International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
This Friday, Nov. 13, 2015 photo shows a forged letter written in Pashto, in Dand district, Kandahar province south of Kabul, Afghanistan. Threatening letters from the Taliban, once tantamount to a death sentence, are now being forged and sold to Afghans who want to start a new life in Europe. Recently the Taliban say they have mostly ceased the practice, while those selling forged threat letters are doing a brisk business as tens of thousands of Afghans flee to Europe, hoping to claim asylum. (AP Photo)

Derzeit kursieren in Afghanistan gefälschte Drohbriefe der Taliban.
Bild: Allauddin Khan/AP/KEYSTONE

Warum Flüchtlinge bis zu 1000 Franken für einen gefälschten Drohbrief der Taliban bezahlen



Wer im eigenen Land verfolgt wird, hat bessere Chancen, in Europa aufgenommen zu werden. Von dieser Theorie scheinen derzeit vor allem Flüchtlinge aus Afghanistan auszugehen, denn dort floriert offenbar der Handel mit gefälschten Drohbriefen der Taliban. Um an eine überzeugende, handgeschriebene Todesdrohung zu gelangen, würden Flüchtlinge bis zu 1000 Franken bezahlen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP.

«Ich würde sagen, von den Drohbriefen, die Afghanen jetzt europäischen Behörden vorlegen, sind nur ein Prozent echt und 99 Prozent gefälscht», zitiert die AP einen 35-jährigen Mann, der angeblich bereits selbst solche Briefe verkauft hat.

Hier ein Exemplar der gefälschten Drohbriefe:

In this Friday, Nov. 13, 2015 photo, a man displays a forged letter written in Pashto, in Dand district, Kandahar province south of Kabul, Afghanistan. Threatening letters from the Taliban, once tantamount to a death sentence, are now being forged and sold to Afghans who want to start a new life in Europe. Recently the Taliban say they have mostly ceased the practice, while those selling forged threat letters are doing a brisk business as tens of thousands of Afghans flee to Europe, hoping to claim asylum. (AP Photo/Allauddin Khan)

Bild: Allauddin Khan/AP/KEYSTONE

Auch die Taliban selbst bestätigen, dass es sich bei den vorgelegten Briefen um Fälschungen handeln müsse, da sie selbst nicht dahinter stecken würden. «Wir schicken keine Drohbriefe, das ist nicht unser Stil», zitiert die AP einen Taliban-Sprecher.

Eine Sprecherin des deutschen Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge bestätigte Focus Online gegenüber, dass die Existenz solcher vermeintlicher Drohbriefe bekannt sei, es gebe jedoch keine Statistiken, wie viele. Ohnehin würden solche Briefe beim Asylentscheid immer nur im Gesamtzusammenhang bewertet. (viw)

Flüchtlinge willkommen!

Warum zwei Appenzeller Piloten im Mittelmeer Flüchtlinge retten müssen – eine Reportage

Link to Article

Diese 6 Dinge kannst du als Normalsterblicher tun, um Flüchtlingen in der Schweiz zu helfen

Link to Article

Bist du eher Front-Kämpfer oder Cüpli-Helfer? 11 Retter-Typen und was sie für Flüchtlinge tun

Link to Article

«Es gibt mehr als genug Arbeit für Flüchtlinge» – davon ist Integrationsexperte Thomas Kessler überzeugt

Link to Article

Diese 6 Dinge machen die watson-User für die Flüchtlinge 

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ex-PKK-Kader sitzt im Transit Zürich – und fürchtet Ermordung durch türkische Agenten

Der Kurde Osman Erdal sitzt seit vier Wochen im Zürcher Flughafen fest – jetzt droht ihm die Abschiebung nach Südafrika. Dort befürchtet das frühere PKK-Kadermitglied einen Mordanschlag durch den türkischen Geheimdienst. Amnesty Schweiz kritisiert die Schweizer Behörden scharf.

Die vorläufige Endstation seiner Odyssee erreicht Osman Erdal am 9. Oktober: Er reist mit dem Flugzeug aus dem nordirakischen Erbil via Johannesburg nach Zürich-Kloten und stellt ein Asylgesuch. Seither lebt er in der Asylunterkunft im Transitbereich des Flughafens.

Trotz der grossen medialen Aufmerksamkeit, welche die watson-Recherche zu den kurdischen Flüchtlingen im Transit ausgelöst hat, hielt sich Erdal bisher mit seiner Geschichte zurück. Jetzt bricht er sein Schweigen. Via WhatsApp …

Artikel lesen
Link to Article