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Tag zwei nach der Terrornacht: Das wissen wir über Taten, Täter und Opfer – die Fakten im Überblick

Tausend Berichte, tausend Kommentare, tausend Bilder – und immer neue Details zur Pariser Terrornacht: Der Informationsfluss ist immens. Wir haben geordnet, was es zu ordnen gibt. Hier sind die wichtigsten Fakten im Überblick.

Die Taten

Freitag, 13. November, 21.30: Praktisch zeitgleich verüben Terroristen an sieben Orten in der französischen Hauptstadt Anschläge. Staatsanwalt Molins sprich von drei Teams von Attentätern, die sich abgesprochen haben. Die Sprengstoffvorrichtungen waren identisch, zudem benutzten alle Sturmgewehre des Typs Kalaschnikow.

epa05025818 A flower hangs out of a bullet hole in a window on Rue Alibert in Paris, France, 14 November 2015. At least 129 people have been killed in a series of attacks in Paris, France on late 13 November 2015, according to French officials.  EPA/MALTE CHRISTIANS

Einschussloch an der Rue Alibert.
Bild: EPA/DPA

Der IS verbreitete am Samstag eine Erklärung, in der die Dschihadisten behaupten, die Anschlagsorte bewusst ausgewählt zu haben. Das Stade de France sei angegriffen worden, weil sich Staatspräsident Hollande zum Zeitpunkt der Tat dort aufhielt. Die Konzerthalle, «weil dort eine perverse Feier» stattgefunden habe.

Was ist wann und wo passiert?
>>> Hier geht's zum Zeit-Protokoll der Terrornacht.

Die Täter

Es spricht so ziemlich alles dafür, dass der IS für die Anschläge verantwortlich ist – obwohl im Bekennerschreiben kein Insiderwissen geteilt wird. Die Dschihadisten schreiben von acht Terroristen. Klar ist: Sieben Attentäter sind tot. Vier starben im Bataclan, einer am Boulevard Voltaire und zwei beim Stade de France.

Ob weitere auf der Flucht sind, ist unklar.

Die Identifizierung der Täter ist mühsam: Von ihnen ist nicht viel übrig. Mit DNA-Abgleichen versuchen die Ermittler herauszufinden, wer sie waren. Das ist bisher bekannt:

epa05025329 Police officers investigate the scene in the streets of Molenbeek, Brussels, Belgium, 14 November 2015. A man has been arrested in the Brussels neighbourhood of Molenbeek during police raids that are being carried out in connection with the terrorist attacks in Paris, the broadcaster RTBF reports.  EPA/OLIVIER HOSLET

Polizeieinsatz im Brüsseler Quartier Molenbeek.
Bild: OLIVIER HOSLET/EPA/KEYSTONE

Die Opfer

Mindestens 129 Menschen sind gestorben. Hunderte wurden verletzt. Die Opfer sind mehrheitlich aus Frankreich, unter den Toten sind aber auch mehrere Ausländer. Je ein Todesopfer stammt aus den USA, aus Schweden und aus Grossbritannien, wie die jeweiligen Regierungen mitteilten. Zudem stammen demnach jeweils zwei Todesopfer aus Belgien, Rumänien, Mexiko und Chile.

Unter den Verletzten befindet sich auch eine Schweizerin, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) unter Berufung auf die französischen Behörden mitteilte. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass Schweizerinnen und Schweizer unter den Todesopfern in Paris sein könnten.

Wahrscheinlich sind sehr viele junge Menschen unter den Opfern. Unter dem Hashtag #rechercheParis posten auf Twitter verzweifelte Menschen Fotos von vermissten Angehörigen oder Freunden, die in dem Konzertsaal Bataclan waren. Dort hatten sich insgesamt mehr als 1500 Besucher versammelt, um ein Konzert der Gruppe «Eagles of Death of Metal» zu hören.

Weltweite Trauer um die Opfer von den Paris-Anschlägen

Die Reaktionen

(dwi)

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Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

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Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

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