Biden von einem «Verrat an den amerikanischen Bürgern» spricht, stimmen vor allem jene zu, die für diese Erkenntnis nicht erst auf Woodwards Buch warten mussten. Dennoch ist das Thema eine schwere Belastung, regelmässig kritisiert die Mehrheit der Amerikaner in Umfragen das Krisenmanagement des Präsidenten. Und anders als Trump es wiederholt behauptet hat, wird die Pandemie nicht einfach so verschwinden. Seine grosse Hoffnung in diesen Tagen, so scheint es: «Wir werden sehr bald einen Impfstoff haben, vielleicht sogar vor einem sehr speziellen Datum.» Vor der Wahl also, höchst unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Man muss wohl hoffen, dass in den USA nicht ein Mittel vorschnell zugelassen wird, das am Ende nur einem Mann dient.

Dieser Artikel wurde zuerst auf Zeit Online veröffentlicht. Watson hat eventuell Überschriften und Zwischenüberschriften verändert. Hier geht’s zum Original.

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78Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ökonometriker 10.09.2020 22:07
    Highlight Highlight Die Finanzkrise 2008 kostete in den USA 500'000 bis 1 Mio. Leben. Die Lebenserwartung stagnierte danach ein Jahrzehnt auf Schwellenlandniveau. Ein Lockdown hätte in den USA mangels elementarer sozialer Infrastruktur wohl noch mehr Leben gekostet. Daher ist Trumps Entscheid nachvollziehbar.
    Aber wenn die USA aus der Krise lernen wollen, müssen sie jetzt auch ein grundlegendes Netz an öffentlichen Einrichtungen schaffen.
  • Morgenbrot 10.09.2020 21:42
    Highlight Highlight "Noch am 11. März behauptete er in einer Presskonferenz, für die grosse Mehrheit sei das Risiko «sehr, sehr gering»."

    Ich wünsche mir, wie viele, dass dieser Clown keine zweite Amtszeit erleben darf und für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird.
    Aber diese Aussage hört man von vielen Experten. Man denke nur an Streek, Püschel usw. Das Risiko ist für die Mehrheit sehr, sehr gering. Das wissrn wir nicht erst seit Heute. Um so mehr muss man die kleine Minderheit in den Fokus stellen und sie mit den richtigen Massnahmen schützen.
    Da hat Trump wohl unabsichtlicht die Wahrheit gesagt. 🤷‍♂️
  • Luca89 10.09.2020 21:17
    Highlight Highlight Lustig wie sich alle aufregen. Ein bisschen weiterdenken und man hätte im Februar schon gemerkt, dass er in einem Land, in dem die Leute in einer Panik Situatione plündern und Waffen kaufen, das ganze herunterspielt. Da Trump aus der europäischen Sicht sowieso nur einfältig und dumm ist, hat man das wohl glatt übersehen. Unser grösstes Problem war ja das WC Papier. Plündern übersteigt da schnell die Fantasie...
  • Marco Rohr 10.09.2020 20:34
    Highlight Highlight Auch diese Aktion wird ihn nicht die Präsidentschaft kosten. Im Gegenteil: seine Basis wird seine Einschätzung teilen, dass er damit das grosse Chaos verhindert hat. Es ist ja auch schwer, das Gegenteil zu beweisen.
  • dommen 10.09.2020 19:47
    Highlight Highlight Naja, wenn man als Autor keine Quellen nennt...
    • Wiedergabe 10.09.2020 21:34
      Highlight Highlight Also die Quelle der Audioaufnahme hat er genau benannt: Donald Trump.
      Selbst wenn er alles belegen würde, wir sahen beim Empeachment dass das den Trumpsters komplett egal ist.
  • Bejat 10.09.2020 19:29
    Highlight Highlight „Die Frage ist, wie sehr das alles Trump tatsächlich noch schaden kann.“
    Leute ich sage Euch: es wird nichts passieren, zum x-Zen Mal nichts. Der wird wieder gewählt. Gute Nacht, habe fertig!
  • Privilecheese 10.09.2020 19:23
    Highlight Highlight Nachdem ihn die Sehnsucht innerlich zerriss, setzte er sich an seinen grossen Schreibtisch im Regentenpalast und begann die folgenden Zeilen zu schreiben: „Ich kann den Moment nicht vergessen, als ich die Hand Eurer Exzellenz hielt.“
    Woher stammt das?
    1. Saddam Husseins romantische Novelle
    2. Netflix 365 days
    3. Briefwechsel zwischen Trump und Kim jong
  • Dani S 10.09.2020 19:15
    Highlight Highlight Zitat Donnie: «Ich habe gespürt, dass es eine Pandemie ist, lange bevor es eine Pandemie genannt wurde. Ich habe es immer als ernst betrachtet.»

    Das sind seine Worte, aber seine Taten passen nicht dazu.
    Mehr braucht man bei einem notorischen Lügner nicht zu sagen.
  • Gummibär 10.09.2020 19:06
    Highlight Highlight Donald Trump ist nicht der erste amerikanische Präsident der Moderne, der über Leichen geht (Vietnam, Irak) aber sicher der Erste, der ausschließlich über die Leichen von Leuten geht, die sein eigenes Land bewohnen.
    Für den Rest der Welt vielleicht besser so - für die U.S. Bürger ein schmerzlicher Hinweis darauf, dass ihr Land der unbegrenzten Möglichkeiten auch die Möglichkeit eines totalen Versagens der politischen Führung beinhaltet.
  • gondwana 10.09.2020 18:31
    Highlight Highlight wird Zeit dass die Wahlen kommen, ich hab langsam Kopfschmerzen wegen dem vielen schütteln.
  • nopasarán 10.09.2020 17:59
    Highlight Highlight Hätti, wetti, Velochetti. Würde ich auch nur einen Tag in meiner Familie oder dem Job so agieren, würde ich wohl gefeuert.
  • Wat Sohn 10.09.2020 17:38
    Highlight Highlight „mäandernd“
    Danke, Zeit online, wieder mal ein neues Wort gelernt. 🤓
    Ob ich es je benutzen werde, weiss ich nicht...

    „ein kurvenreiches, verschlungenes Muster aufweisen„
    • Bildung & Aufklärung 10.09.2020 18:03
      Highlight Highlight Jo, Zeit ist schurnalistisch mit bis ganz vorne. Nur schon die (schöne, und nicht ganz so kleine) Zeitung im gefüllten Zug aufzuschlagen ist immer ganz witzig wenn man die oft erstaunten grossen Stilaugen sieht.

      Bau den Begriff doch in den Wortschatz ein, so kann man bisweil ganz mondän wirken. :-)
    • DonChaote 10.09.2020 18:11
      Highlight Highlight @Wat Sohn
      Wenn sie das wort mal wieder benutzen wollen, dann müssten sie einfach über einen natürlichen flusslauf sprechen, da kann man es häufig einsetzen ;)
    • ursus3000 10.09.2020 18:22
      Highlight Highlight Wird meistens im Zusammenhang mit Flüssen gebraucht
    Weitere Antworten anzeigen
  • petrolleis 10.09.2020 17:36
    Highlight Highlight Trump ist eine einzige grosse Lüge. Sein Äusseres, seine Aussagen, seine "Familie", seine Freunde, einfach alles...
    Aber er erzählt den Bilies halt, was sie hören wollen
  • Black Cat in a Sink 10.09.2020 17:31
    Highlight Highlight Trump und Ehrlich sein? Da fällt in Sahara eher Schnee!
  • Bildung & Aufklärung 10.09.2020 17:15
    Highlight Highlight "Wäre er bloss ehrlich gewesen" - gemeint im Zusammenhang mit Mr. Donald "dem stabilen Genie in all seiner unerreichten Weisheit" Dump himself...

    "Wäre es bloss trocken gewesen" - im Zusammenhang mit Wasser im liquiden Aggregatzustand, wäre weitaus vorstellbarer und realistischer, aber das würde trotzdem nie irgendjemand titeln ;-).
    • Gaechter Vrenä 10.09.2020 18:33
      Highlight Highlight Der zweite Absatz schlägt einfach alles! 🤣👍🏻🤣
  • Flachzange 10.09.2020 17:06
    Highlight Highlight Wunderts jemand? Der hat in der Kita schon alle angelogen
    • Bildung & Aufklärung 10.09.2020 17:57
      Highlight Highlight Wenn man sich Bilder von ihm als Jüngling anschaut und noch weiss, wie man damals fühlte etc. dann merkt man, dass er da schon genau da einer der, sagen wir mal nett 'Unsympathen', Typ Mobber war, die man ganz und gar nicht mochte. Halt diese Hinterhältigkeit, Verschlagenheit die diese ausstrahl(t)en...

      Und wenn man sich schon zurückversetzt, kann man auch mal das schöne Anzeigebild - JD - loben, weil man sich an Scrubs erinnert! An die Zeiten mit Malcolm in the Middle (Malcolm mittendrin), den (echten, früheren) Simpsons, Als Viva und MTV noch Musiksender waren. Takeshis Castle... *schnüff*
  • TanookiStormtrooper 10.09.2020 17:03
    Highlight Highlight Schon beim Titel musste ich lachen.

    "Wenn er bloss ehrlich gewesen wäre"

    Trump ist seit 70 Jahren ein Lügner und Hochstapler. Leute die dachten er würde plötzlich anfangen ehrlich zu sein leiden unter massivem Realitätsverlust.
  • banda69 10.09.2020 16:32
    Highlight Highlight Und die SVP so.
    Benutzer Bild
    • TanookiStormtrooper 10.09.2020 17:33
      Highlight Highlight Die Weltwoche muss man einfach als Satireblatt lesen, dann ist sie ganz lustig (abgesehen von der Kolumne von Andreas Thiel).
    • Antichrist 10.09.2020 17:59
      Highlight Highlight Die Weltwoche hat recht. Biden wäre noch schlechter.
    • loquito 10.09.2020 20:30
      Highlight Highlight Die Kolumne vom Thiel finde ich die Schrecklichste von allen. Er verbergt seinen Rassismus, seine Menschebverachtubg und seinen unbegrenzten Egoismus hinter Satire und ist nicht mal annähernd lustig
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phüdlibürger 10.09.2020 16:22
    Highlight Highlight Je schneller ein Impfstoff bereit steht, umso grösser ist das Risiko, dass der Impfstoff mehr schadet als nützt. Die möglichen Nebenwirkungen sind das Problem. Aber auch das wäre Trump egal.
  • Palpatine 10.09.2020 16:09
    Highlight Highlight Dass Donald lügt wie gedruckt, dass er keine Empathie hat, dass er nur sich selber im Kopf hat, dass er in einer eigenen Welt lebt, in der sich die Welt um ihn zu drehen hat, dass jeder, der nicht seiner Meinung ist, ein Idiot oder Verräter ist, das alles ist ja nicht neu.

    Aber wie doof muss man sein, öffentlich zu behaupten, die Corona-Krise sei nur erfunden, und gleichzeitig gibt man einem der renommiertesten Journalisten der USA Interviews, in denen man zugibt, dass das nur gelogen sei.
    Manchmal denke ich, er bettelt quasi darum, abgewählt zu werden. Wie ein Elefant im Porzellanladen...
    • Chrisbe 10.09.2020 17:37
      Highlight Highlight Sorry aber was erwartet man sonst von einem beratungsresistenten, überheblichen, verlogenen, empathielosen Dummkopf?!
      Der "Erfolg" gibt ihm Recht, bei mir verursacht es Kopfschütteln bis zur Übelkeit.
    • Gaechter Vrenä 10.09.2020 18:40
      Highlight Highlight Er kann nicht anders. Das ist eine Facette seines Persönlichkeitsbildes oder weniger nett ausgedrückt: Seiner Persönlichkeitsstörung.
      Er ist nur dazu in der Lage, für sich und Donald und den Trumpster zu egomanen. Empathie und soziales Miteinander kommen bei einem narzsstischen Soziopathen nicht vor. Geht nicht. Aus. Amen. Fertig. Babam.
      Da kann man noch lange schreiben hätte, würde, sollte, wenn und aber. Es hilft nicht. Solche Menschen sind mitunter geniale Schauspieler und Manipulatoren. Unser oranges instabiles Genie gehört dazu. Es wird Zeit, dass die Amis das checken und ihn —-> 💣 + 🕳
    • Fisherman 10.09.2020 18:50
      Highlight Highlight Natürlich will er nicht wieder gewählt werden. Er wollte schon 2016 nicht gewählt werden. Er wollte nur Promo für sein Geschäft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 10.09.2020 15:57
    Highlight Highlight Man kann ruhig sagen, dass Don Trump die Amerikaner im Unklaren liess, weil er sich mehr Sorgen um die Aktienmärkte und sein Vermögen machte, als um das Leben seiner Landsleute.

    Wir Schweizer kennen dieses Verhalten ja inzwischen auch von unseren Geldsäcken und deren Politikern.
    • Gaechter Vrenä 10.09.2020 18:42
      Highlight Highlight Natürlich! Das ist das genau gleiche Gesindel. Menschen mit Mitgefühl, die sich um andere scheren werden selten so dermassen reich wie obgenannte Geldsäcke und Politiker....
  • Phüdlibürger 10.09.2020 15:42
    Highlight Highlight Wenn er bloss ehrlich gewesen wäre - es wäre wohl das erste Mal gewesen... Der Mann hat in seiner gesamten ersten Amtszeit nur gelogen. Darum ist es gut, dass solche Dinge vor der Wahl ans Licht kommen.
  • Amboss 10.09.2020 15:35
    Highlight Highlight Wenn Trump im November nicht gewählt wird, wird das wohl als Mutter aller Fehleinschätzungen in die Geschichte eingehen.
    9 Monate vor der Wahl kommt eine Krise vom Ausmass wie Corona auf den Präsidenten zu!
    Ich meine sorry: Da ist der Präsident wiedergewählt! Was besseres kann er sich nicht wünschen.
    In Krisen steht das Volk zur Regierung! Da muss der Präsident nur hinstehen, sein Volk ermutigen und das tun, was verdammtnochmal einfach getan werden muss.

    Dass Trump dies nicht erkannt hat ,dass er nur an die Wirtschaftszahlen gedacht hat - ich kann darüber nur den Kopf schütteln.
    • ursus3000 10.09.2020 16:26
      Highlight Highlight Du haust ihn besser auf den Amboss
    • Prometheuspur 10.09.2020 16:30
      Highlight Highlight Ja! Donald ist so, der ist wirklich dermassen ur-merkwürdig und unfassbar seltsam!!!
    • -V- 10.09.2020 16:43
      Highlight Highlight ich befürchte, dass in den usa dies ein wenig anders läuft... die einflussreichen leute sind zufrieden dass die Wirtschaft weiter brummte und diese geld scheffeln konnten... die meinung des volkes ist herzlich egal und er muss ja nur die zufriedenstellen, welche er zur wiederwahl benötigt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Petoman 10.09.2020 15:30
    Highlight Highlight Wenn ich Trump auch nicht ausstehen mag... in einem hat er Recht.

    Als Individuen sind wir einigermassen intelligent. Als Masse, Volk oder wie auch immer sind wir total behämmerte Lemminge die sich selber zerstören und in einem Klima der Angst zu Unvorstellbarem fähig sind. Nicht dass Trump da einen positiven Ansatz leistet, aber es zeigt wie schwierig die Kommunikation zu Corona ist.

    Von dem legitimiert es, m.M. nach, seine Haltung. Die Beweggründe und Form seiner Kommunikation sind aber mit ziemlicher Sicherheit wie immer verwerflich und eigennützig.
    • ursus3000 10.09.2020 16:29
      Highlight Highlight Sprichst Du im Namen anderer? Geh in die Politik dort brauchen sie Leute die ungefragt im Namen anderer reden
    • FrancoL 10.09.2020 16:42
      Highlight Highlight Was soll das heissen: "legitimiert seine Haltung".

      Weil er wiedergewählt werden will darf er Lügen und Verdrehen? und dies begründen, dass es sonst seine Untertannen nicht schnallen?

      Ist das was Sie von einem Politiker erwarten? Dass er SIE nicht für voll nimmt? und dies erst noch um wieder gewählt zu werden?

      Mensch ist das unterirdisch.
    • Friction 10.09.2020 16:45
      Highlight Highlight @Petoman: Als kritische Stimme in dieser Kommentarspalte lade ich Sie gerne ein, das Verhalten von Lemmingen nochmals genaustens zu recherchieren. Die Universität Osnabrück hätte einen interessanten Beitrag dazu.

      #ichbinlemming
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paddiesli 10.09.2020 15:21
    Highlight Highlight Es hätte auch viele Menschenleben retten können, wenn Woodward diese Informationen ein paar Monate früher bekannt gemacht hätte.
    Aber ja ... vermutlich war sein Buch noch nicht fertig. Er trägt eine gewisse Mitschuld.
    Ich hoffe, das Virus bricht dem POTUS endgültig das Genick.
    • Wiedergabe 10.09.2020 15:33
      Highlight Highlight Ich finde es sehr vermessen, Trumps Schuld (und das ist nicht nur das öffentliche Verharmlosen, sondern AUCH zu zaghafte Massnahmen, Mobben von Gouverneuren mit Lockdown, Loben von zu früh öffnenden Gouverneren, Beglückwünschen von coronaleugnenden Demonstranten, Versagen beim Koordinieren von Massnahmen der einzelnen States, zu langes Warten mit Massnahmen und und und) nun einem Reporter in die Schuhe schieben zu wollen.
      Fauci, das CDC, etliche Gouverneure und Wissenschaftler wiedersprachen Trump ständig in Echtzeit, soll da noch ein (1!) Buch ausschlaggebend sein..!?
    • Paddiesli 10.09.2020 15:40
      Highlight Highlight @Wiedergabe, ich gebe dem Reporter doch nicht die Schuld für diese Katastrophe. Er hätte früher an die Öffentlichkeit gehen können, das ist alles.
    • Amboss 10.09.2020 15:42
      Highlight Highlight @Paddiesli: ich hab immer gedacht, Trump sei der Präsident der USA.
      Dass Herr Woidward Präsi ist, hab ich nicht gewusst
    Weitere Antworten anzeigen
  • maljian 10.09.2020 15:21
    Highlight Highlight Oh man, das kann doch alles nicht wahr sein.

    Bin froh, liebe ich in der Schweiz und nicht in den USA. Allerdings war das auch vor Corona schon so 😞
    • just sayin' (haters will be ignored) 10.09.2020 16:39
      Highlight Highlight @maljian

      "Bin froh, liebe ich in der Schweiz und nicht in den USA. Allerdings war das auch vor Corona schon so"

      jep. ich auch.

      fairerweise muss mann aber auch erwähnen, dass auch die schweiz konservativ informiert hat und weiter informiert.

      als beispiel kommt mir das masken-thema in den sinn. auch wenn die journies an den br pk's koch pausenlos löcherten, ob wir nun masken tragen sollen, oder nicht - koch liess sich nicht zu einer voreiligen antwort drängen.
    • TanookiStormtrooper 10.09.2020 17:09
      Highlight Highlight Also wenn ich ganz ehrlich bin hätte ich auch nicht in Obamas, den beiden Bushs oder Clintons USA leben wollen. 🤷‍♂️
      Auch unter denen wären die USA mit einer Pandemie ziemlich schlecht dagestanden, wenn auch nicht so schlecht wie unter Donald.
      Extrem teures Gesundheitssystem + ein nicht vorhandenes soziales Auffangnetz sind der ideale Boden für so eine Krankheit und das haben schon Trumps Vorgänger verbockt.
  • Jein 10.09.2020 15:19
    Highlight Highlight Notorischer Lügner lügt erneut, was für eine Überraschung. Und seien wir ehrlich, auch diese Story hat 0 impact auf den Support seiner Basis, wer im vierten Jahr noch hinter ihm steht dem sind solche Themen egal.

    Oder wie Trump es selber so schön formuliert hat: I could shoot someone in broad daylight on 5th Avenue and they would still vote for me.
    • Herman Munster 10.09.2020 15:57
      Highlight Highlight @Jein
      Stimmt, aber die Parteilosen sind es die die Wahl Entscheiden. Und da hilft jede solche Nachricht die ganz klar zu Überzeugen, egal wie schwach Biden dargestellt wird, er ist um Welten besser als Trump!
      Nicht die Treuen Trump Fans entscheiden die Wahl, sondern die Weissen Parteilosen und das die Wählen gehen. Denn dann geht der Kniff der Reps mit dem Ausschliessen der Minderheiten nicht auf!
    • Max Dick 10.09.2020 16:19
      Highlight Highlight Auf seine Basis vielleicht nicht, aber auf all jene, die noch wackeln, wen sie wählen sollen plus auf all jene, die noch extra-Motivationsschübe brauchen, damit sie am 3.11. auch wirklich wählen gehen. Und diese beiden Gruppen entscheiden.
    • Bildung & Aufklärung 10.09.2020 17:38
      Highlight Highlight Jep. "Hund bellt erneut und sogar Katze miaut schon wieder", hätte den gleichen Nachrichtenwert ;-).

      Übrigens sehr wichtiger Punkt den du ansprichst, der m.E. in der allgemeinen und gesellschaftlichen Diskussion viel, viel zu kurz kommt. Diese komplette Ignoranz jeglichen Fakten und Realitäten gegenüber eines gewissen Teils der Bevölkerung aus einem gewissen polit. Spektrum. Ohne Faktenkonsens kann eine Gesellschaft nicht funktionieren. Wenn der eine dem Baum plötzlich Haus sagt und umgekehrt und darauf beharrt, es sei genau so richtig, funzt Kommunikation schlicht nicht.

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