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Members of the public run away from the Olympia Einkaufszentrum mall, after a shooting, in Munich, Germany, Friday, July 22, 2016. A manhunt was underway Friday for a shooter or shooters who opened fire at a shopping mall in Munich, killing and wounding several people, a Munich police spokeswoman said. The city transit system shut down and police asked people to avoid public places. (AP)

Passanten in München bringen sich in Sicherheit. Bild: /AP/KEYSTONE

Zahl der Verletzten steigt auf 35

Zwei Tage nach dem Amoklauf von München hat sich die Zahl der Verletzten weiter erhöht. Derzeit sei von insgesamt 35 Verletzten auszugehen, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamtes am Sonntag in München mit. Zehn von ihnen gelten weiter als Schwerverletzte.



Während des Amoklaufs eines 18-jährigen Schülers ist es in der Münchner Innenstadt zu teilweise panikartigen Szenen gekommen. Unter den nun 35 Verletzten sind laut LKA auch einige, die sich dabei Blessuren zugezogen hatten.

Erst nach und nach war während des Chaos in München klar geworden, dass es sich um die Tat eines Einzelnen und nicht um einen Terroranschlag handelte. Die Ermittler gehen inzwischen von einem Amoklauf des jungen Deutsch-Iraners aus, der in München geboren wurde. In seinem Zimmer in der elterlichen Wohnung fanden Ermittler Bücher wie «Amok im Kopf. Warum Schüler töten».

Den befürchteten Bezug zur Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») gebe es nach bisherigen Erkenntnissen nicht, bestätigte auch der deutsche Innenminister Thomas de Maizière (CDU). Das genaue Motiv des Deutsch-Iraners ist aber weiter unklar.

Psychische Störung des Täters

Der Täter hatte nach ersten Erkenntnissen von Ermittlern eine Erkrankung «aus dem depressiven Formenkreis». «Wir haben einige Hinweise dafür, dass eine nicht unerhebliche psychische Störung bei dem Täter vorliegen könnte», sagte Bayerns Innenminister Herrmann.

Die Getöteten stammten nach Angaben des Münchner Polizeipräsidenten Hubertus Andrä alle aus München und Umgebung. Zwei 15-Jährige und drei 14-Jährige seien ums Leben gekommen, so die Ermittler. Weitere Opfer seien 17, 19, 20 und 45 Jahre alt gewesen. Unter den neun Todesopfern seien drei Frauen gewesen. (rar/sda/dpa)

München trauert

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Interview

Wieso hat das Fernsehen so miserabel über das Münchner Attentat berichtet? Eine Erklärung in 4 Punkten

Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft in Tübingen. Er analysiert für uns die TV-Berichterstattung über München und fordert eine Ausweitung der publizistischen Verantwortungs-Zone und mediale Bildung an den Schulen.

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