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Und der coolste Kebab-Verkäufer aller Zeiten so: «Überfall? Och, nö!»

Der Besitzer eines Kebab-Ladens in Christchurch wurde überfallen. Statt um den Räuber hat er sich aber lieber um einen anderen Kunden gekümmert – und den Gangster dumm dastehen lassen.

12.07.16, 12:50 12.07.16, 13:27


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Es ist schon spät, kurz nach halb elf. Said Ahmed bedient um diese Zeit nur noch wenige Menschen in seinem Kebab-Laden im neuseeländischen Christchurch. Alle anderen Geschäfte haben schon vor einer Stunde geschlossen, und Ahmed will eigentlich nur noch eins: nach Hause. Doch auf einmal steht ein besonderer Kunde vor ihm – mit Strumpfmaske und Pistole in der Hand.

Statt sich aber um den Räuber zu kümmern, bedient Ahmed erst mal lächelnd den anderen Kunden weiter, der auf seinen nächtlichen Snack wartet. Nachdem er das grosse Hühnchen-Souflaki über den Tresen gereicht hat, wendet er dem Bewaffneten den Rücken zu und geht in seine Küche. Der Räuber schaut sich kurz irritiert um, bevor er unverrichteter Dinge von dannen zieht. Ein Sieg auf voller Linie für den kühlen Kopf am Kebab-Stand.

Die Szene hatte am Wochenende eine Überwachungskamera in Ahmeds Laden festgehalten, die Polizei teilte sie in den sozialen Netzwerken. «Ich habe dem Kunden das Essen gegeben, weil ich wollte, dass er das Geschäft verlässt und nicht in Gefahr gerät», erzählte der gebürtige Ägypter dem «Guardian».

«Ich wandte ihm den Rücken zu und ging in die Küche, um die Polizei zu rufen. Ich dachte mir: Wenn er mich erschiesst, bin ich wenigstens weiter weg und der Schuss wird nicht so schlimm sein, wie ein direkter Treffer ins Herz oder in den Kopf.»

Die kühle Reaktion Ahmeds bannte offenbar nicht nur die direkte Gefahr. Der Täter war von der Nichtbeachtung offenbar dermassen verwirrt, dass er die Flucht ergriff. «Er wollte mir Angst machen, aber ich hatte keine Angst. Damit habe ich ihm seine Macht genommen.»

Vor 20 Jahren ist Ahmed aus Ägypten nach Neuseeland ausgewandert. Dort habe er laut dem Bericht des «Guardians» viel Gewalt miterleben müssen. Ein Umstand, der ihn auf den Umgang mit dem Räuber vorbereitet habe. Seit dem Vorfall schliesst Ahmed seinen Laden nun Freitags und Samstags früher, obwohl er den verhinderten Überfall gut gemeistert hat.

Für seine 19-jährige Tochter Yasmin ist die Reaktion Ahmeds nicht weiter verwunderlich: «Wegzugehen war mutig, aber auch riskant.» Das sei ziemlich typisch für ihren Vater.

cnn

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • Señor Ding Dong 13.07.2016 00:15
    Highlight Testikel, beschaffen aus einer Eisenlegierung.
    9 0 Melden
  • pamayer 12.07.2016 17:08
    Highlight Unglaublich!
    Das ist Deeskalation der meisterklasse!
    59 1 Melden
    • Neokrat 12.07.2016 17:53
      Highlight Naja Mutig ist es aber wenn der Räuber temperamentvoll wäre, wäre die Situation hässlich ausgegangen.

      Trotzdem wenn einer den Titel Badass verdient hat dann er :)
      35 1 Melden
  • R&B 12.07.2016 16:53
    Highlight Den Rücken zukehren: eine der stärksten Körperzeichen, um die andere Person zu schwächen.
    48 0 Melden
  • lily.mcbean 12.07.2016 16:01
    Highlight Als ich gesehen hab wie er ihm eiskalt den Rücken gezeigt hat dachte ich mir das genau DAS wahrer Mut ist! Oder Wahnsinn ;) Auf jedenfall hat der Nerven!!
    59 0 Melden
  • Plöder 12.07.2016 15:35
    Highlight "Angscht und Geld hani kei..." sorry das fiel mir direkt ein..
    96 0 Melden

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