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Greek Finance Minister Yanis Varoufakis gives a speech during an economic conference in Athens, on Tuesday, May 14, 2015.  Varoufakis said Thursday that he will reject any deal with bailout creditors unless it helps Greece escape from its financial crisis.  (AP Photo/Petros Giannakouris)

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis verärgert seine Amtskollegen einmal mehr. Bild: Petros Giannakouris/AP/KEYSTONE

Treffen in Riga: Varoufakis soll Euro-Verhandlungen mitgeschnitten haben

Gianis Varoufakis nimmt offenbar seine Gespräche mit den Finanzministern der Euro-Gruppe heimlich auf. Einen entsprechenden Bericht der «New York Times» wollte der griechische Politiker nicht dementieren.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Das Treffen der Euro-Gruppe in Riga war für Gianis Varoufakis ziemlich desaströs verlaufen. Ärgerlich genug für den griechischen Finanzminister, dass er sich mit seinen Amtskollegen wieder nicht auf ein umfassendes Reformpaket einigen konnte. Varoufakis musste sich bei dem Treffen Ende April nach Angaben von Teilnehmern auch noch als «Spieler, Zeitverschwender und Amateur» beschimpfen lassen.

Nun sagt Varoufakis der New York Times: «All diese Berichte, dass ich beleidigt wurde, als Zeitverschwender bezeichnet wurde und all das: Lassen Sie mich sagen, dass ich das mit jeder Faser meines Körpers dementiere.»

Das könne er wohl zumindest theoretisch auch beweisen. Er habe die Gespräche bei dem Treffen mit einem Tonband aufgezeichnet, sagte Varoufakis der «NYT»-Journalistin Suzy Hansen. Um die Vertraulichkeit des Euro-Gruppen-Treffens zu wahren, könne er die Aufnahmen allerdings nicht veröffentlichen.

Am Mittwochabend liess Varoufakis eine Erklärung verbreiten, in der er den Bericht nicht dementierte. Stattdessen teilte er allgemein mit: «Mein Respekt für die Vertraulichkeit meiner Gespräche mit meinen Partnern, mit meinen Kollegen, mit den Institutionen, ist beispielhaft und ich glaube, dass das von jedem anerkannt und verstanden wird.»

Ärger mit Schäuble und der «Zeit»

Gleichwohl dürfte Varoufakis sein ohnehin angespanntes Verhältnis zu seinen Amtskollegen nicht gerade verbessern, wenn er ihre Gespräche mitschneidet. Gerade erst hatte er mit Aussagen über Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble für Aufsehen gesorgt.

Die Wochenzeitung «Die Zeit» zitiert Varoufakis in ihrer aktuellen Ausgabe unter anderem mit diesem Satz über Schäuble: «Er erkennt nicht, wie hilfreich es für die Mainstream-Nordeuropäer wäre, eine Übereinkunft mit einer Bewegung wie Syriza in Griechenland zu erzielen.» Schäuble mache daher Fehler bei der Analyse der Lage in Griechenland.

Das Bundesfinanzministerium wies die Vorwürfe zurück: «Ich glaube nicht, dass dem Minister und seinem Denken und Handeln hier Denkfehler zugrunde liegen», sagte Schäubles Sprecherin Friederike von Tiesenhausen.

Varoufakis warf der «Zeit» daraufhin in seinem Blog eine Verzerrung seiner Aussagen vor. Vergleicht man aber die Übersetzung der «Zeit» mit den von Varoufakis dokumentierten Antworten, fallen keine groben Übersetzungs- oder Interpretationsfehler auf.

(syd)

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